- 17.11.2010, 12:05:19
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Energieinvestitionen: EU-Kommission drückt sich um konkrete Finanzierungsvorschläge
Hannes Swoboda will Wind- und Sonnenenergie sowie Wasserkraft forcieren
Wien (OTS/SK) - Die neuen Vorschläge der EU-Kommission zur
Energieinfrastruktur belegen deutlich die Notwendigkeit vermehrter
Investitionen in die Energieinfrastruktur. "Dabei bedarf es auch bei
vermehrter dezentraler Energieerzeugung eines starken und
übergeordneten Netzes, insbesondere auch eines Stromnetzes. Der Wind
aus dem Norden und die Sonne aus dem Süden müssen genauso eingespeist
werden wie die Wasserkraft", sagt der SPÖ-Europaabgeordnete Hannes
Swoboda, Mitglied im Energieausschuss. Er erklärte am Mittwoch
gegenüber dem SPÖ-Pressedienst: "Was wir brauchen, ist ein
übergeordneter 'Smart Grid' und dezentral aufgestellte 'Smart
Meters', die es den Haushalten ermöglichen, Energie zu sparen." ****
Swoboda erläutert: "Um zu einem solchen System zu kommen, braucht es
enorme Investitionen, sowohl aus den nationalen Budgets als auch aus
dem EU-Haushalt. Dabei sind die Vorschläge der Kommission zur
Beschleunigung der Verfahren ernsthaft zu prüfen." Allerdings dürfen
die Grundrechte der Bürger auf ausreichende Information und auf
Berücksichtigung der Umweltbelange nicht verletzt werden.
Es bleibe aber auch nach den Kommissionsvorschlägen völlig unklar,
wie das dafür notwendige Geld aufgebracht werden kann. "Wenn Europa
nicht gegenüber anderen Regionen ins Hintertreffen geraten soll, dann
muss sich die EU rasch entscheiden, wie sie die entsprechenden Mittel
aufbringen will", so Swoboda. Die ungarische Regierung will diese
Frage während ihrer EU-Präsidentschaft klären, allerdings gebe es
auch von ihrer Seite noch keine konkreten Vorschläge. Und die
Schwierigkeiten bei der gegenwärtigen Budgetsituation lassen
Schlimmes befürchten. Aber angesichts der zweifachen Notwendigkeit
der ökologischen Umstrukturierung und der Schaffung neuer,
nachhaltiger Arbeitsplätze sei eine gut geplante Investitionswelle in
die Energienetze unbedingt nötig. "In diesem Zusammenhang wäre es
aber auch notwendig, eine echte Energiegemeinschaft innerhalb der EU
zu schaffen, die die nationalen Anstrengungen bündeln und zu einer
gemeinsamen europäischen Energiepolitik gestalten würde", so Swoboda.
(Schluss) bj/mp
Rückfragehinweis: Mag. Markus Wolschlager, SPÖ-Delegation im
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