• 17.11.2010, 12:01:52
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Oesterreichs Energie begrüßt EU-Infrastrukturpaket

Rückenwind für rascheren Ausbau einer zukunftssicheren Strom-Infrastruktur

Wien (OTS) - Das von Energiekommissar Günther Oettinger
präsentierte EU-Infrastrukturpaket, das die Prioritäten im
Energiesektor bis 2020 zum Thema hat, wird von Oesterreichs Energie,
der Interessenvertretung der österreichischen E-Wirtschaft, als
wichtige und längst fällige Grundlage einer europäischen
Energiepolitik begrüßt. "Das Paket ist eine Voraussetzung für den
Aufbau einer nachhaltigen und zukunftssicheren Strom-Infrastruktur
auf Basis einer über die Nationalstaaten hinausgehenden
Zusammenarbeit", erklärte Barbara Schmidt, Generalsekretärin von
Oesterreichs Energie.

Die derzeit wohl bedeutendste Kommissionsinitiative im Energiebereich
soll die Energieinfrastrukturprioritäten für den Zeitraum von 2020
bis 2030 festlegen. "Entscheidend ist dabei, dass diese
Infrastrukturen auch die Katalysatoren zur Erreichung der Klimaziele
sein werden", so Schmidt. Es gehe dabei auch um die Integration
großer Mengen zusätzlich zur Verfügung stehenden nachhaltig
produzierten Stromes vor allem aus Offshore-Windparks in der Nord-
und Ostsee sowie effizientere und transparentere
Genehmigungsprozesse. Schmidt: "Die Erfahrungen in Österreich, aber
auch in anderen Staaten Europas haben gezeigt, dass neue Lösungen für
die Realisierung der anstehenden Großprojekte erforderlich sind."
Positiv zu sehen sei dabei die von der EU geplante Konzentration und
Beschleunigung von Verfahren sowie die Förderung von
Strom-Infrastrukturprojekten. Insgesamt müssen in Europa laut
Berechungen der EU-Kommission bis 2020 über 1000 Milliarden Euro in
die Strom-Infrastruktur investiert werden. Die für Österreich
vorrangigen Investitionen von 15 Milliarden Euro bis 2020 sind im
Energiepaket in Rot Weiß Rot der E-Wirtschaft zusammengefasst.

Energiepolitik wird zentrales Thema der EU

Mit der neuen Initiative rückt die Energiepolitik in der EU erneut in
den Vordergrund: Das Infrastrukturpaket soll Anfang Dezember im
EU-Energieministerrat präsentiert werden. Am 4. Februar wird sich ein
Energiegipfel der Staats- und Regierungschefs mit diesen Fragen
befassen. Noch 2011 sollen dann entsprechende legislative Akte
folgen.

Wichtige Zukunftsprojekte der E-Wirtschaft im Fokus

Die Prioritäten des EU-Infrastrukturpakets decken sich über weite
Stecken mit den wichtigen Zukunftsprojekten von Österreichs
E-Wirtschaft. Dazu gehören der Aufbau von smarten Infrastrukturen,
die Entwicklung europäischer Supergrids und die Betonung der
Bedeutung von Speichertechnologien. "Energiekommissar Günther
Oettinger hat dies auch in seiner Pressekonferenz deutlich gemacht,
indem er Österreich als wichtigen Partner im Bereich der
Speichertechnologien bezeichnete", so Schmidt. "Wir erwarten uns
durch die entsprechende EU-Gesetzgebung im Rahmen eines schlüssigen
Gesamtkonzepts, das in nationales Recht umzusetzen sein wird, eine
höhere Akzeptanz für diese Vorhaben, auch in Österreich", ergänzte
Schmidt.

Rückfragehinweis:

Oesterreichs Energie
   Ernst Brandstetter
   Pressesprecher
   Tel.: 0043 1 50198 - 260
   mailto:[email protected]
   www.oesterreichsenergie.at

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