• 09.11.2010, 15:57:50
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Gartlehner: Europäische Satellitennavigationssysteme rasch nutzbar machen

Galileo für Forschungs- und Wirtschaftsstandort Österreich von großer Bedeutung

Wien (OTS/SK) - Das Satellitennavigationssystem Galileo soll ab
2014 eine Alternative zum amerikanischen GPS-System bieten und ist
für die standort- und wettbewerbspolitische Positionierung der EU und
ihrer Mitgliedstaaten von großer Bedeutung. Auch der Forschungs- und
Wirtschaftsstandort Österreich kann davon in hohem Maße profitieren.
Das betonte SPÖ-Industrie- und Technologiesprecher Kurt Gartlehner am
Dienstag im EU-Unterausschuss des Nationalrates. "Daher müssen die
europäischen Satellitennavigationssysteme rasch nutzbar gemacht
werden. Europa muss die Technologieführerschaft gegenüber anderen
Drittländern wahren, die ebenfalls die strategische Wichtigkeit des
Projekts erkannt haben", so Gartlehner. ****

Die Bedeutung der Satellitennavigation nimmt ständig zu, führte der
SPÖ-Technologiesprecher weiter aus. "So nutzen nicht nur
Verkehrsteilnehmer die Satellitennavigation, um schneller an ihr Ziel
zu kommen. Satellitennavigation kann in verschiedensten Bereichen des
Wirtschaftslebens zu einer Optimierung des Ressourceneinsatzes führen
und wesentliche Hilfestellung beim Gewinnen wissenschaftlicher
Erkenntnis bieten."

Derzeit betreibt die EU das System EGNOS, das auf GPS aufbauend eine
zehnmal höhere Genauigkeit erreicht. Da GPS jedoch vom US-Militär
betrieben wird und keine Garantien bestehen, dass dieses auch im
Krisenfall weiterhin benutzt werden darf, bauen neben der EU auch
China und Russland neue Satellitennavigationssysteme auf. "In diesem
Zusammenhang ist ein Wettlauf um die notwendigen Funkfrequenzen
entstanden, da derjenige, der als erster Satelliten im All hat, diese
Frequenzen auch nutzen darf. Die EU-Kommission hat ihre Arbeiten an
Galileo daher beschleunigt", betonte Gartlehner.

"Die Bedeutung des Galileo-Projekts ist unbestritten, da es die
Unabhängigkeit Europas in einem sensiblen Bereich garantiert.
Problematisch ist jedoch der stark gestiegene Finanzierungsbedarf.
Durch eine volle Ausnutzung der Möglichkeiten von Galileo und darauf
aufbauender Dienstleistungen sollte sichergestellt werden, dass die
laufenden Einnahmen zumindest die Betriebskosten decken", so
Gartlehner. (Schluss) bj/mp

Rückfragehinweis:
SPÖ-Bundesorganisation, Pressedienst, Löwelstraße 18, 1014 Wien,
Tel.: 01/53427-275
http://www.spoe.at/online/page.php?P=100493

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