Kärnten: Abschiebung der mongolischen Familie verhindert

LH Dörfler: Antrag auf Wiederaufnahme des Asylverfahrens und humanitäres Bleiberecht bereits gestellt

Klagenfurt (OTS/LPD) - Als Flüchtlingsreferent des Landes Kärnten hat Landeshauptmann Gerhard Dörfler die Abschiebung der mongolischen Familie Badrakh aus Kärnten vorerst abgewendet und hofft nun auf eine menschliche Entscheidung seitens des Asylgerichtshofes. "Wir haben heute am Vormittag gemeinsam mit Rechtsexperten und dem Flüchtlingsbeauftragten des Landes Kärnten, Gernot Steiner, ausführlich die weitere Vorgehensweise erörtert", erklärt Dörfler heute, Montag.

Die Familie habe bereits einen Antrag auf Wiederaufnahme ihres Asylverfahrens beim Asylgerichtshof gestellt, über den in den nächsten zwei bis drei Wochen seitens des Bundes entschieden wird. "Im Interesse der mongolischen Familie, die vom Schicksal hart getroffen wurde, hoffe ich auf eine menschliche Lösung seitens des Asylgerichtshofes", appelliert Dörfler. Parallel dazu prüft das Land Kärnten alle Möglichkeiten, die einen Verbleib der Familie sicherstellen könnten. Zudem informiert der Landeshauptmann darüber, dass die Familie bereits einen Antrag auf den Verbleib in Österreich auf Basis eines humanitären Bleiberechtes gestellt habe. "Darüber wird aber erst nach dem Ausgang des Antrages auf Wiederaufnahme des Asylverfahrens zu entscheiden sein", so Dörfler.

Sollte der Asylgerichtshof aber eine Entscheidung zu Ungunsten der Familie treffen, will Dörfler im Rahmen seiner Möglichkeiten alle Kompetenzen ausschöpfen, um der Familie einen dauerhaften Verbleib in Kärnten sicher zu stellen.

Wie bereits in den vergangenen Tagen kritisiert Dörfler auch heute das österreichische Fremdenrecht. "Dieser Fall ist wieder Beweis dafür, dass die Asylgesetzgebung unmenschlich sowie unverständlich ist und die Verfahren viel zu lange dauern", stellt Dörfler fest.
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