Dioxin-Fall: Österreichische Eier bieten Höchstmaß an Sicherheit

Strenge Kontrollen und hohe Investitionen in Futtermittelqualität zahlen sich aus

Wien (OTS/aiz) - Der Skandal um Dioxin in deutschen Futtermitteln hat auch in Österreich zu zahlreichen Anfragen von besorgten Konsumenten geführt. "Heimische Eier bieten ein Höchstmaß an Sicherheit", beruhigen Branchenvertreter. Sie verweisen darauf, dass hierzulande strengste Kontrollen vorgenommen werden. Die Zentrale Arbeitsgemeinschaft der Österreichischen Geflügelwirtschaft (ZAG) sieht sich auch durch den in der Branche abgestimmten Kurs des AMA-Gütesiegels für Frischeier bestätigt. Die ZAG fordert in diesem Zusammenhang eine erweiterte Herkunftskennzeichnung, die nicht nur für Frischeier gelten soll, sondern auch für Eier in Verarbeitungsprodukten. Weiters wird darauf hingewiesen, dass die gestiegenen Kosten für (gentechnikfreies) Futter auch entsprechende Eierpreise zur Folge haben sollten.

"Die strengen österreichischen Kontrollen entlang der gesamten Produktionskette - von den Futtermittelproduzenten über die Legehennenhalter bis hin zum Handel - erweisen sich vor dem Hintergrund der aktuell in Deutschland geführten Diskussion über die mögliche Gesundheitsgefährdung durch Eier als richtig und sind auch ein wertvoller Vertrauensbeweis gegenüber den heimischen Konsumenten", stellt ZAG-Obmann Franz Schrall gegenüber aiz.info fest.

Mischfutterhersteller investieren in Qualitätssicherung

In Österreich sichern aber nicht nur umfangreiche behördliche Kontrollen die futtermittel- und lebensmittelrechtlich einwandfreie Qualität der hierzulande produzierten Futtermittel und der Eier ab. Auch die Arbeitsgemeinschaft für Gesunde Tierernährung (AGT), eine Vereinigung der heimischen Mischfutterhersteller, investiert zusätzlich zu den verpflichtenden Eigenkontrollen am Betrieb freiwillig jährlich mehr als EUR 40.000,- in die Absicherung der Qualität des heimischen Tierfutters.

AGT-Vorsitzender Rupert Bauinger von der Firma Fixkraft bringt die Problematik so auf den Punkt: "Der europäische Wettbewerb zwischen den Futtermittelherstellern beziehungsweise Eierproduzenten hat sich durch die Rohstoffverknappung sowie durch die vom Lebensmittelhandel nur schleppend akzeptierten Preiserhöhungen massiv verschärft. Es muss den Produzenten wieder möglich werden, die Eierpreise unter Berücksichtigung ihrer betriebswirtschaftlichen Rahmenbedingungen selbst kostendeckend zu kalkulieren. Nur so kann auch ein fairer Erzeugerpreis entstehen." Die illegale Beimengung von nicht zugelassenen Stoffen in das Tierfutter sei auf das Schärfste zu verurteilen. Die Legehennenhalter könnten sich in Österreich auf ihre heimischen Partner aus der Futtermittelproduktion mit Sicherheit verlassen, so Bauinger.

Hohe Futtermittelqualität im Rahmen des AMA-Gütesiegels gesichert

"Auch die Kontrollen der AMA Marketing im Rahmen der Futtermittelrichtlinie PASTUS sichern seit einigen Jahren die hohe Futtermittelqualität aller im Rahmen des AMA-Gütesiegels produzierten Frischeier ab. Immerhin verlangen fast alle großen Handelsketten inzwischen heimische Gütesiegelqualität bei ihren Frischeiern im Verkaufsregal", berichtet ZAG-Obmann Schrall.

Frischei-Erzeuger gegen Dumpingpreise

Die Österreichische Frischeier Erzeugergemeinschaft (EZG Frischei) legt besonderen Wert auf die Feststellung, dass österreichische Qualität, die maximale Sicherheit bietet, auch ihren Preis haben muss. Die Obmänner der EZG Frischei, Franz Kirchweger und Franz Karlhuber, sehen der gegenwärtigen Entwicklung am Eiermarkt mit großer Sorge entgegen. Es müsse klar sein, dass die seit längerer Zeit stark gestiegenen Futtermittelpreise - speziell bei dem nun stärker nachgefragten gentechnikfrei produzierten Tierfutter - dazu führen müssen, dass auch die Eierpreise für die Tierhalter entsprechend angehoben werden. Der Lebensmittelhandel sowie alle Eier verarbeitenden Betriebe, also auch Hotellerie und Gastronomie, werden dringend ersucht, ihre gegenwärtige Preispolitik zu überdenken. "Die heimischen Eierproduzenten, die ohnehin schon durch ihre kleinen Betriebsstrukturen benachteiligt sind, könnten weitere Kostensteigerungen bei Futtermitteln ohne faire Preisanpassung nicht mehr lange verkraften", warnt Kirchweger.

Herkunfts-Kennzeichnung soll auch für verarbeitete Eier gelten

Wenn es um die Sicherheit der österreichischen Konsumenten gehe, dann dürfe die schon lange von der ZAG geforderte verpflichtende Kennzeichnung von Lebensmitteln mit Eiern - ähnlich wie bei Frischeiern im Regal - hinsichtlich Herkunft und Haltungsform der Hennen nicht vergessen werden, betont ZAG-Geschäftsführer Michael Wurzer. "Wir möchten auch bei Verarbeitungsprodukten mit Ei zeigen, dass wir in Österreich nach hohen Qualitätskriterien arbeiten, wenn es um den Einsatz hochwertiger Futtermittel, aber ebenso um die verbesserten Haltungsbedingungen für Legehennen geht. Bei Frischeiern im Regal empfiehlt man den Kunden, besonders auf die heimische Herkunft, also die AT-Kennzeichnung am Ei, und auf das AMA Gütesiegel zu achten. Damit sollte die größtmögliche Sicherheit beim Eiereinkauf gegeben sein", unterstreicht Wurzer.
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