• 13.01.2011, 18:45:15
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Neues Volksblatt: "Eiertanz" (von Markus Ebert)

Ausgabe vom 14. Jänner 2011

Linz (OTS) - "Ich hab' zwar keine Ahnung, wo ich hinfahr', aber
dafür bin ich g'schwinder dort", singt Helmut Qualtinger in Gerhard
Bronners "Der Wilde auf seiner Maschin'.
Hauptsache schneller dort, egal wo: Dieses Motto hat sich die SPÖ
auch in der Bundesheer-Debatte zu eigen gemacht. Der in Heeresfragen
als ausgewiesener Experte geltende Michael Häupl hatte in seinem
Wiener Wahlkampf noch schnell ein paar Schlagzeilen gebraucht, und
schon war die Abschaffung der Wehrpflicht die Krönung seiner
politischen Ansagen.
Man weiß zwar nicht, wie das Heer der Zukunft aussehen soll, aber
eine "Alternative zum derzeitigen System" findet man in der SPÖ
"wünschenswert". Diesem gespielten Zaudern beim Schwenk zum
Freiwilligenheer (warum eigentlich drückt man sich in der SPÖ um den
viel ehrlicheren Begriff "Berufsheer" so herum?) steht die schon
recht konkrete Vorstellung beim Zivildienst-Ersatz gegenüber.
Sozialminister Hundstorfer glaubt schon zu wissen was er zu tun hat,
während Verteidigungsminister Darabos noch so tut, als sei die
Heeresfrage in Diskussion.
Deutlich dokumentiert wird durch diesen Eiertanz wieder einmal, was
für ein wankelmütiger Patron die SPÖ ist - galt doch die Wehrpflicht
vor wenigen Monaten noch als "in Stein gemeißelt".

Rückfragehinweis:
Neues Volksblatt, Chefredaktion
Tel.: 0732/7606 DW 782
mailto:[email protected]
http://www.volksblatt.at

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