• 04.11.2010, 15:49:59
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Lukas Mandl: "Im ÖAAB-Bildungskonzept steckt ein Jahr Hintergrundarbeit!"

Bildungsdialogtour-Veranstaltung in Kärnten: Schulpartner positiv zu ÖAAB-Bildungskonzept, "enorm starker Reformwille"

Wien (OTS) - Im Rahmen seiner Bildungsdialogtour macht LAbg. Mag.
Lukas Mandl, Generalsekretär des Arbeitnehmerinnen- und
Arbeitnehmerbundes ÖAAB in der ÖVP, in jeder Landeshauptstadt Halt,
um mit den Schulpartnern die "dringend anstehende Schulreform" zu
diskutieren. Der ÖAAB hatte im Frühjahr sein Bildungskonzept
vorgelegt. Das ÖAAB-Konzept ist bis heute das einzige umfassende
Bildungskonzept aus dem Spektrum der politischen Parteien und
Ministerien. "Die Umsetzung der von uns vorgeschlagenen Maßnahmen ist
dringend und wichtig", findet Mandl.****

Am Mittwoch war Tour-Stopp in Klagenfurt. Am Podium diskutierten
mit dem ÖAAB-Generalsekretär für die Schülerinnen und Schüler
Landesschulsprecher Willi Javernig, die Landesobfrau des Lehrerbundes
Kärnten, LAbg. Claudia Wolf-Schöffmann, der
AHS-Fachausschussvorsitzende Mag. Karl-Heinz Rosenkranz und der
Obmann des BHS-Fachausschusses Dr. Michael Archer sowie für die
Elternseite Dr. Walter Zemrosser. Die zahlreichen Schülerinnen und
Schüler, Lehrerinnen und Lehrer sowie Mütter und Väter im Publikum
sorgen für eine kurzweilige und intensive Debatte. "Es lag ein enorm
starker Reformwille in der Luft", so Mandl.

RegR Michael Krall, Landesobmann des ÖAAB Kärnten, betonte in
seinem Impulsreferat: "Bildung ist in einer globalisierten Welt immer
wichtiger! Der neueste OECD-Report stellt auch die Landflucht, das zu
einem Schulsterben im ländlichen Raum führt, fest. Es sind daher
verstärkt Maßnahmen erforderlich, die das Bildungsangebot auch im
ländlichen Raum absichern. Die Schule ist verstärkt mit Einzel- und
Schlüsselkindern sowie mit Kindern mit psychischen Problemen
beschäftigt. Dieses wird auch darauf zurückgeführt, dass in den
vergangenen 50 Jahren die Familien kleiner und die Eltern älter
geworden sind. Gleichzeitig kümmern sich die Eltern weniger intensiv
um die Kinder, da in der Regel Vater und Mutter berufstätig sind,
zudem wachsen immer mehr Kinder mit nur einem Elternteil auf. Dies
gilt es auch in der Bildungspolitik zu berücksichtigen."

Wolf-Schöffmann erklärte, dass sich Leistung lohnen müsse. "Die
wichtigste Frage für unsere Schulpolitik ist immer: 'Was ist das
Beste für das Kind?'. Die individuelle Förderung muss im Mittelpunkt
stehen. Finanzielle Ressourcen müssen so verteilt werden, dass sie
bei den Kindern und Jugendlichen tatsächlich landen." Für Rosenkranz
steht "Leistung und Gerechtigkeit in einem differenzierten System" im
Vordergrund. Archer, präsentierte die "gelebte Zukunft in Form der
HTL Lastenstraße". Wichtig seien Verbesserungen der Rahmenbedingungen
für ganztägige Schulformen sowie der Wahlmöglichkeiten bei der
Schulwahl. Zemrosser betonte, dass es wichtig sei, "Reformen nicht
auf den Rücken der Lehrerinnen und Lehrer auszutragen, sondern beim
Ausbau der Nachmittagsbetreuung auch Vereine, Musikschulen und
dergleichen mit ins Boot zu holen."

Für Schülerverteter Willi Javernig steht fest, "dass es um Österreich
schlecht bestellt ist, wenn es in Österreich eine schlechte
Ausbildung gibt." Die Zukunft Österreichs hänge von der Bildung ab,
so Javernig. Die Kärntner Schülerunion, der Javernig angehört, hatte
kurz vor dem Kärntner Tour-Stopp der Bildungsdialogtour ihre "95
Thesen zur Bildung" an die Tür des Kärntner Landesschulrates
angeschlagen. Javernig überreichte diese Thesen auch an Mandl, der
sich als ehemaliger Schülervertreter von der "fundierten inhaltlichen
Arbeit für die Schülerinnen und Schüler", die von der Schülerunion
geleistet werde, "begeistert" zeigte.

Mandl betonte, dass das ÖAAB-Bildungskonzept in einem Jahr harter
Arbeit mit Expertinnen, Experten und Betroffen sowie unter
Berücksichtigung nationaler und internationaler Erfahrungswerte
entstanden sei. Niemand müsse redundant arbeiten. Die sprachliche
Frühförderung, die Unterstützung des Aufbaus von sozialer Kompetenz
ab dem Kindergartenalter, die massive Verstärkung der
Schulsozialarbeit und der Schulpsychologie, die Verbesserung der
invididuellen Förderung, dass bei keinem Teenager eine endgültige
Enscheidung über die Bildungslaufbahn vor dem 14. Geburtstag falle -
all das sei "dringend und wichtig".

Ebenso notwendig seien Verbesserungen in der Lehrerausbildung, bei
den pädagogisch wertvollen Nachmittagsangeboten über reine Betreuung
hinaus sowie bei der Zusammearbeit der Schulen mit der
Zivilgesellschaft und bei den baulichen Maßnahmen im Schulbereich.
Mandl bekräftigte auch die ÖAAB-Forderung nach einem flächendeckenden
Ausbau der "Neuen Mittelschule". Die Vertreterinnen und Vertreter der
Schulpartner äußerten postiv zu den vom ÖAAB vorgeschlagenen
Reformmaßnahmen und konnten die vom ÖAAB identifizierten
Problemfelder durch zahlreiche Beispiele aus der Praxis belegen.

"Der ÖAAB hat in Bildungsfragen das Lead übernommen. Wir machen aus
Betroffenen Beteiligte. So verstehen wir Politik, auch und gerade im
Schulbereich. So haben wir unser Bildungskonzept erarbeitet. Und so
versuchen wir jetzt, die Schulreform schnell und umfassend in
Umsetzung zu bringen - immer gemeinsam mit den Schulpartnern! Wir
wollen eine Bildungspolitik aus der Perspektive der Schülerinnen und
Schülern machen. Denn schließlich geht es um ihre Zukunft", so Mandl.
Der nächste Stopp der Bildungsdialogtour des ÖAAB-Generalsekretärs
findet am Freitag, 5. November 2010, in Graz statt.

Rückfragehinweis:

ÖAAB-Generalsekretariat
   Mag. Nikola König
   PR & Kommunikation
   Tel.: Tel.: +43 (1) 40 141 216, Fax: +43 (1) 40 141 229
   mailto:[email protected]
   www.oeaab.com

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