• 11.11.2010, 12:45:51
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Gute Nachbarschaftschemie zwischen Kärnten und Slowenien

LH Dörfler berichtete über Treffen mit slowenischem Verkehrsminister und Vorsitzendem des olympischen Komitees

Klagenfurt (OTS/LPD) - Kärntens Landeshauptmann Gerhard Dörfler
traf gestern, Mittwoch, in der slowenischen Hauptstadt Laibach mit
Verkehrsminister Patrick Vlacic, Janez Kocijancic, dem Vorsitzenden
des olympischen Komitees Sloweniens, und dem Österreichischen
Botschafter Erwin Kubesch zusammen. In einer Pressekonferenz in
Klagenfurt berichtete er heute, Donnerstag, von der guten Chemie bei
den nachbarschaftlichen Gesprächen. Themen waren grenzüberschreitende
Infrastrukturprojekte, wie etwa die zweite Röhre des
Karawankentunnels, sowie die Bewerbung um die Dreiländer-Schi-WM. Bei
der Pressekonferenz war auch der Leiter der
Landesinfrastrukturabteilung, Albert Kreiner, anwesend.

Dörfler sagte, dass es von Kärnten und Laibach ein klares
Bekenntnis für ein gemeinsames Vorgehen im Sinne einer zweiten
Karawankentunnelröhre gebe. Eine EU-Richtlinie sehe vor, dass bis
April 2019 Tunnel mit einem Verkehrsaufkommen von über 10.000
Fahrzeugen pro Tag mit einer zweiten Röhre ausgestattet sein müssen,
erklärte Dörfler. Beim Karawankentunnel werde diese Zahl erst 2025
erreicht werden. Daher stehe der mögliche Bau von lediglich einem
Rettungstunnel im Raum. Ein solcher wäre jedoch eine Fehlinvestition,
betonte Dörfler. Kärnten und Slowenien wollen nun ein gemeinsames
Memorandum fertigen. Die zweite Tunnelröhre würde laut Dörfler 160
Mio. Euro kosten und acht Kilometer lang sein. Sie wäre auch für die
Wirtschaftslogistik ungemein wichtig.

Als zweites großes Projekt wurde "Third Axis" besprochen. Neben
den Autobahnverbindungen Marburg-Graz und Laibach-Villach soll diese
neue dritte Achse über die Bundesstraße von Celje über Dravograd,
Grablach, Bleiburg nach Griffen auf die A2 führen. Bis 2020 soll die
80 Kilometer lange Achse laut Dörfler fertig sein. In Kärnten wären
Adaptierungen wie u. a. die Umfahrung Bleiburg, sowie Einbindungen
des Mahle-Werkes und des Bahnhofs Kühnsdorf umzusetzen. Diese Achse
würde den Raum Bleiburg von Süden her gut erschließen. Wesentliche
Bedeutung komme bei diesem Projekt der Jörg-Haider-Brücke zu, auch
sei es Bindeglied zur Koralmbahn.

Weiters haben Dörfler und Vlacic über eine Schnellbusverbindung
von Klagenfurt und/oder Villach nach Laibach gesprochen. Außerdem
über eine Adaptierung des Karawanken-Eisenbahntunnels zwischen
Kärnten und Slowenien sowie über eine mögliche Weiterführung des
Drauradweges bis Dravograd.

Mit Kocijancic sprach Dörfler über die Bewerbung für die
Dreiländer-Schi-WM, die man 2017 gemeinsam in Kranjska Gora als
Hostcity, Bad Kleinkirchheim und Tarvis austragen möchte. Dazu solle
demnächst ein großer Gipfel in Bad Kleinkirchheim stattfinden, zu dem
auch höchste Vertreter Sloweniens erwartet würden. Die Bewerbung für
2017 müsse 2012 erfolgen, falls erforderlich, werde es einen zweiten
Anlauf für 2019 geben, meinte Dörfler. Diese WM sei eine
Nachbarschaftskooperation der besonderen Art und es könnte dafür auch
europäische Mittel geben. Dörfler dankte Kocijancic, der ihm in
Slowenien viele Türen geöffnet habe. Der Sport habe hier
Brückenbauerfunktion.
(Schluss)

Rückfragehinweis:
Kärntner Landesregierung, Landespressedienst
Tel.: 05- 0536-22 852
http://www.ktn.gv.at

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