• 22.11.2010, 10:00:51
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"Genetik und Kunst - eine Symbiose"

Universität für Angewandte Kunst Wien und IMBA - Institut für Molekulare Biotechnologie realisieren ein gemeinsames Projekt

Wien (OTS) - Im Rahmen eines Wettbewerbs entwarfen junge
Kunststudenten der Angewandten, darunter auch einige der
Meisterklasse Erwin Wurm, insgesamt achtzehn Projekte. Sie ließen
sich dabei von wissenschaftlichen Themen inspirieren und
verarbeiteten Eindrücke, die sie in Gesprächen mit Forschern des
Instituts für Molekulare Biotechnologie gewonnen hatten. Vier dieser
Projekte wurden nun am IMBA realisiert.

Der Wettbewerb wurde gemeinsam von IMBA und der Angewandten
organisiert. Ziel des Projekts war, das Zusammenspiel von
Wissenschaft und Kunst zu fördern. In der Jury saß auch der
international renommierte österreichische Künstler Erwin Wurm:
"Wissenschaft kann als Inspirationsquelle dienen. Mir geht es darum,
auf beiden Seiten Wahrnehmungsfelder zu erweitern und
Erkenntnisinteresse zu fördern."

Die Kunstwerke entstanden als direkte Reaktion auf die Eindrücke,
die das Thema Genetik und das Institut IMBA mit seinen Forschern auf
die Künstler hinterlassen hatten. Ein ausgiebiger Besuch am IMBA
gewährte den Studenten erste Einblicke in die Arbeit an einem
Forschungsinstitut. In persönlichen Gesprächen mit den
Wissenschaftlern konnten einzelne Themen noch vertieft und fruchtbare
Diskussionen geführt werden.

Einer der beiden Initiatoren des Projekts war der Rektor der
Universität für Angewandte Kunst Wien, Gerald Bast: "Es ist mir ein
Anliegen, Wissenschaft und Kunst einander näher zu bringen. Daher
freue ich mich, dass nun private Sponsoren gefunden werden konnten,
um einige Kunstwerke umzusetzen." Roman Pfeffer, Leiter der Klasse
für Transdisziplinäre Kunst an der Angewandten und Projektbetreuer
des Wettbewerbs, ergänzt: "Nur durch die Verwirklichung der Projekte
haben diese Werke Öffentlichkeit. Bleibt es bei den Entwürfen, ist es
bloß Kunst für das Archiv."

Bei den vier realisierten Kunstwerken handelt es sich um eine
zwölf Meter hohe Installation, drei riesige Mandalas mit Pflanzen-
und Tiermotiven, aus gefundenen Organismen entwickelte Vektorgrafiken
und um einen provokanten Schriftzug, der im Wintergarten des IMBA zu
lesen ist. Durch die Umsetzung direkt im Forschungsgebäude ist Kunst
für die Mitarbeiter des IMBA ein Teil ihrer täglichen Arbeitsumgebung
geworden. Die Wissenschaftler sehen die neuen Werke als Anregung und
Diskussionsanstoß. Josef Penninger, Direktor des IMBA, zweiter
Initiator und engagierter Unterstützer des Projekts: "Auch wir
Forscher beschäftigen uns intensiv mit der Suche nach dem Sinn
unserer Erkenntnisse und versuchen, den Wahrheitsanspruch kritisch zu
hinterfragen. Insofern finde ich es wichtig, Kunst in ein Institut
wie dieses zu bringen. Ich möchte, dass die Leute gelegentlich
stehenbleiben und nachdenken: "Was ist eigentlich das Ziel unseres
Tuns?"

Gerade in der Grundlagenforschung, so wie auch in der Kunst, ist
der Weg zur Erkenntnis nicht geradlinig und das Ziel kann oft nicht
unmittelbar erreicht werden. Josef Penninger sieht daher in den
beiden Disziplinen Genetik und Kunst eine Symbiose: "Gute
Wissenschaft ist wie gute Kunst. Es geht darum, überraschende Fragen
aufzuwerfen, Zusammenhänge zu erkennen, die über das Offensichtliche
hinausgehen, und vollkommen neue Ideen zu entwickeln."

Kunstwerke & Künstler:

Kay Walkowiak
please leave quietly, 2010
Mixed Media Installation

Leander Schönweger
Mandalas, 2008/10
Diasec

Ian Deschka
The unexpected result of an euphoric relationship, 2008/10
36 Vektorgrafiken

Lukas Troberg
WHAT IF GOD WAS WRONG, 2008/10

FOTOS und detailliertere Informationen zu den Kunstwerken finden Sie
auf der IMBA Webseite:
http://www.imba.oeaw.ac.at/index.php?id=4081&L=3281&L=3281

Rückfragehinweis:
IMBA - Institut für Molekulare Biotechnologie
Mag. Evelyn Missbach, Kommunikation
Dr. Bohr Gasse 3, 1030 Wien
Tel. +43 1 797 30 - 3626
mailto:[email protected]

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