Was kann der Kombinierte Verkehr leisten?

Experten diskutieren bei einer WKÖ-Veranstaltung über erfolgreiche Praxisbeispiele im Güterverkehr

Wien (OTS/PWK852) - Das hochrangige Straßennetz wird nach
Ansicht von Verkehrsexperten bis zum Jahr 2030 im europäischen Schnitt um rund 30 % wachsen. Dem gegenüber wird die Verkehrsleistung beim Individualverkehr um 50 %, beim Straßengüterverkehr sogar um 65 % zunehmen. Durch diese Entwicklung sind Kapazitätsengpässe auf der Straße nahezu vorprogrammiert. Wo liegen also die künftigen Herausforderungen des Kombinierten Verkehrs? Welche nationalen und internationalen Fördermaßnahmen gibt es?
Dies diskutierten hochkarätige Experten am Freitag bei der Veranstaltung "Best Practices im Güterverkehr III" in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ). Dabei wurden erfolgreiche unternehmerische Aktivitäten an Hand
von Praxisbeispielen des multimodalen Verkehrs präsentiert und analysiert.

"Der Kombinierte Verkehr ist zum Wachstumsmotor für den Wirtschaftsstandort geworden", betonte Michael Grubmann, Leiter der Abteilung für Verkehrs- und Infrastrukturpolitik in der WKÖ, in seiner Eröffnungsrede. Der Anteil der Verkehrsleistung des Kombinierten Verkehrs am gesamten Straßengüterverkehr liege in Österreich bei rund 12 % - und damit erfreulich deutlich über dem europäischen Durchschnitt von 5 %. Ermöglicht werde diese österreichische "Erfolgsstory" sowohl durch nationale als auch internationale Förderprogramme, die das Engagement der österreichischen Unternehmen unterstützen, Gütertransporte im Kombinierten Verkehr zu forcieren.

Alexander Klacska, Obmann der WKÖ-Bundessparte Transport und Verkehr, betonte die politischen Dimensionen des Themas: Es gehe vor allem darum, die Stärken der einzelnen Verkehrsträger zu fördern und die Schnittstellen, also die Umladevorgänge, zu verbessern und zu vereinfachen. "Ziel ist es, den Kombinierten Verkehr dadurch auch auf kurzen Strecken und in der Fläche wettbewerbsfähig und attraktiv zu machen", so der Spartenobmann. Dazu brauche es von Seiten der Politik ein effizientes Anreizsystem und innovative Lösungen im Bereich der Wirtschaft.
"Mit einer Steigerung der Verkehrsleistung im Kombinierten Verkehr um 111 % von 1995 bis 2007 sind wir in Österreich jedenfalls auf dem richtigen Weg.
Wir dürfen aber in den Bemühungen nicht nachlassen und auch den KMU Chancen eröffnen. Angesichts immer knapperer Budgets werde es zunehmend wichtiger, eine optimale Allokation der Mittel vorzunehmen", so Klacska abschließend. (PM)

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