- 11.01.2011, 11:42:22
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Haiti: Jetzt geht die Hilfe erst richtig los
Innsbruck/Wien (OTS) - 500 zusätzlich aufgenommene Kinder im
SOS-Kinderdorf Santo, 900 Schüler in der Hermann-Gmeiner-Schule und
derzeit Unterricht im Zweischicht-Betrieb, täglich Mahlzeiten für bis
zu 24.000 Kinder in 100 Essensausgabestellen - nach intensiven
Nothilfemaßnahmen gilt es nun nachhaltige Langzeitprojekte zu
realisieren: Bau eines neuen SOS-Kinderdorfes und Beteiligung am
Wiederaufbau von zehn Schulen.
Vor einem Jahr bebte die Erde in Haiti und hinterließ schreckliche
Spuren der Verwüstung und unendliches menschliches Leid. Der Einsatz
der Hilfskräfte war durch die schlechte wirtschaftliche Situation,
die politisch instabile Lage sowie die bereits schwache Infrastruktur
besonders schwierig. Ein Jahr nach der Katastrophe ist klar, dass ein
systematischer Wiederaufbau noch nicht wirklich begonnen hat. Daher
legt SOS-Kinderdorf sein Wiederaufbauprogramm langfristig auf zehn
Jahre an.
SOS-Kinderdorf Santo: Von 8 auf 20 Kinder pro SOS-Kinderdorf-Familie
SOS-Kinderdorf ist als lokale Organisation bereits seit drei
Jahrzehnten in Haiti tätig und gut verankert. Das fast unbeschädigte
SOS-Kinderdorf Santo/Port-au-Prince wurde zur Schutzzone für Kinder
und zum Basiscamp für die SOS-Nothilfe. Über 500 Kinder wurden
zusätzlich aufgenommen, davon konnten bis jetzt 150 in ihre
wiedergefundenen Familien zurückkehren. Dennoch leben im
SOS-Kinderdorf noch dreimal so viele Kinder wie vor dem Beben.
Täglich Mahlzeiten für bis zu 24.000 Kinder
Außerhalb des SOS-Kinderdorfes Santo werden in über 100
Essensausgabezentren täglich rund 14.000 Kinder (in Spitzenzeiten bis
zu 24.000 Kinder) mit warmen Mahlzeiten versorgt. Darüber hinaus
erhalten sie eine Tagesstruktur mit Spiel- und Lernangeboten, um aus
dem Krisenalltag herauszufinden und werden bei Bedarf medizinisch und
psychologisch betreut.
Neues SOS-Kinderdorf in Ley Cayes: wirksame Langzeithilfe
Für Kinder, die niemanden mehr haben, wird ein neues
SOS-Kinderdorf in Les Cayes errichtet - das dritte in Haiti. Dort
werden die Kinder ein sicheres, dauerhaftes Zuhause bekommen und in
der Geborgenheit einer Familie aufwachsen können. Angeschlossen an
das SOS-Kinderdorf werden umfangreiche Sozialprogramme
benachteiligten Familien der Nachbarschaft helfen.
Beteiligung am Wiederaufbau von zehn Schulen
Der Wiederaufbau von Schulen ist enorm wichtig in einem Land, in
dem nur jedes zweite Kind eine Schule besucht. Zehn Schulen, an deren
Wiederaufbau sich SOS-Kinderdorf beteiligen will, sollen nach sieben
Jahren vom Staat weitergeführt werden. Bis die zähen Verhandlungen
mit dem Ministerium abgeschlossen sind, wird als Modell eine
Containerschule für 450 Kinder am Gelände des SOS-Kinderdorfes
errichtet - als Entlastung für die Hermann-Gmeiner-Schule, die ihre
Kapazität fast verdoppelt hat. 900 Schüler werden in zwei Schichten
unterrichtet.
Rückfragehinweis:
Viktor Trager, Tel. 0676/88144 201, [email protected]
Tina Vermeer Tel. 0676/88144 486, [email protected]
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