- 27.12.2010, 09:29:14
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Nachbauakkus für Digitalkameras: Starke Konkurrenz fürs Original
Testmagazin Konsument: Enorme Preisunterschiede bei vergleichbarer Leistung
Wien (OTS/VKI) - Ein Akku für die Digitalkamera ist oft zu wenig.
Wenn man also den Energievorrat ergänzen möchte, stellt sich die
Frage: Soll es ein Originalakku des Kameraherstellers sein oder
erbringt auch ein preiswerterer Nachbauakku gute Dienste? Wie die am
28.12. erscheinende Jänner-Ausgabe des Testmagazins Konsument zeigt,
sind Nachbauakkus in der Regel nicht nur billiger, sondern den
Originalen bis auf wenige Ausnahmen auch an Qualität durchaus
ebenbürtig. Gröbere Schwächen leistete sich im Test nur der Conrad
energy DMW-BCG10E. Die getesteten Nachbauakkus von Hama und Hähnel
erwiesen sich dagegen als konstant stark. Untersucht wurden insgesamt
16 Original- und Nachbauakkus für vier gängige Kameras der größten
Hersteller (Canon, Nikon, Panasonic und Sony). Weiters zeigte sich im
Test, dass die Preisunterschiede teils enorm sind und im Extremfall
bis zum Dreifachen des Preises eines Nachbauakkus reichen. Besonders
groß war der Unterschied zwischen dem getesteten Akku von Canon (86
Euro) und dem billigsten "guten" Nachbau von Ansmann (25 Euro).
"In puncto Preis und Qualität spricht dem Test zufolge generell
nichts gegen Ersatzprodukte. Allerdings haben wir auch festgestellt,
dass zum Zeitpunkt der Erhebung die Preise stark schwankten - sowohl
bei Original- als auch bei Nachbauakkus. Bei einigen Produkten betrug
die Schwankungsbreite mehr als 30 Euro. Hier kann es also leicht
sein, dass ein Nachbauprodukt bei einem Händler auch einmal teurer
ist als das Original bei einem anderen. Ein Preisvergleich z.B. über
Preisvergleichsseiten im Internet lohnt sich daher", informiert
VKI-Experte Peter Gradauer.
Trotz dem mehrheitlich "guten" Abschneiden der getesteten
Nachbauakkus warnt Gradauer vor No-Name-Produkten, die im Internet ab
5 Euro angeboten werden und keinen Hersteller- oder Anbieternamen
aufweisen: "Stichproben haben gezeigt, dass diese nicht einmal halb
so viel Kapazität bieten wie angegeben. Darüber hinaus fehlte der
notwendige Schutz gegen Kurzschluss."
Ärgerlich ist für Gradauer der Akku-Wildwuchs der Anbieter: "Für
jede Produktreihe konstruieren die Kamerahersteller einen eigenen
Akku, was aber weder aus technischen noch aus Platzgründen nötig ist.
Grundsätzlich würden auch zwei markenübergreifende Akku-Typen
ausreichen: ein einzelliger für Kompaktkameras und ein zweizelliger
für Bridge- oder Spiegelreflexkameras. Die Branche scheint jedoch an
derart einfachen Lösungen nicht interessiert zu sein."
Weitere Informationen zum Test gibt es auf www.konsument.at sowie
ab dem 28.12. im Jänner-Konsument.
Rückfragehinweis:
Verein für Konsumenteninformation/Testmagazin "Konsument"
Mag. Andrea Morawetz, Öffentlichkeitsarbeit
Tel.: 01/588 77 - 256
mailto:[email protected]
www.konsument.at
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