GPA-djp-Jugend: "Vorsichtiges Ja zum Sozialjahr-Modell"

Kollektivvertragliche Spielregeln einhalten, Freiwilligenjahr als Dienstjahr für spätere Arbeitsverhältnissse und Ausbildung im Sozialbereich anrechnen

Wien (OTS/GPA-djp) - "Sollte der Zivildienst abgeschafft werden, könnte das Sozialjahr eine begrüßenswerte Alternative sein. Die Politik erkennt offensichtlich, dass es auch entsprechende Anreize und Rahmenbedingungen braucht, damit sich die Jugend auch in Zukunft für soziale Arbeit engagiert", kommentiert der Vorsitzende der GPA-djp-Jugend, Rene Pfister, das von Sozialminister Rudolf Hundstorfer präsentierte Modell, das im Unterschied zum Zivildienst eine Entlohnung nach dem kollektivvertraglichen Mindestgehalt für die Sozial- und Gesundheitsberufe vorsieht. ++++

"Damit das Sozialjahr aber zu einer echten Win-Win-Situation für die Jugend genau so wie für die PatientInnen und KlientInnnen wird, und um Lohndumping zu verhindern, müssen die kollektivvertraglichen Spielregeln eingehalten werden", ergänzt GPA-djp-Bundesjugendsekretär Helmut Gotthartsleitner. Die Entlohnung nach dem Kollektivvertrag, einschließlich Urlaubs- und Weihnachtsgeld, sei also eine Selbstverständlichkeit. "Im Sinne der umfassenden sozialrechtlichen Absicherung der jungen KollegInnen muss ein Sozialjahr aber auch vollständig als Pensionssicherungszeit angerechnet werden," so Gotthartsleitner.

"Ein Anreiz, um Jugendliche in diesem Bereich zu halten und damit die dringend notwendige personelle Verstärkung zu sichern, könnte auch geschaffen werden, indem das Sozialjahr auch als Dienstjahr für ein allfälliges späteres Arbeitsverhältnis im Sozialbereich angerechnet werden", erklärt Pfister. Genau aus demselben Grund solle das Sozialjahr auch in der schulischen oder universitären Ausbildung angerechnet werden, um den Betroffenen ein weiteres Praktikum zu ersparen. "Wir gehen davon aus, dass alle Interessensvertreter in die Planung und Umsetzung eines allfälligen Sozialjahres eingebunden werden", so Pfister und Gotthartsleitner abschließend, "damit mit vereinten kompetenten Kräften ein entscheidender Beitrag zur Absicherung unseres Sozial- und Gesundheitssystems gelingt."

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