JUGENDVERTRETUNG zur Zivildienst-Diskussion: Jugendliche nicht für Erhalt des Sozialsystems verantwortlich!

Die BJV warnt davor, Jugendliche als Billigarbeitskräfte zu missbrauchen und fordert bessere Rahmenbedingungen für freiwilliges Engagement.

Wien (OTS) - Rund um die Diskussionen um eine Abschaffung der Wehrpflicht und des damit einhergehenden Wegfalls des Zivildienstes warnt die Bundesjugendvertretung (BJV) davor, Jugendliche als TrägerInnen des Sozialsystems zu missbrauchen: "Ein abgesichertes Sozialsystem muss dem Staat etwas wert sein. Es kann nicht sein, dass junge Menschen als billige Arbeitskräfte missbraucht werden", so BJV-Vorsitzender Philipp Nagel.
Die BJV betont vor allem, dass das soziale Jahr weiterhin auf freiwilliger Basis bestehen bleiben und Freiwilligendienste ausgebaut werden müssen: "Junge Menschen engagieren sich zahlreich und gerne, nur braucht es entsprechende Rahmenbedingungen und Anreize dafür! Noch immer fehlen eine ausreichende sozialrechtliche Absicherung, die Anrechnung nicht-formal erworbener Kompetenzen und verlängerte Beihilfenfristen für junge Freiwillige. Außerdem braucht es ausreichende Ressourcen für Organisationen, die freiwilliges Engagement fördern, wie Kinder- und Jugendorganisationen", erklärt Nagel.
Abschließend fordert die BJV, von der Regierung als gesetzliche Interessenvertretung aller Kinder und Jugendlichen in die Erarbeitung neuer Konzepte einbezogen zu werden.

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