GPA-djp-Stein: Einsparungen bei außeruniversitärer Forschung sind kontraproduktiv und kurzsichtig

ForscherInnen und BetriebsrätInnen machen bei Protestaktion auf drohenden Kahlschlag aufmerksam

Wien (OTS/GPA-djp) - "Die vom Wissenschaftsministerium geplanten Kürzungen im Bereich der außeruniversitären Forschung sind kontraproduktiv und kurzsichtig. Wenn von der Politik immer wieder die Herausforderungen der Wissensgesellschaft in den Raum gestellt werden, so ist zu fragen, wie wir diese hohen Ansprüche angesichts der derzeitigen Wissenschaftspolitik jemals erreichen wollen", erklärt die Bundesgeschäftsführerin der Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier (GP-djp), Dwora Stein im Rahmen einer Protestkundgebung von ForscherInnen und BetriebsrätInnen der außeruniversitären Forschungseinrichtungen am Wiener Minoritenplatz. Symbolisch für den "Kahlschlag" wurden Bäume aus Sperrholz mit der Motorsäge gefällt.++++

"Was diese Politik damit zunächst einmal erreicht, ist persönliche Betroffenheit von Forscherinnen und Fortschern, ist eine weitere Zunahme von Prekarisierung in diesen Arbeitsbereichen. Dieser Tendenz der systematischen Verschlechterung von Arbeits- und Lebensbedingungen stellen wir uns als Gewerkschaft vehement entgegen. Die Kürzungen haben auch gesamtgesellschaftliche Dimension. Gerade in diesem Forschungsbereich steht die Verbesserung der Arbeits- und Lebensbedingungen der Menschen im Vordergrund. Auch wenn die Ergebnisse dieser Forschung für die Politik nicht immer angenehm oder bequem sind, es wäre sehr kurzsichtig und klein kariert, auf die Erkenntnisse dieser Forschungsarbeiten einfach zu verzichten. Es ist auch ein Hohn, diese Kürzungen als Strukturbereinigung zu bezeichnen und ich fordere die zuständige Ministerin Karl auf, vom eingeschlagenen Weg abzugehen. Die Forschungseinrichtungen brauchen keine Kürzungen sondern ein Ausbau der Subventionen, sie brauchen Planungssicherheit und akzeptable Arbeitsbedingungen", so Stein.

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