• 27.10.2010, 13:19:13
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Landesgericht Linz ausgezeichnet

Österreich erreicht zum dritten Mal europäischen Justiz-Preis

Laibach (OTS) - Beim bereits zum sechsten Mal von Europäischer
Kommission und Europarat veranstalteten Wettbewerb zur Auszeichnung
innovativer und effizienzsteigender Modelle der europäischen
Gerichtsbarkeit ("Crystal Scales of Justice") erreichte das
Landesgericht Linz bereits zum zweiten Mal einen Preis.

Bereits 2006 wurde das LG Linz ausgezeichnet und erhielt mit dem
Projekt Service§center Linz die Crystal Scales of Justice.
Die österreichische Justiz wurde darüber hinaus in den Jahren 2005
und 2006 für innovative und effizienzsteigernde Projekte als Finalist
dieses Bewerbes ausgezeichnet.

Heuer gab es insgesamt 50 europaweit eingereichte Projekte und das LG
Linz hat mit seinem (gemeinsam mit der Forschungsgesellschaft
Mobilität eingereichten) Projekt CLOSE TO - hinter dem Sieger
Verwaltungsgericht Yambol (Bulgarien) - eine Auszeichnung erreicht.

Die kleine Crystal Scales of Justice wurde am Montag in Laibach von
der stellvertretenden Generalsekretärin des Europarates in
Anwesenheit der Justizminister von Slowenien, Kroatien und Österreich
sowie des deutschen Justizstaatssekretärs an den Herrn Präsidenten
des LG Linz Dr. Hans-Peter Kirchgatterer übergeben.

Justizministerin Claudia Bandion-Ortner, die ihren Aufenthalt in
Slowenien auch für multilaterale Gespräche mit ihren Amtskollegen
nütze, zeigte sich besonders erfreut über den Erfolg des
Landesgerichts: "Ich glaube sagen zu können, dass die österreichische
Justiz mit Recht stolz auf das Landesgericht Linz sein darf. Das
Ergebnis zeigt aber auch, dass wir im internationalen Vergleich
hervorragend da stehen."

CLOSE TO, das sich damit beschäftigt, junge Fahrzeuglenker, die
alkoholisiert einen Verkehrsunfall mit einem Toten oder
Schwerverletzten verursachen, mit der Aussicht auf nachträgliche
Strafmilderung aktiv zur Präventionsarbeit vor Fahrschülern
heranzuziehen, wurde ausgezeichnet, weil es aufgrund seines durch
Einfachheit und Effektivität gekennzeichneten Verfahrensablaufs und
seines Zugangs über die Täter auch in anderen Staaten der EU
umgesetzt werden kann. "Damit erreichen wir mit unserem innovativen
Ansatz, bei Verkehrsdelikten Täter in der Präventionsarbeit
einzusetzen, europaweite Anerkennung" freut sich Mag. Walter
Eichinger vom Landesgericht Linz.

Bulgarien konnte die Jury mit einem Projekt zur verbesserten
Kommunikation zwischen Bürger, den Medien und dem Gericht überzeugen.

Rückfragehinweis:
Bundesministerium für Justiz
Mag. Paul Hefelle, Pressesprecher
Tel.: 01-52152-2873
mailto:[email protected]
http://www.bmj.gv.at

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