• 12.11.2010, 11:41:51
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Lukas Mandl: "Die Schwungmasse für die Schulreform wird immer schneller!"

"Wenn wir arbeits- und wirtschaftspolitische Fragen sozialpartnerschaftlich diskutieren, müssen schulpolitische Fragen schulpartnerschaftlich diskutiert werden", so Mandl.

Wien (OTS) - Am Donnerstagabend absolvierte der Generalsekretär
des Arbeitnehmerinnen- und Arbeitnehmerbundes ÖAAB in der ÖVP, LAbg.
Mag. Lukas Mandl, in Dornbirn den Vorarlberger Tour-Stopp seiner
"Bildungsdialogtour". Wie in allen Ländern diskutierte Mandl mit
Vertreterinnen und Vertretern der Schulpartner - der Schülerseite,
der Lehrerseite und der Elternseite. "Durch die gemeinsame Arbeit des
ÖAAB und der Schulpartner wird die Schwungmasse für die Schulreform
immer größer. Dem wird sich auf Dauer auch die Unterrichtsministerin
nicht entziehen können", so Mandl.

Rund 60 Spitzenrepräsentantinnen und -repräsentanten waren der
Einladung gefolgt. Volkshochschul-Direktor Mag. Wolfgang Türtscher
moderierte die Diskussion. Klubobmann LAbg. Mag. Rainer Gögele,
Landesobmann des Vorarlberger ÖAAB, zeigte sich in seinen
Begrüßungsworten überzeugt, dass der ÖAAB auch auf Bundesebene
zukunftsweisende und deutliche bildungspolitische Akzente setze. Auch
Landesrätin Dipl.-Vw. Andrea Kaufmann und Nationalratsabgeordnete
Anna Franz nahmen an der Diskussionsveranstaltung teil.

Mandl präsentierte die Eckpunkte des umfassenden Bildungskonzepts,
das der ÖAAB im Frühjahr der Öffentlichkeit vorgestellt hatte:
"Sprachkompetenz, soziale Kompetenz, mehr Schulpsychologinnen und
-psychologen sowie Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter,
Verbesserungen in der Ausbildung der Lehrerinnen und Lehrer, keine
endgültige Entscheidung über die Bildungslaufbahn vor dem 14.
Lebensjahr, pädagogisch wertvolle Nachmittagsangebote, Zusammenarbeit
mit Eltern und Zivilgesellschaft sowie ein Schulausbauprogramm"
stehen auf der Agenda des ÖAAB.

Für Dir. Mag. Helmut Abl, Vorsitzender der ÖAAB-Lehrer Vorarlbergs,
geht es in der Schule um nichts Geringeres, als "jungen Leuten das zu
ermöglichen, was man als Glück definiert". Ein wichtiger Faktor sei
"Zeit - es muss möglichst viel davon möglichst früh für jedes Kind da
sein", so Abl, der ein ausdrückliches "Ja zu Leistung" ausspricht.
Diese sei ein wichtiges Element der Identitätsstiftung. Die
Schulpolitik sei eine "Baustelle", aber das sei auch positiv, denn
"es wird gebaut", so Abl. Am Schluss dürfe es aber "nicht um
Systemfragen gehen, sondern um Fragen der Wirksamkeit".

Mag. Robert Lorenz, Landesvorsitzender der AHS-Gruppe der Fraktion
Christlicher Gewerkschafter FCG, widmete sich in seinen Ausführungen
besonders der Motivation der Lehrerinnen und Lehrer. Lorenz machte
klar: "Wertschätzung schafft Wertschöpfung!" Er betonte auch, dass in
der öffentlichen Debatte "nicht verkürzt von Kosten für das
Schulsystem die Rede sein darf. Geld, das in die Schulen gesteckt
wird, ist gut investiertes Geld. Es geht um Investitionen!" Insgesamt
gehe es aus Lehrersicht um Qualitätssicherung und Ausweitung der
Schulqualität.

Aus Sicht von Monika Hillbrand, Vorsitzende des Landesverbandes der
Elternvereine an Pflichtschulen, "braucht es ein Gesamtkonzept" für
die Schulreform. Alle in der Politik müssten "begreifen, dass es
nicht um parteipolitische Gegensätze geht, sondern um die Zukunft der
Kinder". Dass es die Neue Mittelschule nicht flächendeckend gebe und
nur als Schulversuch geführt werde, führe zu einem "Hickhack unter
Eltern". Auf die Verantwortung der Eltern für das Fortkommen der
Kinder angesprochen wies Hillbrand unter anderem auf die Angebote der
Elternschulen hin.

Daniel Bless, Landesobmann der Vorarlberger Schülerunion, erklärte,
dass es an Vorarlberger Schulen "Social Networkers" gebe, dass aber
auch der vom ÖAAB vorgeschlagene vermehrte Einsatz von Kräften der
Schulpsychologie und der Schulsozialarbeit wichtig sei. Bildung
beginne im Kindergarten, Schule sei aber kein Ersatz für ein
Elternhaus, betonte der Schülervertreter. Bless erwähnte auch die
Wichtigkeit von Feedback seitens der Schülerinnen und Schüler, das
den Pädagoginnen und Pädagogen Orientierung geben und zu ständigen
Verbesserungen des Unterrichts führen könne.

Mandl sagte, dass der ÖAAB Bildungspolitik aus der Perspektive der
Interessen der Schülerinnen und Schüler mache. Und das Verständnis
des ÖAAB sei jenes, "aus Betroffenen Beteiligte zu machen, also im
Dialog mit den Schulpartnern die Schulreform umfassend und schnell
umzusetzen". Das Bildungskonzept des ÖAAB sei reif für die Umsetzung.
Mandl betonte "ein Mal mehr, dass wir sowohl die Neue Mittelschule
flächendeckend als auch die Langform des Gymnasiums und andere
bewährte Schulformen wie HAK und HTL brauchen, wenn wir ein
zukunftsfähiges Schulsystem wollen."

Rückfragehinweis:

ÖAAB-Generalsekretariat
   Mag. Nikola König
   PR & Kommunikation
   Tel.: Tel.: +43 (1) 40 141 216, Fax: +43 (1) 40 141 229
   mailto:[email protected]
   www.oeaab.com

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