- 11.11.2010, 11:15:37
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WKÖ-Schenz: "Intelligente Verkehrssysteme steigern Sicherheit und Effizienz des heimischen Verkehrs"
Telematik als innovativer Wachstumsmarkt - Best-Practice-Beispiele: Leitsystem für LKW-Rastplätze, europäisches Zugsicherungssystem
Wien (OTS/PWK867) - "Intelligente Verkehrssysteme bergen für
Politik und Wirtschaft viel Potenzial, um den Verkehr in seinen
vielfältigen Ausprägungen effizienter, sicherer und umweltschonender
zu gestalten", betonte Richard Schenz, Vizepräsident der
Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) heute, Donnerstag, bei der
WKÖ-Veranstaltung "Zukunftsfähiger Verkehr - Was muss ein
intelligentes Verkehrssystem leisten?".
Mit Telematikanwendungen könne der Verkehr optimiert und
Verkehrsträger untereinander vernetzt werden, so Schenz:
"Zweifelsohne hat Österreich in der Telematik Pionierarbeit geleistet
und nimmt bei Forschung und Entwicklung als auch bei der Anwendung
eine Vorreiterrolle ein. Kein Wunder, wir Österreicher sind gute
Ingenieure. Das ist auch international bekannt." Der WKÖ-Vize
veranschaulichte den Nutzen dieser Anwendungen: "Telematikanwendungen
gehen von regionalen Verkehrsmanagementzentralen, elektronischen
Mautsystemen, Leitsystemen für LKW-Rastplätze, Management von
Gefahrguttransporten bis hin zur Bereitstellung von Reise- und
Verkehrsinformationen über Staus, Baustellen und Wetter."
Schenz nannte Best-Practice-Beispiele für Telematikanwendungen:
- Die LKW-Stellplatz-Information ist ein Projekt zur Optimierung der
LKW-Stellplatz-Situation in Österreich wird seit Mitte Oktober 2010
von der ASFINAG im Großraum Wien umgesetzt. Damit werden Fahrern der
Auslastungsgrad der aktuell zur Verfügung stehenden LKW-Stellplätze
angezeigt.
- Im Schienenverkehr wird sich das europäisch harmonisierte
Zugssicherungssystem, das European Train Control System, durchsetzen.
Dieses System wird die vorhandenen 15 verschiedenen
Zugsicherungssysteme in Europa "hoffentlich bald" ablösen. "Ein LKW
fährt problemlos von Rotterdam nach Istanbul. Da hat es der
Schienenverkehr schwerer. Telematikanwendungen helfen, einen
grenzüberschreitenden Zugverkehr in Europa zu verbessern", so Schenz.
"Telematik stellt für Österreich einen innovativen Wachstumsmarkt
dar. Diese Chance gilt es zu nutzen, vor allem im Hinblick auf
Österreichs Gastgeberrolle für den ITS World Congress 2012 in Wien",
strich Schenz hervor. Durch nationale Förderprogramme stellt der Bund
finanzielle Anreize für Forschung und Entwicklung zur Verfügung. Im
Rahmen dieser Förderprogramme können Telematikdienste in enger
Zusammenarbeit zwischen Mobilitätsanbietern und Nutzern entwickelt
werden.
"Intelligente Verkehrssysteme sind eine Win-win-Situation am
Wirtschaftsstandort Österreich. Ihre Gestaltung, um Sicherheit,
Effizienz und Nachhaltigkeit zu steigern, kann nur im engen
Zusammenspiel von Politik, Infrastrukturbetreibern und Nutzern
geschehen", so Schenz abschließend. (AC)
Rückfragehinweis:
Wirtschaftskammer Österreich
Abteilung für Verkehrs- und Infrastrukturpolitik
Dr. Michael Grubmann
Tel.: 05 90 900 4020
E-Mail: [email protected]
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