- 30.11.2010, 19:05:29
- /
- OTS0300 OTW0300
Neues Volksblatt: "Das Gesamte" (von Markus Ebert)
Ausgabe vom 1. Dezember 2010
Linz (OTS) - Da wird sich die Opposition über das gestern von
Finanzminister Josef Pröll vorgelegte Budget noch so ereifern können,
Maßstab für die Qualität des Voranschlages ist das sicher keiner. So
wie jedes Budget ist es programmatisches Zahlenwerk, dessen Wert sich
am Ende im Vollzug zeigt - aber wer will schon so lange warten, außer
dem Finanzminister, der gestern am Ende seiner Budgetrede meinte:
"Die wahre Bewertung dieses Budgets wird erst in den nächsten Jahren
möglich sein".
Pröll hat einige Zahlen genannt, die durchaus zu Optimismus
berechtigen. So ist Österreich im dritten Quartal mit 0,9 Prozent
doppelt so stark gewachsen wie die EU im Schnitt; die
Arbeitslosigkeit in der Euro-Zone beträgt 10,1 Prozent, in Österreich
4,5 Prozent.
Alles keine schlechten Aussichten, aber nicht die ganze Miete. Das
Pensionssystem in seiner derzeitigen Form beispielsweise frisst bis
2014 genau das an Bundeszuschuss auf, was man sich an Zinsen dank
Sparpaket erspart: vier Milliarden Euro. Diese und andere
Kostentreiber in den Griff zu bekommen, muss erklärtes Ziel dieser
Koalition bleiben. "Das Gesamte im Auge zu behalten" - so hat Pröll
seine und die Verantwortung der Regierung gestern schließlich auch
definiert.
Rückfragehinweis:
Neues Volksblatt, Chefredaktion
Tel.: 0732/7606 DW 782
mailto:[email protected]
http://www.volksblatt.at
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | NVB






