Qualitätsstrategie für das österreichische Gesundheitswesen präsentiert

Mehr Transparenz und Bündelung der Aktivitäten

Wien (OTS) - Qualität ist in den vergangenen Jahren zu einem zentralen Faktor im Gesundheitswesen geworden. Zahlreiche Initiativen und Projekte stellen das große Engagement in Krankenhäusern und anderen Gesundheitseinrichtungen eindrucksvoll unter Beweis. Heute, Montag, wurde anlässlich der "Qualitätskonferenz Gesundheit 2010" eine nationale Qualitätsstrategie präsentiert, an deren Entwicklung unter der Federführung der Gesundheit Österreich GmbH wichtige Akteure im Gesundheitswesen - aus dem Bundesministerium für Gesundheit, aus den Ländern und Sozialversicherungen bis hin zu Patientenvertretungen und Berufsverbänden - mitgewirkt haben. "Oberstes Ziel ist es, dass sich die Patientinnen und Patienten darauf verlassen können, dass sie überall in diesem Land, auf jeder Versorgungsstufe die bestmögliche Behandlung bekommen", betonte Gesundheitsminister Alois Stöger.

Die Qualitätsstrategie wurde von der Bundesgesundheitskommission, dem höchsten Entscheidungsgremium im Gesundheitswesen, im vergangenen Juni beschlossen. Bei der heutigen Veranstaltung wurden die Rahmenziele in einem Forum von rund 300 Experten/Expertinnen und Entscheidungsträgern/Entscheidungsträgerinnen vorgestellt und diskutiert. In weiterer Folge sollen die Ziele operationalisiert und zu konkreten und überprüfbaren Maßnahmen weiterentwickelt werden. "Das Ziel ist es, Qualität zum Leitkriterium des österreichischen Gesundheitswesens zu machen", sagte Arno Melitopulos, Geschäftsführer der Gesundheit Österreich GmbH. "Dazu brauchen wir eine Bündelung unserer Anstrengungen und mehr Transparenz."

"Standardisierung, Transparenz und Information sind zwingende Voraussetzungen für Qualität im Gesundheitswesen. Dies zu ermöglichen ist Ziel der Qualitätsstrategie", sagte der Vorsitzende des Verbandsvorstandes im Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger, Mag. Dr. Hans Jörg Schelling. "Die Sozialversicherung sieht es als eine ihrer vordringlichsten Aufgabe an, für die Qualitätssicherung zu sorgen." "Mit dieser strategischen Ausrichtung nimmt der Bund seine Verantwortung für die Qualitätssicherung wahr und schafft einen Rahmen für die vielfältigen Aktivitäten in diesem Bereich", so der Gesundheitsminister. "Die ärztliche Qualitätssicherung hatte für Ärztinnen und Ärzte aus der Verantwortung gegenüber den Patientinnen und Patienten seit jeher oberste Priorität", betonte Dr. Otto Pjeta, Präsidalreferent der Österreichischen Ärztekammer für Qualitätssicherung und Qualitätsmanagement. "Es gibt eine Fülle von Maßnahmen im Rahmen der Berufsausübung, die nun durch neue Bemühungen, wie etwa die Qualitätssicherung aller Ordinationen einen auch für die Patienten transparenten Qualitätsstandard bewirken."

Im Zuge der "Qualitätskonferenz Gesundheit 2010" wurde auch die neue Qualitätsplattform (http://www.qualitaetsplattform.at) der Gesundheit Österreich präsentiert. Qualitätsverantwortliche in Gesundheitseinrichtungen sollen damit in Zukunft die Möglichkeit haben, sich rasch und einfach einen Überblick über Strukturen, Instrumente und Projekte im Bereich der Qualitätsarbeit zu verschaffen. Krankenhausmanager/innen erhalten damit ein wichtiges Führungsinstrument, Politiker/innen eine wertvolle Unterstützung für die Steuerung und Planung. "Richtig spannend wird es dann, wenn Daten aus ganz Österreich vorliegen", ist Eva-Maria Baumer, Leiterin des Bundesinstituts für Qualität im Gesundheitswesen (BIQG), einem Geschäftsbereich der Gesundheit Österreich GmbH, überzeugt. Dann könne nämlich der erste österreichweite Bericht über das Qualitätssystem im Gesundheitswesen erstellt und ein nächster Schritt in Richtung Transparenz getan werden. "Was man nicht messen kann, kann man nicht verbessern", betonte auch Dr. Alexander Ortel von der niederösterreichischen Patienten- und Pflegeanwaltschaft bei der Qualitätskonferenz. "Transparenz ist eine der wichtigsten Voraussetzungen, damit Patientinnen und Patienten informierte Entscheidungen treffen können. Dazu brauchen sie seriöse Qualitätsberichte."

Rückfragen & Kontakt:

Gesundheit Österreich GmbH
Daniela Klinser
Kommunikation
H: +43 664 831 28 53
F: +43 1 513 84 72
daniela.klinser@goeg.at
www.goeg.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | GOE0001