- 27.10.2010, 10:07:38
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ARBÖ: Jetzt besondere Gefahr von Wildunfällen
Richtig reagieren bei Wildwechsel
Wien (OTS) - Die Gefahr in einen Wildunfall verwickelt zu werden
ist dieser Tage besonders hoch, warnt der ARBÖ. Vor allem, wenn man
in Wald- und flurbereichen unterwegs ist. Nach der Ernte sind
Wildtiere gezwungen, auf der Suche nach Futter sehr weite Strecken
zurückzulegen.
"Oft muss das Wild Verkehrswege überqueren, was nicht selten durch
einem Unfall für viele Tiere tödlich, für Autofahrer mit erheblichen
Sachschäden oder Verletzungen endet", so Sieglinde Rernböck vom ARBÖ.
Kein Wunder, werden rein rechnerisch gesehen bei einem Unfall mit
einem Wildtier enorme Kräfte frei: Ein 20 kg schweres Reh prallt mit
fast einer Tonne auf. Um diese Kräfte zu minimieren bleibt den
Autofahrern nur eines übrig - Tempo reduzieren. Denn bei geringerem
Tempo bleibt nicht nur mehr Zeit, auf die plötzliche
Gefahrensituation richtig zu reagieren, sondern die Signalanlagen,
die entlang besonders gefährlicher Straßenstücke installiert sind,
können nur dann einwandfrei funktionieren, wenn das vorbeifahrende
Auto nicht schneller als 70 km/h unterwegs ist. Nicht zu vergessen,
dass sich der Bremsweg bei nassen Straßen mit teilweise feuchtem Laub
bis zu 300 Prozent verlängert.
Richtig reagieren bei Wildwechsel - ARBÖ-Tipps:
* Speziell am Land auf wenig befahrenen Nebenstraßen besonders
vorausschauend fahren.
* Mit angemessenem Tempo durch Wildwechsel-Zonen fahren.
* Vor allem bei Übergängen zwischen Feld und Wald, in Waldbereichen
oder bei Obstgärten ist mit Wildwechsel zu rechnen.
* Überquert Rehwild bei Dämmerung oder Nacht die Straße, mehrmals
kurz die Hupe betätigen. Dauerhupe vermeiden, Fernlicht irritiert das
Wild, sodass es einfach mitten auf der Fahrbahn stehen bleibt.
* Das Fahrzeug nicht verreißen oder Haken schlagen.
Wildschadenvergütung mit dem ARBÖ-Sicherheits-Pass
Wird ein Fahrzeug in Österreich oder im Ausland auf einer
öffentlichen Straße aufgrund einer Kollision mit einem lebenden Haar-
oder Federwild beschädigt, übernimmt der ARBÖ die Reparaturkosten zu
80 Prozent (bis maximal 600 Euro) bzw. des Kasko-Selbstbehaltes zu 80
Prozent (maximal 600 Euro). Wer jetzt einen ARBÖ-Sicherheits-Pass
kauft, zahlt die Prämie von 37,70 Euro für das Jahr 2011 und ist aber
ab sofort geschützt.
Was nach einem Wildunfall zu tun ist
Ist ein Wildunfall passiert, muss die Unfallstelle abgesichert und
die Polizei verständigt werden. Gemäß Paragraph 4 Absatz 5
Straßenverkehrsordnung besteht bei einem Wildschaden unverzüglich
Verständigungspflicht. Wer keine Meldung vornimmt, macht sich wegen
Nichtmeldens eines Sachschadens strafbar und bekommt auch nicht den
Schadenersatz durch den ARBÖ-Sicherheits-Pass.
Das tote Tier darf nicht mitgenommen werden. Besteht eine
Kaskoversicherung für das Kraftfahrzeug, ist diese vom Unfall in
Kenntnis zu setzen. Die für die Versicherung notwendige Bestätigung
wird von der Polizei ausgestellt. Fehlt diese, wird eine Ablehnung
der Kaskoentschädigung folgen.
Rückfragehinweis:
ARBÖ Interessensvertretung & Öffentlichkeitsarbeit
Sieglinde Rernböck
Tel.: (++43-1) 891 21-244
mailto:[email protected]
http://www.arboe.at
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