• 16.12.2010, 13:23:41
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Bundeskanzler Werner Faymann besucht Neue Mittelschule Kandlgasse

Wien (OTS) - Bundeskanzler Faymann stattete heute Vormittag der
Neuen Mittelschule Kandlgasse im 7. Wiener Gemeindebezirk einen
Besuch ab. Begleitet wurde er dabei von Susanne Brandsteidl, der
amtsführenden Präsidentin des Stadtschulrats für Wien,
Landesschulinspektorin Margit Auer und Kurt Nekula, dem Leiter für
das Allgemeinbildende Schulwesen im BMUKK.

Der Kanzler besuchte eine 1.Klasse mitlebendiger Individualisierung,
die Kinder scharten sich um den Kanzler und sammelten Autogramme.

In einer Gesprächsrunde mit ausgewählten Lehrern und Schülern war die
Arbeitsplatzsituation der Lehrer bei diesen Thema Nr. 1. Die
Arbeitsplätze an der Schule seien kaum vorhanden, die Ressourcen
wären an allen Ecken und Enden zu knapp - so die einhellige Meinung .
Deshalb käme auch eine ganztägige Form der Neuen Mittelschule nur in
Frage, wenn die Rahmenbedingungen verbessert würden.

Auf die Frage des Bundeskanzlers, welche Wünsche Lehrer und Schüler
an die Politik hätten, gaben die Lehrer an, dass mehr Geld in die
Schulen fließen und das politische Hickhack aufhören müsse, damit
endlich eine umfassende Schulreform umgesetzt werden könne. Außerdem
sollten die Lehrer mehr in Diskussionen einbezogen werden, so der
ausdrückliche Wunsch.

Die Schülerinnen und Schüler sprachen ebenfalls einen wesentlichen
Punkt an: Sie wünschten sich eine einheitliche Unterrichtsmethode -
manche Lehrer hätten gute Methoden, aber eben nicht alle. Jeder
Lehrer sollte gleich unterrichten können. "Lehrer sollten lehren
lernen", so der Schulsprecher.

"Es war mir wichtig, mir selbst ein Bild von der Neuen Mittelschule
zu machen, um die Frage, ob es gerechtferigt ist, diese Schulform zu
fördern, beantworten zu können. Nach diesen Gesprächen kann ich die
Frage zu 100% mit ja beantworten. Ich werde mich dafür einsetzen,
dass die 10% Grenze abgeschafft wird und dass noch mehr Geld für
Bildung bereitgestellt wird." Auf die Frage nach dem wie, verwies
Bundeskanzler Faymann einmal mehr auf vermögensbezogene Steuern.
"Ein völlig falscher Weg wären die Eliteschulen nur für Reiche, die
die soziale Kluft nach und nach nur noch vergrößern würde. Alle
Kinder haben das Recht auf gleiche Chancen! "

"Die die Förderung und Untersützung, die die Kinder und Jugendlichen
hier erfahren ist großartig", so Faymann abschließend. "Die Übungen
werden an das individuelle Leistungsniveau der Jugendlichen angepasst
niemand wird unterfordert, niemand wird überfordert. Die Freude am
Lernen war hier wirklich zu spüren!"

Bilder von dieser Veranstaltung sind über das
Fotoservice des Bundespressedienstes,
http://fotoservice.bundeskanzleramt.at kostenfrei abrufbar.

Rückfragehinweis:
Pressesprecherin des Bundeskanzlers
Mag. Angelika Feigl
Tel.: (01) 531 15 - 2758, 0664/842 80 80

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