- 11.11.2010, 11:14:09
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Korosec: So kann es bei Gesundheit & Pflege nicht weitergehen!
Reformen dringend nötig, aber weit und breit kein mutiger Politiker in Sicht!
Wien (OTS) - "Wir haben in Österreich eine solidarische
Mehrklassenmedizin und es gilt: Jede Kasse eine eigene Klasse! Damit
muss jetzt Schluss sein. Wir Senioren haben genug von
Ankündigungskaisern und Umsetzungszwergen. Und die Reform-Unfähigkeit
im Gesundheits- und Pflegebereich führen bei den Senioren zu großen
Ängsten! Laut der neuesten Studie "Generation 60plus" von GfK-Austria
sagen nämlich 79% (!) der über 60jährigen, dass sie sich Sorgen
machen, dass künftige Einsparungen im Gesundheitssystem auf Kosten
der Älteren gehen werden. Fest steht: so kann es nicht weiter gehen"
erklärt LAbg. Ingrid Korosec, Bundesobmann-Stellvertreterin des
Österreichischen Seniorenbundes, Landesvorsitzende des Wiener
Seniorenbundes und Leiterin des Arbeitskreises "Gesund bleiben so
lange es geht!" beim 5. Österreichischen Seniorenkongress, bei dem
der Österreichische Seniorenbund gestern mehr als 350
Teilnehmer/innen im Veranstaltungszentrum Burg Perchtoldsdorf
begrüßen konnte.
"Ein funktionierendes und patientenorientiertes Gesundheitssystem
hat laut WHO fünf Bereiche zu umfassen: Prävention, Kuration,
Rehabilitation, Pflege und Palliativversorgung. In Österreich
funktioniert die Kuration ganz o.k. aber sonst auch schon kaum was.
Und wenn Sie Pflege benötigen müssen Sie zuerst verarmen, damit Ihnen
geholfen wird. Die Teilnehmer/innen des Arbeitskreises waren sich
einig: Da brauchen wir jetzt sofort und dringend vernünftige
Struktur-Reformen. Dazu braucht es allerdings mutige Politiker/innen
- bloß ist weit und breit kein mutiger Politiker in Sicht.", so
Korosec zu den grundlegenden Problemen.
Finanzierung der Gesundheit aus einer Hand.
Heftige Kritik an Einsparungen bei Pflegegeldstufen
"Das Ziel ist klar: Die Gesundheitsleistungen müssen aus einer
Hand erfolgen und die Steuerung im Gesundheitsbereich fehlt derzeit
zur Gänze. Pflege muss aus dem Sozialhilfe-Bereich herausgelöst
werden, muss langfristig Teil der solidarischen Gesundheitsversorgung
sein. Ein Auftrag der Teilnehmer/innen fällt sehr deutlich aus: Wir
werden die Einsparungen bei den Pflegegeldstufen so nicht
akzeptieren! Würde man endlich die vielen verschiedenen
Zuständigkeiten und unterschiedlichen Einstufungskriterien der 280
Stellen vereinheitlichen, bringt das deutlich mehr Geld - und zwar
viel gerechter! Die Teilnehmer haben den Seniorenbund aufgefordert,
in beiden Bereichen viel mehr Druck zu erzeugen - ein Auftrag, dem
wir gerne nachkommen!
Die vollständige Kongress-Unterlage zu Arbeitskreis 1 des 5.
Österreichischen Seniorenkongress erhalten Sie gerne auf Anfrage an
[email protected] !
Rückfragehinweis:
Österreichischer Seniorenbund, Susanne Kofler, 0650-581-78-82
[email protected]; www.seniorenbund.at
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