- 16.12.2010, 14:02:56
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Transporteure, AK und Gewerkschaft gemeinsam gegen "Schwarze Schafe" im Transportgewerbe
Verwunderung über heutige Aussendung der AK-OÖ - Herzer: "Das ist schlechter Stil"
Wien (OTS/PWK995) - Die österreichischen Transporteure begrüßen
die klaren Aussagen von OÖ-AK-Präsident Johann Kalliauer und Wilhelm
Haberzettl, stellvertretender Vorsitzender der vida, bei ihrer
heutigen Pressekonferenz zum Thema Transportgewerbe, wonach es sich
bei den aufgezeigten Missständen um Praktiken nur einiger weniger
"Schwarzer Schafe" handelt. Ausdrücklich betonten Kalliauer und
Haberzettl das gemeinsame Interesse von Arbeitgebern und
Arbeitnehmern an sauberen und fairen Wettbewerbsverhältnissen. Wie
Kalliauer und Haberzettl hervorhoben, seien beide Seiten daran
interessiert, dass die Problemfälle nicht zum Standard würden und
wegen des starken Konkurrenzdrucks auf Bereiche übergriffen, wo dies
nicht der Fall sei.
In Hinblick auf diese fairen und gerechtfertigten Aussagen seitens
der Arbeitnehmervertreter erstaune es umso mehr, dass die vor Beginn
der Pressekonferenz ausgeschickte OTS-Meldung der Arbeiterkammer
Oberösterreich eine ganz andere, die Arbeitgeber generell
diffamierende Sprache spricht, betont Wolfgang Herzer, Obmann des
Fachverbandes Güterbeförderung in der Wirtschaftskammer Österreich
(WKÖ). In der AK-Aussendung ist die Rede von "systematischem
Lohndumping in der Transportbranche" und einem "langen
Sündenregister" der "Problembranche" - ohne anzumerken, dass die
überwiegende Mehrzahl der Transportnehmer Wert auf faire Verhältnisse
legt. Herzer: "Man hat den Eindruck, der Autor dieser Meldung wollte
nicht wirklich auf die Pressekonferenz eingehen, sondern nur alte
Ressentiments bedienen".
"Wir weisen solche pauschalen Diffamierungen mit Nachdruck zurück.
Es wundert uns, dass vorweg Aussendungen hinausgehen, die den
tatsächlichen Verlauf und den Zweck der Veranstaltung - dem
gemeinsamen sozialpartnerschaftlichen Kampf gegen Schwarze Schafe -
nicht zum Ausdruck bringen und sich in generellen Vorwürfen
verlieren", erklärt Herzer. Die Aussendung der AK OÖ sei
unprofessionell und widerspreche genau dem fairen Verhalten, das von
Präsident Kalliauer eingefordert wird. "In unseren
sozialpartnerschaftlichen Kooperationen und Gesprächen mit der
Gewerkschaft vida geht es nie um billige Schlagzeilen, sondern um
Sachlösungen. Pauschale Verunglimpfungen wie der der AK OÖ sind
hingegen schlechter Stil."
"Wir sprechen für die österreichischen Transporteure mit einem
Standort in Österreich, mit in Österreich gemeldeten Arbeitnehmern,
die auch in Österreich Steuer zahlen", so Herzer. "Wir freuen uns,
dass unsere Kollegen aus der Sozialpartnerschaft das genauso sehen."
Wie der Obmann festhält, passe es nicht in die Vorstellung
ordentlicher Unternehmer, Illegalität zu Geschäftsgrundlage zu
machen. "Wir haben immer schon gesagt, dass uns Kontrollen wichtig
sind." Diese Kontrollen - ob auf der Straße oder im Betrieb - sollten
aber mit Augenmaß durchgeführt werden. Relevant sollte der
Gesamteindruck eines Betriebes sein. "Wenn ein Betrieb insgesamt als
für in Ordnung befunden wird, dann sollen auch kleine Lenkzeit- oder
Pausenverfehlungen keine Rolle spielen dürfen." Kontrollen sollen
präventiv wirken und nicht als "Abkassiermechanismus" für die
öffentliche Hand gesehen werden. (PM)
Rückfragehinweis:
Wirtschaftskammer Österreich, Fachverband Güterbeförderungsgewerbe
Mag. Rudolf Christian Bauer
Tel.: Tel.: (++43) 9616363-57
mailto:[email protected]
www.dietransporteure.at
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