- 17.11.2010, 15:40:48
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Rasinger: Müssen versuchen, möglichst viele Personen im Pflegebereich zu halten
ÖVP-Gesundheitssprecher: Lehrberuf für Pflege und Personal löst im Spitalsbereich keine Probleme
Wien (OTS/ÖVP-PK) - Mit einem Lehrberuf für Pflege und Betreuung
werden die herrschenden Probleme nicht gelöst. Das sagte heute,
Mittwoch, ÖVP-Gesundheitssprecher Abg. Dr. Erwin Rasinger in der
Debatte über einen Lehrberuf für Pflege und Betreuung. Die Forderung
des BZÖ, einen neuen Pflegeberuf als Lücke zwischen Pflegehelfer und
gehobenem medizinischen Personal zu schaffen, erzeuge nur neue
Bürokratie und Abgrenzungsprobleme. Die Abgrenzung sei schon
verwirrend genug - wozu dann noch einen Beruf dazwischen
hineinzwängen?
Wenn das BZÖ von Pflegemangel spreche, dann sei die Frage zu stellen:
"Warum bleiben so viele Pflegepersonen so kurz in ihrem Job?
Sicherlich nicht, weil Lehrlinge nachstreben, sondern weil eine hohe
Burnout-Gefahr besteht", so Rasinger. Häufig seien die Pflegekräfte
auch falsch eingesetzt und die Dokumentationsbürokratie gewaltig und
oft überflüssig. Hier seien Maßnahmen zu setzen und der
Gesundheitsminister gefordert.
Bei 2,4 Millionen Spitalsaufenthalten pro Jahr müsse klar sein, dass
man es im Krankenhaus mit hochkomplexen Anforderungen zu tun habe.
Hier einen neuen Beruf zu schaffen, ohne zu wissen, was dessen
Berufsbild ist, sei die falsche Antwort. Die Frage müsse vielmehr
lauten: "Was braucht der Patient? Dieser braucht gut ausgebildete
Pflegekräfte und Ärzte, wobei Erfahrung ein großer Vorteil ist.
Deshalb muss man danach trachten, dass nicht so viele Pflegekräfte
vorzeitig aus dem Beruf scheiden. Schließlich wird damit viel Wissen
und menschliche Erfahrung vernichtet", so der Abgeordnete. Seiner
Erfahrung nach sei es optimal, wenn der Patient von der nächst
jüngeren Generation betreut werde, also beispielsweise ein 70jähriger
Patient durch einen etwa 40- bis 50-Jährigen, weil hier das
Verständnis füreinander größer sei. Deshalb sollte man versuchen,
möglichst viele Personen im Pflegebereich über 40 Jahre im Beruf
halten zu können, schloss Rasinger.
(Schluss)
Rückfragehinweis:
Pressestelle des ÖVP-Parlamentsklubs
Tel.: 01/40110/4436
http://www.oevpklub.at
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