• 07.01.2011, 12:38:01
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Ein Jahr nach dem Erdbeben in Haiti: Wiederaufbau geht trotz politischem Chaos voran

Die Hilfe der österreichischen SpenderInnen schenkt Zukunft

Wien (OTS) - Obwohl viele Hilfsorganisationen in Haiti Großartiges
leisten, ist die Situation ein Jahr nach dem Erdbeben noch immer
dramatisch. "In den letzten Monaten kam die Cholera dazu, eine
weitere Herausforderung für die Menschen und Hilfsorganisationen in
diesem Land", berichtet Robert Moosbrugger, Teamleiter der Caritas
Österreich in Haiti. 250.000 Menschen hat die Caritas in den ersten
Monaten mit Nothilfepaketen versorgt, 6.500 Kinder können wieder in
die Schule gehen, 500 erdbeben- und hurrikansichere Häuser werden in
den nächsten zwei Jahren fertiggestellt. Von den 17 Millionen Euro
Spenden an die Caritas sind bereits 14 Millionen bei den Menschen
als Hilfe angekommen und für weitere Maßnahmen verplant. "Die
großartige Hilfe der Österreicherinnen und Österreicher hat bereits
viel bewirkt", so Robert Moosbrugger, der bereits vor Weihnachten die
ersten fertigen Häuser den betroffenen Familien übergeben konnte.

Der nächste Meilenstein der Caritas-Hilfe wird der Spatenstich für
ein Dorf für Waisenkinder sein, in dem 150 derzeit provisorisch
untergebrachte Mädchen ein neues Zuhause bekommen. Die bürokratischen
Hürden in Haiti sind enorm, denn die politischen Rahmenbedingungen
sind in diesem Land sehr schlecht. "Damit wird der Wiederaufbau von
der Regierung verzögert und die Menschen hingehalten", weiß
Moosbrugger.

"Derzeit ist natürlich die Bekämpfung der Cholera vorrangig", so
der Caritas-Mitarbeiter. "Es scheint aber, dass unsere Aufklärungs-
und Hilfsmaßnahmen schon besser greifen, denn die Zahl der
Cholera-Toten pro Tag geht zurück." Die Caritas baut derzeit
Latrinen, Wassertanks und erschließt neue Zugänge zu Trinkwasser.

In den nächsten Monaten wird sich das österreichische Caritas-Team
in Haiti auch verstärkt der Existenzsicherung widmen: Rund 1.500
Familien werden landwirtschaftliche Geräte, Kleinvieh oder auch einen
Mikrokredit zum Start eines Kleinhandels bekommen.

"Es ist in diesem ersten Jahr enorm viel internationale Hilfe für
die Menschen in Haiti geleistet worden und doch ist der Weg, bis
Haiti wieder auf eigenen Beinen stehen wird, ein langer", betont der
Auslandshilfechef der Caritas, Christoph Petrik-Schweifer. Die
Hilfsmaßnahmen werden massiv durch politische Unruhen, die instabile
Lage sowie die schlechte Verwaltung behindert. "Umso wichtiger ist
es, dass die Hilfe nachhaltige Veränderungen bewirkt", betont
Petrik-Schweifer. "Unsere konkrete Hilfe gibt den Menschen Mut und
macht das Land ein Stück zukunftsfähiger."

Rückfragehinweis:
Mag. Gabriela Sonnleitner
Kommunikation Caritas Österreich
Tel. 01/488 31-421, 0664-384 6611

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