• 02.11.2010, 11:53:55
  • /
  • OTS0118 OTW0118

Bayr zu Kimberley-Prozess: Initiative gegen Handel mit Blutdiamanten wichtiger Beitrag für kohärente Politik

Mit informierten Kaufentscheidungen Menschenrechtsverletzungen stoppen

Wien (OTS/SK) - Zu Beginn der Tagung des sogenannten
Kimberley-Prozesses, der zur Zeit in Israel stattfindet, teilte der
israelische Handelsminister mit, dass die Bemühungen fruchten und der
Anteil an Blutdiamanten derzeit nur mehr ein Prozent des Handels mit
Rohdiamanten betrage. Die Initiative will den Handel mit
Blutdiamanten, mit dem Kriege in Afrika finanziert werden,
unterbinden. "Die offensichtlich wirkungsvolle Initiative des
Kimberley-Prozesses ist ein wertvoller Beitrag zu einer kohärenten
Entwicklungs-, Außen- und Wirtschaftspolitik", begrüßt Petra Bayr,
SPÖ-Bereichssprecherin für Globale Entwicklung, die positiven
Ergebnisse. "In diesem Punkt zeigt auch die Europäische Gemeinschaft
als Mitglied der Initiative entsprechende Verantwortung", betont Bayr
am Dienstag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. ****

Die Unterbindung des Handels mit Rohdiamanten aus Konfliktgebieten,
wie dies im Kimberley-Prozess geschieht, sei unbedingt weiter zu
unterstützen und auszubauen, so die SPÖ-Bereichssprecherin weiter.
"Sowohl die mit dem illegalen Diamantenhandel einhergehenden
Menschenrechtsverletzungen als auch die damit finanzierten
Waffenkäufe sind Grund, den politischen Druck der internationalen
Staatengemeinschaft weiter zu verstärken und damit dem Leid der
Menschen in den betroffenen Gebieten ein Ende zu bereiten", so Bayr.

Nötig ist nach Ansicht Bayrs nach wie vor, das Bewusstsein für
"saubere Diamanten" bei Konsumenten und Händlern zu wecken. Oft sind
die Verkäuferinnen und Verkäufer auch in fachlich angesehenen
Geschäften nicht über den Kimberley-Prozess informiert und können
keine Fragen zur Herkunft ihrer Steine beantworten. "Ebenso wichtig
wie der Prozess auf internationaler Ebene an sich ist es, dass sich
das Wissen über das Menschenrechte verletzende Potential von
Diamanten und anderen Schmuckedelsteinen bis zu den Käufern
durchspricht", so Bayr, die weiters erklärt: "Nur mit mündigen und
informierten Konsumenten wird es gelingen, die Geldhähne für illegale
Waffenkäufe zuzudrehen und die nicht hinzunehmende Sklavenarbeit, mit
der die Blutdiamanten in Zusammenhang gebracht wird, endgültig zu
stoppen."
(Schluss) bj/mp

Rückfragehinweis:
SPÖ-Bundesorganisation, Pressedienst, Löwelstraße 18, 1014 Wien,
Tel.: 01/53427-275
http://www.spoe.at/online/page.php?P=100493

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | SPK

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel