Ein Jahr nach dem Erdbeben in Haiti: Wiederaufbau geht trotz politischem Chaos voran

Die Hilfe der österreichischen SpenderInnen schenkt Zukunft

Wien (OTS) - Obwohl viele Hilfsorganisationen in Haiti Großartiges leisten, ist die Situation ein Jahr nach dem Erdbeben noch immer dramatisch. "In den letzten Monaten kam die Cholera dazu, eine weitere Herausforderung für die Menschen und Hilfsorganisationen in diesem Land", berichtet Robert Moosbrugger, Teamleiter der Caritas Österreich in Haiti. 250.000 Menschen hat die Caritas in den ersten Monaten mit Nothilfepaketen versorgt, 6.500 Kinder können wieder in die Schule gehen, 500 erdbeben- und hurrikansichere Häuser werden in den nächsten zwei Jahren fertiggestellt. Von den 17 Millionen Euro Spenden an die Caritas sind bereits 14 Millionen bei den Menschen als Hilfe angekommen und für weitere Maßnahmen verplant. "Die großartige Hilfe der Österreicherinnen und Österreicher hat bereits viel bewirkt", so Robert Moosbrugger, der bereits vor Weihnachten die ersten fertigen Häuser den betroffenen Familien übergeben konnte.

Der nächste Meilenstein der Caritas-Hilfe wird der Spatenstich für ein Dorf für Waisenkinder sein, in dem 150 derzeit provisorisch untergebrachte Mädchen ein neues Zuhause bekommen. Die bürokratischen Hürden in Haiti sind enorm, denn die politischen Rahmenbedingungen sind in diesem Land sehr schlecht. "Damit wird der Wiederaufbau von der Regierung verzögert und die Menschen hingehalten", weiß Moosbrugger.

"Derzeit ist natürlich die Bekämpfung der Cholera vorrangig", so der Caritas-Mitarbeiter. "Es scheint aber, dass unsere Aufklärungs-und Hilfsmaßnahmen schon besser greifen, denn die Zahl der Cholera-Toten pro Tag geht zurück." Die Caritas baut derzeit Latrinen, Wassertanks und erschließt neue Zugänge zu Trinkwasser.

In den nächsten Monaten wird sich das österreichische Caritas-Team in Haiti auch verstärkt der Existenzsicherung widmen: Rund 1.500 Familien werden landwirtschaftliche Geräte, Kleinvieh oder auch einen Mikrokredit zum Start eines Kleinhandels bekommen.

"Es ist in diesem ersten Jahr enorm viel internationale Hilfe für die Menschen in Haiti geleistet worden und doch ist der Weg, bis Haiti wieder auf eigenen Beinen stehen wird, ein langer", betont der Auslandshilfechef der Caritas, Christoph Petrik-Schweifer. Die Hilfsmaßnahmen werden massiv durch politische Unruhen, die instabile Lage sowie die schlechte Verwaltung behindert. "Umso wichtiger ist es, dass die Hilfe nachhaltige Veränderungen bewirkt", betont Petrik-Schweifer. "Unsere konkrete Hilfe gibt den Menschen Mut und macht das Land ein Stück zukunftsfähiger."

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