- 18.10.2010, 11:48:05
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E-Wirtschaft will stärker in Netze investieren
Oesterreichs Energie: Hohe Versorgungssicherheit ist kein Ruhekissen
Wien (OTS) - Um die hohe Versorgungssicherheit bei Strom in
Österreich auch in Zukunft gewährleisten zu können, muss Österreichs
E-Wirtschaft in den nächsten Jahren massiv in die Netzinfrastruktur
investieren. Reinhard Brehmer, Spartensprecher Netze von Oesterreichs
Energie fordert eine nachhaltige Investitionsabsicherung für die
heimischen Netzbetreiber.
In Österreich ist Elektrizität jährlich zu beinahe 100 Prozent
verfügbar. Das geht aus der aktuellen Ausfalls- und Störungsstatistik
hervor, die von der E-Control auf Basis der Daten der
österreichischen E-Wirtschaft erstellt wird. Österreich zählt damit
in punkto Versorgungssicherheit international gesehen nach wie vor zu
den Vorzeigeländern. Im Vergleichszeitraum 2009 hat sich die
Verfügbarkeit von Strom sogar noch gesteigert. "Diese Werte sind zwar
im europäischen Schnitt nach wie vor hervorragend", so Reinhard
Brehmer, "aber nicht mehr auf dem Niveau wie vor zehn Jahren, also zu
Beginn der Regulierung".
Investitionssicherheit gefordert
Um sicherzustellen, dass dieser hohe Standard in Österreich auch
erhalten bleibt, sei es höchste Zeit, für eine nachhaltige
Investitionsabsicherung. "Hohe Versorgungssicherheit ist kein
Ruhekissen", erklärte Brehmer. Daher müsse der in dieser
Regulierungsperiode geltende Investitionsfaktor für insgesamt
mindestens zehn Jahre gelten. "So lange dauert eben ein
Erneuerungszyklus der Netzinstallationen", ergänzte Brehmer und: "Wir
stehen heute am Beginn eines solchen etwa alle 40 Jahre
erforderlichen Erneuerungszyklus, der aber aus Sicht der E-Wirtschaft
auch finanziell abgesichert sein muss, etwa durch den
Investitionsfaktor." Dieser Faktor im Regulierungsmodell
berücksichtigt die ins Netz getätigten Investitionen der
Netzbetreiber und müsse daher auch über die nächste
Regulierungsperiode hinaus gelten. Wenn die dringend notwendigen
Netzinvestitionen weiter hinausgezögert würden, drohe mit an
Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit eine Verschlechterung der
Versorgungssicherheit.
Weniger Probleme durch Wetterkapriolen
Die Ausfalls- und Störungsstatistik zeigt, dass die gesamte
Nichtverfügbarkeit (geplante und nicht geplante Unterbrechungen)
durch Stromausfälle im Jahr 2009 mit 53,82 Minuten leicht unter den
Werten der letzten Jahre liegt. 2007 lagen die Werte bei 64,24 und
2008 bei 67,36 Minuten. Der deutliche Rückgang bei der
Nichtverfügbarkeit 2009 ist vor allem darin begründet, dass es in
diesem Jahr weniger Stürme und Extremwetterlagen gab als in den
Jahren davor.
Rückfragehinweis:
Oesterreichs Energie Ernst Brandstetter Pressesprecher Tel.: 0043 1 50198 - 260 mailto:[email protected] www.oesterreichsenergie.at
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