• 07.12.2010, 11:40:17
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Graz weltweite "Biomasse-Hauptstadt"

Biomasse-Fachwelt trifft sich vom 26. bis 29. Jänner 2011 bei der Mitteleuropäischen Biomassekonferenz in Graz

Graz (OTS) - "Biomasse ist und bleibt auch in Zukunft das
Fundament der erneuerbaren Energieversorgung. Sie ist der einzige
erneuerbare Energieträger aus dem Wärme, Strom und Treibstoffe
erzeugt werden können - und das zu jeder Tageszeit und bei jeder
Witterung", betont Horst Jauschnegg, Vorsitzender des
Österreichischen Biomasse-Verbandes und des Organisationskomitees für
die Mitteleuropäische Biomassekonferenz 2011, die von 26. bis 29.
Jänner 2011 in Graz stattfindet.

Erstmals in der Geschichte der EU wurden für jedes Mitgliedsland
verbindliche Mindestziele für den Ausbau erneuerbarer Energien
festgelegt. Erste Auswertungen der von den EU-Ländern vorgelegten
Aktionspläne zur Erreichung dieser Ziele zeigen, dass 2020 zehn
Prozent des Energieverbrauchs der EU allein durch Biomasse gedeckt
werden sollen. Damit wird die Biomasse mit einem Anteil von 50
Prozent zur wichtigsten erneuerbaren Energiequelle der EU. Auch beim
weiteren Ausbau in den nächsten Jahren wird der Bioenergiesektor mehr
als die Hälfte der zusätzlich erforderlichen erneuerbaren Energie
bereitstellen.

"Der Wald wird weiter unangefochten die Hauptquelle für Biomasse
in der EU bleiben. Die Energieproduktion auf Äckern und Wiesen
gewinnt aber an Bedeutung. Viele Mitgliedsstaaten wollen verstärkt
auf agrarische Rohstoffe zurückgreifen", erklärt Jauschnegg. Anlass
genug, um dem Thema Kurzumtriebshölzer und neue agrarische Rohstoffe
einen eigenen Konferenztag zu widmen, bei dem neben den neuesten
Anbaumethoden auch die Ernte- und Logistikkosten sowie neueste
Erkenntnisse zur Verfeuerung dieser Brennstoffe beleuchtet werden.

Klimawandel und sichere Energieversorgung

Im Eröffnungsreferat der Konferenz wird sich Umweltminister Niki
Berlakovich mit der Frage beschäftigen, ob die Erneuerbaren nun
endgültig vor dem Durchbruch stehen. Adam Brown von der
Internationalen Energieagentur (IEA) in Paris wird die
Wechselwirkungen zwischen den internationalen Öl- und Gasmärkten und
den Erneuerbaren beleuchten. Andre Faaij von der Universität Utrecht,
Niederlande, wird sich ausführlich dem boomenden internationalen
Biomassehandel widmen. Schließlich wird Georg Kaser, Klimaexperte der
Universität Innsbruck und Mitautor des IPCC-Berichts, aufzeigen, wie
es um die Klimaerwärmung nun tatsächlich bestellt ist und wo die
zentralen Stellschrauben zu dessen Eindämmung liegen.

Politische Strategien zur Entwicklung der Bioenergie in der EU

Die zweite Plenumsveranstaltung der Konferenz wird sich mit den
Schwerpunkten "Nationale Aktionspläne für erneuerbare Energien" und
"Zukunftsperspektiven für erneuerbare Energien" auseinandersetzen.
Fanny Langue aus der Generaldirektion Energie der EU-Kommission wird
die Positionen und Ziele der Kommission darlegen und Gustav Melin,
nach Heinz Kopetz der nunmehrige Präsident des Europäischen
Biomasse-Verbandes, wird auf die Rolle der Bioenergie in den
Nationalen Aktionsplänen eingehen. Dirk Ahner, Leiter der
Generaldirektion Regionalpolitik der EU-Kommission, hat die
Kohäsions- und Strukturfonds als treibende Kraft für eine erneuerbare
dezentrale Energieversorgung zum Thema.

Geballte Bioenergie-Kompetenz

Die Konferenz wird mit über 100 Fachreferaten und Top-Vortragenden
aus 16 Nationen einen aktuellen und breiten Überblick über die
politischen, wirtschaftlichen und technologischen Entwicklungen auf
dem gesamten Gebiet der energetischen Biomassenutzung (Wärme, Strom
und Treibstoffe) geben.

Weitere Schwerpunkte der Konferenz sind:

- Rohstoffverfügbarkeit und -bereitstellung
- Umwandlungstechnologien für Wärme, Strom und Treibstoffe
- industrielle Anwendungen und Finanzierung von Bioenergieprojekten
- Umweltauswirkungen und Marktentwicklungen
- politische Entwicklungen und Handlungserfordernisse
- Torrifikation von Biomasse
- Feinstaub-Emissionen

"Häuslbauer"-Messe inklusive

Die Anmeldung für die Mitteleuropäische Biomassekonferenz 2011 -
Central European Biomass Conference 2011 wurde bereits eröffnet, ein
entsprechendes Online-Formular steht auf der Homepage zur Verfügung:
http://www.biomasseverband.at/biomasse?cid=41085. Der Kongress wird
im Messe Center Graz parallel zur "Häuslbauer"-Messe stattfinden. Die
Konferenzsprachen sind Deutsch und Englisch mit Simultanübersetzung.

Programm, Tagungsbeiträge, organisatorische Hinweise,
Online-Anmeldung und alle weiteren Details (deutsch und englisch)
auf: http://www.biomasseverband.at/biomasse?cid=41341

Rückfragehinweis:

DI Christoph Pfemeter
   Österreichischer Biomasse-Verband
   Franz Josefs-Kai 13, A-1010 Wien
   Tel: +43-1-533 07 97-32
   Fax: +43-1-533 07 97-90
   E-Mail: [email protected]

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