• 13.01.2011, 11:21:34
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"Kind als Schaden": Gynäkologen über Husslein empört

Bundessprecher Hochmaier: Verwerfliches Verhalten

Wien (OTS) - Große Empörung der österreichischen Gynäkologinnen
und Gynäkologen über den Wiener Klinikvorstand Prof. Peter Husslein:
Dieser hatte seinen Kolleginnen und Kollegen im Zuge der Diskussion
über ärztliche Haftung bei fehlerhafter Pränataldiagnostik
vorgeworfen, sie würden nur unter Strafandrohung sorgfältig arbeiten.
Eine solche Bemerkung sei ein Schlag ins Gesicht all jener, die sich
Tag für Tag, rund um die Uhr um das Wohl der ihnen anvertrauten
Patientinnen bemühten, sagte der Obmann der Bundesfachgruppe
Gynäkologie und Geburtshilfe, Gerhard Hochmaier, Donnerstag in einer
Aussendung. Husslein diskreditiere alle österreichischen
Frauenärztinnen und Frauenärzte, dieses Verhalten sei "verwerflich"
und erfordere auch entsprechende Konsequenzen, so Hochmaier.

Der Gynäkologe: "Äußerungen dieser Art machen auch nachdenklich
darüber, wie Husslein seine Rolle als universitärer Lehrer und
Ordinarius interpretiert." Es sei zu überprüfen, inwieweit
wirtschaftliche Interessen die Anstrengungen all jener überspielten,
die behinderte Menschen und deren Angehörige in einer solidarischen
Gesellschaft unterstützen wollten. "Die Unterstellungen Hussleins
sind falsch und unethisch, sie werden von uns mit aller
Entschiedenheit zurückgewiesen. Sie schaden der Sache und den
Menschen!"

Hochmaier überlegt nun, das Vorgehen des Wiener Klinikchefs zu
ahnden. Ärztepräsident Walter Dorner hatte Husslein bereits Mittwoch
gerügt und mögliche Konsequenzen in Aussicht gestellt. (ms)

Rückfragehinweis:
Pressestelle der Österreichischen Ärztekammer
Mag. Martin Stickler
Tel.: (++43-1) 513 18 33-14
[email protected]

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