- 11.11.2010, 13:27:49
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Heinisch Hosek: "Echte Männer gehen in Karenz"
Papamonat im öffentlichen Dienst kommt am 1. Jänner 2011
Wien (OTS) - "Wieso kümmert sich die Frauenministerin um die
Männer und macht eine Kampagne zur Väterkarenz?" Diese Frage stellte
Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek an den Beginn ihrer
Präsentation der neue Imagekampagne "Echte Männer gehen in Karenz".
Die Antwort sei ganz einfach: "Mehr Väter in Karenz, das ist gut für
die Väter, das ist gut für die Kinder, und es ist gut für die Frauen.
Mehr Männer in Karenz, das ist ein wichtiger Schritt zu mehr
Chancengleichheit." Zudem würden Männer, die in Karenz waren, auch
anders über Hausarbeit und Kinderbetreuung denken. "Es ist nicht
unmännlich, Windeln zu wechseln oder ein Flascherl zu machen."
Daran knüpfe auch die Kampagne an, die ganz bewusst mit Klischees
spiele, aber dabei nicht auf Augenzwinkern und Humor vergesse. "Ich
will zeigen, dass Väter nicht ihre Männlichkeit abgeben müssen, wenn
sie in Karenz gehen", so die Frauenministerin.
"Ich weiß, dass viele Väter ernsthaft überlegen, in Karenz zu gehen."
Studien besagten, dass zwei Drittel der Männer bereit wären, in
Karenz zu gehen. Dennoch zögerten die meisten. Nur fünf Prozent der
Väter entschließen sich tatsächlich für eine Zeit der
Kinderbetreuung. Das ist vielleicht des Geldes wegen so, oder
aufgrund eines Klimas der Verständnislosigkeit im Betrieb, vielleicht
auch, weil sonst ein Karriereschritt verpasst würde, so
Heinisch-Hosek. Mit dem einkommensabhängigen Kindergeld sei es jetzt
jedoch auch für Väter recht einfach und ohne große Einbußen möglich,
für den Nachwuchs da zu sein. "Mit dieser Kampagne möchte ich all
jene Männer ansprechen, die noch zögern", so die Frauenministerin,
die auch appellierte: "Gönnt euch diese einzigartige Zeit mit euren
Kindern, diese Zeit gibt euch niemand zurück."
"Wir gehen im öffentlichen Dienst mit gutem Beispiel voran und bieten
ab 1. Jänner 2011 den Papamonat an", berichtete Heinisch-Hosek. Das
heiße, dass junge Väter Rechtsanspruch auf mindestens eine Woche und
maximal ein Monat freie Zeit für den Nachwuchs unmittelbar nach der
Geburt hätten. "Der Papamonat wird unbezahlt sein, aber alle
Ansprüche wie Krankenversicherung oder Pension bleiben gewahrt." Der
Papamonat sei ein wichtiger Beitrag dazu, dass Väter eine stärkere
Bindung zu ihren Kindern und mehr Verständnis für ihre Partnerin
entwickeln, "und vielleicht ermutigt diese erste prägende Zeit auch
zur Inanspruchnahme der Väterkarenz", so die Ministerin. Der
Papamonat müsse innerhalb der ersten zwei Monate nach der Geburt des
Kindes in Anspruch genommen werden.
Um Männern Mut zu machen, bietet das Frauenministerium auf seiner
Kampagnen-Homepage jetzt eine Plattform für jene Väter, die in Karenz
sind oder waren. Einige von diesen berichten dort bereits über ihre
Erfahrungen in dieser so wichtigen Lebensphase und erklären, weshalb
sie diese Entscheidung getroffen haben. Nachzulesen unter:
www.maennerinkarenz.at
Um den österreichischen Betrieben die Väterkarenz schmackhaft zu
machen, starte sie gemeinsam mit dem Arbeitsminister Rudolf
Hundstorfer, den Sozialpartnern und der Industriellenvereinigung eine
Informations-Offensive in der Wirtschaft, berichtete die Ministerin
abschließend.
Rückfragehinweis:
Pressesprecherin der Bundesministerin Gabriele Heinisch-Hosek
Mag. Dagmar Strobel
Tel.: (01) 531 15 - 2149
mailto:[email protected]
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