• 12.01.2011, 11:22:25
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Sünkel bei Neujahrsempfang 2011: "Uni-Baustellen harren der Bearbeitung"

uniko-Appell zum 100-Jahr-Jubiläum der Rektoren- bzw. Universitätenkonferenz

http://pressefotos.at/m.php?g=1&u=43&dir=201101&e=20110111_u&a=event
Im Bild v.l.n.r. Hans SÜNKEL (Präsident der Universitätenkonferenz), Beatrix KARL (Bundesministerin für Wissenschaft und Forschung) und Christoph BADELT (Rektor der Wirtschaftsuniversität)

Wien (OTS) - Einen eindringlichen Appell, 2011 bessere
Rahmenbedingungen für die Universitäten zu schaffen, richtete der
Präsident der Österreichischen Universitätenkonferenz (uniko) und
Rektor der TU Graz, Hans Sünkel, am Dienstagabend an die Politik.
"Das nächste Bundesfinanzrahmengesetz, das auf den Zeitraum 2012 bis
2015 fokussiert und die nächste Leistungsvereinbarungsperiode
abdeckt, muss für unsere Universitäten eine solide budgetäre Basis
bieten, um Schaden vom höchsten Bildungssystem unseres Landes
fernzuhalten", forderte Sünkel anlässlich des traditionellen
Neujahrsempfangs der uniko in Wien. Die Loipersdorfer Beschlüsse der
Bundesregierung vom Herbst 2010 bezüglich einer zusätzlichen
Dotierung der Universitäten seien nur ein erster Schritt, dem sehr
viel größere folgen müssten.

"Um im globalen Wettbewerb bestehen zu können, ist Übermut nicht
förderlich, Demut nicht angebracht, jedoch Mut sehr wohl
erforderlich", meinte der Präsident der uniko. Die künftigen
Rahmenbedingungen würden nicht bloß durch das Budget definiert,
sondern umfassten gleichermaßen die Themen Hochschulplan,
Hochschulzugang, Studienplatzfinanzierung und private
Finanzierungsmodelle. "All diese Baustellen harren derzeit einer
vordringlichen Bearbeitung, die wohl nur gemeinsam durch das
Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung und die
Universitäten erfolgreich bewältigt werden kann."

Sünkel wies einmal mehr darauf hin, dass die mitunter "urwüchsige
Entwicklung des tertiären Sektors" in Österreich ein Bildungssystem
hervorgebracht habe, das geschützte Bereiche neben ungeschützte
stelle, gut planbare neben kaum planbare, und gut ausgestattete neben
schlecht dotierte - was zu Wettbewerbsverzerrungen und zu
Verdrängungseffekten führe. Wenn dann noch - so wie in der jüngsten
Gesetzesnovelle vorgesehen - Kapazitätsgrenzen für Universitäten nach
einer längst unhaltbaren Situation ausgerichtet werden, sei dies
entbehrlich. "Was wir in unserem gesamten Bildungssystem brauchen,
ist eine gemeinsame Strategie, ein geordneter Zugang zu den
vielfältigen Bildungsangeboten und eine hinreichende Unterstützung
sozial benachteiligter Studierender", betonte der Präsident der
uniko. An die Adresse der Koalitionsparteien gerichtet, meinte
Sünkel: "Versuchen wir auch einen politischen Paradigmenwechsel,
indem wir dem jeweiligen politischen Gegner und erst recht dem
politischen Partner auch einen Erfolg gönnen!"

Das gleichzeitig mit dem Neujahrsempfang begangene Jubiläum "100
Jahre Rektorenkonferenz" nützte der Präsident der nunmehrigen
Universitätenkonferenz für einen Rück- und Ausblick: "Wir haben
gelernt, dass man in die falsche Richtung fährt, wenn man Zukunft
stets mit Gegenwind gleichsetzt; und dass es vorteilhaft ist, wenn
wir uns als gleichwertige Partner verstehen - unabhängig davon, ob
das Betätigungsfeld dem akademischen, privaten oder öffentlichen
Sektor angehört." Sünkel bedankte sich bei der Gelegenheit bei der
Bank Austria als bewährter Kooperationspartnerin der Universitäten
für die wohlwollende Unterstützung in den vergangenen Jahrzehnten
sowie dem Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung mit
Ministerin Beatrix Karl an der Spitze für das bewiesene Verständnis
und Engagement in universitären Belangen.

Seinen besonderen Dank sprach Präsident Sünkel seinem Vorgänger an
der Spitze der uniko, WU-Rektor Christoph Badelt, aus, der aus der
Hand der Bundesministerin das Große Goldene Ehrenzeichen für
Verdienste um die Republik Österreich entgegennahm. "Die enormen
Leistungen von Rektor Badelt sind ein beeindruckender Beweis, dass
eine Person wie er dringend notwendig war - als treibende Kraft
seiner Universität und der Universitätenkonferenz", sagte Sünkel.

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Rückfragehinweis:

Manfred Kadi
   Referent für Öffentlichkeitsarbeit
   Österreichische Universitätenkonferenz
   Floragasse 7 / 7, 1040 Wien
   Tel.: +43 (0)1 310 56 56 - 24
   Fax: +43 (0)1 310 56 56 - 22
   Email: [email protected]
   Homepage: www.uniko.ac.at

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