E-Wirtschaft will stärker in Netze investieren

Oesterreichs Energie: Hohe Versorgungssicherheit ist kein Ruhekissen

Wien (OTS) - Um die hohe Versorgungssicherheit bei Strom in Österreich auch in Zukunft gewährleisten zu können, muss Österreichs E-Wirtschaft in den nächsten Jahren massiv in die Netzinfrastruktur investieren. Reinhard Brehmer, Spartensprecher Netze von Oesterreichs Energie fordert eine nachhaltige Investitionsabsicherung für die heimischen Netzbetreiber.

In Österreich ist Elektrizität jährlich zu beinahe 100 Prozent verfügbar. Das geht aus der aktuellen Ausfalls- und Störungsstatistik hervor, die von der E-Control auf Basis der Daten der österreichischen E-Wirtschaft erstellt wird. Österreich zählt damit in punkto Versorgungssicherheit international gesehen nach wie vor zu den Vorzeigeländern. Im Vergleichszeitraum 2009 hat sich die Verfügbarkeit von Strom sogar noch gesteigert. "Diese Werte sind zwar im europäischen Schnitt nach wie vor hervorragend", so Reinhard Brehmer, "aber nicht mehr auf dem Niveau wie vor zehn Jahren, also zu Beginn der Regulierung".

Investitionssicherheit gefordert
Um sicherzustellen, dass dieser hohe Standard in Österreich auch erhalten bleibt, sei es höchste Zeit, für eine nachhaltige Investitionsabsicherung. "Hohe Versorgungssicherheit ist kein Ruhekissen", erklärte Brehmer. Daher müsse der in dieser Regulierungsperiode geltende Investitionsfaktor für insgesamt mindestens zehn Jahre gelten. "So lange dauert eben ein Erneuerungszyklus der Netzinstallationen", ergänzte Brehmer und: "Wir stehen heute am Beginn eines solchen etwa alle 40 Jahre erforderlichen Erneuerungszyklus, der aber aus Sicht der E-Wirtschaft auch finanziell abgesichert sein muss, etwa durch den Investitionsfaktor." Dieser Faktor im Regulierungsmodell berücksichtigt die ins Netz getätigten Investitionen der Netzbetreiber und müsse daher auch über die nächste Regulierungsperiode hinaus gelten. Wenn die dringend notwendigen Netzinvestitionen weiter hinausgezögert würden, drohe mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit eine Verschlechterung der Versorgungssicherheit.

Weniger Probleme durch Wetterkapriolen
Die Ausfalls- und Störungsstatistik zeigt, dass die gesamte Nichtverfügbarkeit (geplante und nicht geplante Unterbrechungen) durch Stromausfälle im Jahr 2009 mit 53,82 Minuten leicht unter den Werten der letzten Jahre liegt. 2007 lagen die Werte bei 64,24 und 2008 bei 67,36 Minuten. Der deutliche Rückgang bei der Nichtverfügbarkeit 2009 ist vor allem darin begründet, dass es in diesem Jahr weniger Stürme und Extremwetterlagen gab als in den Jahren davor.

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