• 29.12.2010, 09:32:15
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VKI-Heizkostenvergleich: Starke Preissteigerungen bei Gas und Öl

Holz als billigste Energiequelle mit dem geringsten CO2-Ausstoß

Wien (OTS/VKI) - Die Heizkosten verschlingen - nach der
Wohnungsmiete und der etwaigen Rückzahlung eines Wohnungskredites -
den größten Teil des Haushaltsbudgets. Ein Eigenheimbesitzer muss bei
120 m2 Fläche mit Jahreskosten von rund 2.500 Euro rechnen -
allerdings nur unter der Voraussetzung, dass auch mit einer
neuwertigen Heizungsanlage geheizt wird. Dass die Kosten in den
letzten Jahren nicht geringer wurden, zeigt der Verein für
Konsumenteninformation (VKI) in der Jännerausgabe des Testmagazins
Konsument. So stiegen etwa die Preise für Strom seit 2007 um rund 12
Prozent, für Erdgas um 15 Prozent und für Heizöl gar um 18 Prozent.
Trotz der starken Preissteigerungen hat sich eines aber nicht
verändert: Nach wie vor heizt man mit einer Hackschnitzelheizung am
billigsten. Hierfür sind 1,99 Cent/kWh einzurechnen, während für
Direktheizgeräte, die mit Tagstrom gespeist werden, 18 Cent/kWh
anfallen. Das ergibt über das Jahr gerechnet letztlich eine Differenz
von bis zu ein paar Tausend Euro.

Für Wohnungen kommen aus Platzgründen meist nur Erdgas oder
Fernwärme in Frage. Die im Heizkostenvergleich erhobenen Preise
liegen zwischen rund 7 und 10 Cent/kWh bei Erdgas, bei rund 9 Cent
bei der Fernwärme. Billig kommt auch das Heizen mit Wärmepumpe
(zwischen 3,65 und 4,50 Cent/kWh). "Je billiger der Energieträger
ist, desto mehr ist in der Regel aber an Kosten für die Anlage und
die Installation einzuplanen", informiert VKI-Energieexperte Mirko
Bernhard. "Allerdings kann man die Kosten mit entsprechenden
Förderungen natürlich auch ein wenig abfedern."

Insgesamt am billigsten kommt die Hackschnitzelheizung, die mit
1,99 Cent/kWh zu Buche schlägt. Allerdings fallen auch hier
zusätzliche Kosten für Transport und Lagerung an. Für einen
durchschnittlichen Haushalt ist jedoch eine Pelletsheizung die
bevorzugtere Wahl. Hier liegen die Kosten zwischen immer noch
moderaten 5 bis 6 Cent/kWh. Bernhard: "Holz zählt damit nicht nur zu
den billigsten Energieträgern. Es verursacht auch vergleichsweise
wenig CO2-Emmission. Das zeigt sich insbesondere im Vergleich zu
Kohleheizungen, die in etwa das 26-fache einer Holzheizung
ausstoßen." Auch preislich liegen Kohleheizungen mit Brennstoffkosten
zwischen 9 und 17 Euro im negativen Spitzenfeld.

Heizkosten sparen - und damit zugleich die Umwelt schonen - kann
man allerdings mit jedem Brennstoff, z.B. wenn die Heizung bei
Abwesenheit gedrosselt wird. "Auch eine Absenkung der Raumtemperatur
um nur einen Grad macht sich bezahlt. Hier verringern sich die
Heizkosten um bis zu sechs Prozent. Nicht zuletzt spart man aber mit
einer guten Wärmedämmung", so Bernhard. "Ein perfekt gedämmtes Haus
benötigt statt 220 kWh pro m2 nur mehr 35 kWh - und das heißt
zugleich, dass nur noch ein Sechstel an Heizkosten anfällt."

Details zum Heizkostenvergleich gibt es auf www.konsument.at und
im Jänner-Konsument.

Rückfragehinweis:
Verein für Konsumenteninformation/Testmagazin "Konsument"
Mag. Andrea Morawetz, Öffentlichkeitsarbeit
Tel.: 01/588 77 - 256
mailto:[email protected]
www.konsument.at

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