Lukas Mandl: "Im ÖAAB-Bildungskonzept steckt ein Jahr Hintergrundarbeit!"

Bildungsdialogtour-Veranstaltung in Kärnten: Schulpartner positiv zu ÖAAB-Bildungskonzept, "enorm starker Reformwille"

Wien (OTS) - Im Rahmen seiner Bildungsdialogtour macht LAbg. Mag. Lukas Mandl, Generalsekretär des Arbeitnehmerinnen- und Arbeitnehmerbundes ÖAAB in der ÖVP, in jeder Landeshauptstadt Halt, um mit den Schulpartnern die "dringend anstehende Schulreform" zu diskutieren. Der ÖAAB hatte im Frühjahr sein Bildungskonzept vorgelegt. Das ÖAAB-Konzept ist bis heute das einzige umfassende Bildungskonzept aus dem Spektrum der politischen Parteien und Ministerien. "Die Umsetzung der von uns vorgeschlagenen Maßnahmen ist dringend und wichtig", findet Mandl.****

Am Mittwoch war Tour-Stopp in Klagenfurt. Am Podium diskutierten mit dem ÖAAB-Generalsekretär für die Schülerinnen und Schüler Landesschulsprecher Willi Javernig, die Landesobfrau des Lehrerbundes Kärnten, LAbg. Claudia Wolf-Schöffmann, der AHS-Fachausschussvorsitzende Mag. Karl-Heinz Rosenkranz und der Obmann des BHS-Fachausschusses Dr. Michael Archer sowie für die Elternseite Dr. Walter Zemrosser. Die zahlreichen Schülerinnen und Schüler, Lehrerinnen und Lehrer sowie Mütter und Väter im Publikum sorgen für eine kurzweilige und intensive Debatte. "Es lag ein enorm starker Reformwille in der Luft", so Mandl.

RegR Michael Krall, Landesobmann des ÖAAB Kärnten, betonte in seinem Impulsreferat: "Bildung ist in einer globalisierten Welt immer wichtiger! Der neueste OECD-Report stellt auch die Landflucht, das zu einem Schulsterben im ländlichen Raum führt, fest. Es sind daher verstärkt Maßnahmen erforderlich, die das Bildungsangebot auch im ländlichen Raum absichern. Die Schule ist verstärkt mit Einzel- und Schlüsselkindern sowie mit Kindern mit psychischen Problemen beschäftigt. Dieses wird auch darauf zurückgeführt, dass in den vergangenen 50 Jahren die Familien kleiner und die Eltern älter geworden sind. Gleichzeitig kümmern sich die Eltern weniger intensiv um die Kinder, da in der Regel Vater und Mutter berufstätig sind, zudem wachsen immer mehr Kinder mit nur einem Elternteil auf. Dies gilt es auch in der Bildungspolitik zu berücksichtigen."

Wolf-Schöffmann erklärte, dass sich Leistung lohnen müsse. "Die wichtigste Frage für unsere Schulpolitik ist immer: 'Was ist das Beste für das Kind?'. Die individuelle Förderung muss im Mittelpunkt stehen. Finanzielle Ressourcen müssen so verteilt werden, dass sie bei den Kindern und Jugendlichen tatsächlich landen." Für Rosenkranz steht "Leistung und Gerechtigkeit in einem differenzierten System" im Vordergrund. Archer, präsentierte die "gelebte Zukunft in Form der HTL Lastenstraße". Wichtig seien Verbesserungen der Rahmenbedingungen für ganztägige Schulformen sowie der Wahlmöglichkeiten bei der Schulwahl. Zemrosser betonte, dass es wichtig sei, "Reformen nicht auf den Rücken der Lehrerinnen und Lehrer auszutragen, sondern beim Ausbau der Nachmittagsbetreuung auch Vereine, Musikschulen und dergleichen mit ins Boot zu holen."

Für Schülerverteter Willi Javernig steht fest, "dass es um Österreich schlecht bestellt ist, wenn es in Österreich eine schlechte Ausbildung gibt." Die Zukunft Österreichs hänge von der Bildung ab, so Javernig. Die Kärntner Schülerunion, der Javernig angehört, hatte kurz vor dem Kärntner Tour-Stopp der Bildungsdialogtour ihre "95 Thesen zur Bildung" an die Tür des Kärntner Landesschulrates angeschlagen. Javernig überreichte diese Thesen auch an Mandl, der sich als ehemaliger Schülervertreter von der "fundierten inhaltlichen Arbeit für die Schülerinnen und Schüler", die von der Schülerunion geleistet werde, "begeistert" zeigte.

Mandl betonte, dass das ÖAAB-Bildungskonzept in einem Jahr harter Arbeit mit Expertinnen, Experten und Betroffen sowie unter Berücksichtigung nationaler und internationaler Erfahrungswerte entstanden sei. Niemand müsse redundant arbeiten. Die sprachliche Frühförderung, die Unterstützung des Aufbaus von sozialer Kompetenz ab dem Kindergartenalter, die massive Verstärkung der Schulsozialarbeit und der Schulpsychologie, die Verbesserung der invididuellen Förderung, dass bei keinem Teenager eine endgültige Enscheidung über die Bildungslaufbahn vor dem 14. Geburtstag falle -all das sei "dringend und wichtig".

Ebenso notwendig seien Verbesserungen in der Lehrerausbildung, bei den pädagogisch wertvollen Nachmittagsangeboten über reine Betreuung hinaus sowie bei der Zusammearbeit der Schulen mit der Zivilgesellschaft und bei den baulichen Maßnahmen im Schulbereich. Mandl bekräftigte auch die ÖAAB-Forderung nach einem flächendeckenden Ausbau der "Neuen Mittelschule". Die Vertreterinnen und Vertreter der Schulpartner äußerten postiv zu den vom ÖAAB vorgeschlagenen Reformmaßnahmen und konnten die vom ÖAAB identifizierten Problemfelder durch zahlreiche Beispiele aus der Praxis belegen.

"Der ÖAAB hat in Bildungsfragen das Lead übernommen. Wir machen aus Betroffenen Beteiligte. So verstehen wir Politik, auch und gerade im Schulbereich. So haben wir unser Bildungskonzept erarbeitet. Und so versuchen wir jetzt, die Schulreform schnell und umfassend in Umsetzung zu bringen - immer gemeinsam mit den Schulpartnern! Wir wollen eine Bildungspolitik aus der Perspektive der Schülerinnen und Schülern machen. Denn schließlich geht es um ihre Zukunft", so Mandl. Der nächste Stopp der Bildungsdialogtour des ÖAAB-Generalsekretärs findet am Freitag, 5. November 2010, in Graz statt.

Rückfragen & Kontakt:

ÖAAB-Generalsekretariat
Mag. Nikola König
PR & Kommunikation
Tel.: Tel.: +43 (1) 40 141 216, Fax: +43 (1) 40 141 229
presse@oeaab.com
www.oeaab.com

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | AAB0001