- 13.01.2011, 15:36:27
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Freiwilligendienste nicht verzwecken!
Katholische Jugend Österreich begrüßt Aufwertung der Freiwilligendienste, sieht jedoch einige Kritikpunkte
Wien (OTS) - Der Vorschlag von Sozialminister Hundstorfer, das
Freiwillige Sozialjahr durch vollständige Sozialversicherung,
Anrechenbarkeit von erworbenen Qualifikationen und angemessenes
Taschengeld aufzuwerten, ist grundsätzlich begrüßenswert, die
Katholische Jugend Österreich sieht jedoch die Gefahr, dass der
Charakter und die Idee eines Freiwilligendienstes verloren gehen.
"Die Intention, aus dem Freiwilligen Sozialjahr billige Jobs zu
lukrieren, die das Sozial- und Gesundheitssystem erhalten sollen,
lehnen wir vehement ab. Der Vorteil eines Freiwilligendienstes darf
nicht vorrangig bei der Einsatzstelle, sondern muss bei den
Jugendlichen selbst liegen," so Matthias Zauner, ehrenamtlicher
Vorsitzender der Katholischen Jugend Österreich.
Jetzige Freiwilligendienste wie das Freiwillige Soziale Jahr (FSJ)
und das Freiwillige Ökologische Jahr (FÖJ) bieten Jugendlichen die
Möglichkeit, in den Berufsalltag hineinzuschnuppern, Unterstützung in
der weiteren beruflichen Orientierung und begleitende
Bildungsprogramme zur Reflexion, Selbsterfahrung und
Persönlichkeitsentwicklung. Im vorliegenden Vorschlag ist das nicht
enthalten.
Keine Einschränkung auf Soziales und Gesundheit
Junge Menschen sollen sich nicht nur mit sozialen Fragen, sondern
auch mit Konfliktprävention, Konfliktbewältigung und Umweltschutz
beschäftigen, wie dies z.B. schon in den Gedenk- und Friedensdiensten
im Rahmen des derzeitigen Auslandszivildienstes oder in ökologischen
Projekten geschieht.
Die Katholische Jugend Österreich bietet mit dem FÖJ bereits ein
Modellbeispiel wie Freiwilligendienste auch in anderen Bereichen als
dem Sozialen gut funktionieren und den Jugendlichen einen großen
Mehrwert bringen.
Sozialsystem nicht durch Freiwilligendienste aufrechterhalten
"Durch die Aufwertung der Freiwilligendienste durch finanzielle
und soziale Anreizsysteme sowie eine gesetzliche Verankerung soll es
Jugendlichen erleichtert werden, einen für den Zusammenhalt unserer
Gesellschaft wichtigen Dienst zu leisten. Ein Freiwilligendienst darf
jedoch nicht dazu verzweckt werden, das österreichische Sozialsystem
am Laufen zu halten," so Matthias Zauner abschließend.
Rückfragehinweis:
Maga. Mirjam Nekolar
Öffentlichkeitsarbeit
Katholische Jugend Österreich
Tel: (+43) 1 / 512 16 21 DW 31
[email protected]
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