• 07.12.2010, 11:08:48
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LH Dörfler: PISA "Nicht genügend" ist klarer bildungspolitischer Auftrag

Dringende Reformen notwendig - zuerst Inhalte, dann Strukturen diskutieren

Klagenfurt (OTS/LPD) - Die vorliegende PISA-Studie ist eine
weitere Mahnung, dass das derzeitige Schulsystem in Österreich nicht
geeignet ist, um erfolgreiche bildungspolitische Ziele zu erreichen.
"Dies ist mehr als bedenklich und ein rasches und konstruktives
Handeln aller Beteiligten ist dringend notwendig", fordert der
Kärntner Landeshauptmann Gerhard Dörfler: "Dieses PISA ?Nicht
Genügend? ist ein klarer Auftrag an die Bildungspolitik". Für das
kommende Frühjahr wäre ein Bildungskonvent, bei dem ein inhaltlicher
Schulterschluss zwischen der Bundesregierung, den Ländern und
Bildungsvertretern das Gebot der Stunde wäre.

Nur über wesentliche Reformen werde es gelingen, dieses
Bildungsdesaster wieder zu bereinigen. Man müsse zuerst über Inhalte,
dann über Strukturen und Kompetenzen diskutieren, so Dörfler. Kärnten
habe bereits zahlreiche Vorschläge dazu geliefert. Mit einer Änderung
des Lehrerdienstrechtes soll erreicht werden, dass Lehrer flexibler
eingesetzt werden können und so beispielsweise die
Nachmittagsbetreuung optimiert wird. Österreich hat auch mit den
vielen Schultypen de facto das schlechteste Schulsystem. "Eine
Änderung auf eine gemeinsame Schule von 6 bis 15 Jahren wäre hier der
einzig richtige und zukunftsweisende Weg", so Dörfler.

Eine wesentliche Änderung sollte auch die Etablierung der
Ganztagesschule bzw. Nachmittagsbetreuung betreffen.
"Familienstrukturen haben sich geändert, ich sehe daher die Zukunft
in der Ganztagesschule bzw. in ganztägigen Angeboten und in einer
gemeinsamen Schule", sagte Dörfler. Um das Schulwesen in Österreich
zu modernisieren, wird es darüber hinaus wichtig sein, die neue
Lehrerausbildung und die Reform der Schulverwaltung voranzutreiben.

Der Negativtrend dieser Studie belegt eindeutig, dass das Thema
Bildung außer Streit gestellt werden muss und keinesfalls
parteipolitisch motiviert sein darf. "Nur mit einer gemeinsamen
Kraftanstrengung wird es uns gelingen, Österreich wieder auf den
richtigen Weg zu bringen", betont der Landeshauptmann. "Wer dieses
Thema nicht ernst nimmt, verspielt die Zukunft unseres Landes",
unterstrich Dörfler. (Schluss)

Rückfragehinweis:
Kärntner Landesregierung, Landespressedienst
Tel.: 05- 0536-22 852
http://www.ktn.gv.at

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