- 18.10.2010, 10:30:13
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Qualitätsstrategie für das österreichische Gesundheitswesen präsentiert
Mehr Transparenz und Bündelung der Aktivitäten
Wien (OTS) - Qualität ist in den vergangenen Jahren zu einem
zentralen Faktor im Gesundheitswesen geworden. Zahlreiche Initiativen
und Projekte stellen das große Engagement in Krankenhäusern und
anderen Gesundheitseinrichtungen eindrucksvoll unter Beweis. Heute,
Montag, wurde anlässlich der "Qualitätskonferenz Gesundheit 2010"
eine nationale Qualitätsstrategie präsentiert, an deren Entwicklung
unter der Federführung der Gesundheit Österreich GmbH wichtige
Akteure im Gesundheitswesen - aus dem Bundesministerium für
Gesundheit, aus den Ländern und Sozialversicherungen bis hin zu
Patientenvertretungen und Berufsverbänden - mitgewirkt haben.
"Oberstes Ziel ist es, dass sich die Patientinnen und Patienten
darauf verlassen können, dass sie überall in diesem Land, auf jeder
Versorgungsstufe die bestmögliche Behandlung bekommen", betonte
Gesundheitsminister Alois Stöger.
Die Qualitätsstrategie wurde von der Bundesgesundheitskommission,
dem höchsten Entscheidungsgremium im Gesundheitswesen, im vergangenen
Juni beschlossen. Bei der heutigen Veranstaltung wurden die
Rahmenziele in einem Forum von rund 300 Experten/Expertinnen und
Entscheidungsträgern/Entscheidungsträgerinnen vorgestellt und
diskutiert. In weiterer Folge sollen die Ziele operationalisiert und
zu konkreten und überprüfbaren Maßnahmen weiterentwickelt werden.
"Das Ziel ist es, Qualität zum Leitkriterium des österreichischen
Gesundheitswesens zu machen", sagte Arno Melitopulos, Geschäftsführer
der Gesundheit Österreich GmbH. "Dazu brauchen wir eine Bündelung
unserer Anstrengungen und mehr Transparenz."
"Standardisierung, Transparenz und Information sind zwingende
Voraussetzungen für Qualität im Gesundheitswesen. Dies zu ermöglichen
ist Ziel der Qualitätsstrategie", sagte der Vorsitzende des
Verbandsvorstandes im Hauptverband der österreichischen
Sozialversicherungsträger, Mag. Dr. Hans Jörg Schelling. "Die
Sozialversicherung sieht es als eine ihrer vordringlichsten Aufgabe
an, für die Qualitätssicherung zu sorgen." "Mit dieser strategischen
Ausrichtung nimmt der Bund seine Verantwortung für die
Qualitätssicherung wahr und schafft einen Rahmen für die vielfältigen
Aktivitäten in diesem Bereich", so der Gesundheitsminister. "Die
ärztliche Qualitätssicherung hatte für Ärztinnen und Ärzte aus der
Verantwortung gegenüber den Patientinnen und Patienten seit jeher
oberste Priorität", betonte Dr. Otto Pjeta, Präsidalreferent der
Österreichischen Ärztekammer für Qualitätssicherung und
Qualitätsmanagement. "Es gibt eine Fülle von Maßnahmen im Rahmen der
Berufsausübung, die nun durch neue Bemühungen, wie etwa die
Qualitätssicherung aller Ordinationen einen auch für die Patienten
transparenten Qualitätsstandard bewirken."
Im Zuge der "Qualitätskonferenz Gesundheit 2010" wurde auch die
neue Qualitätsplattform (http://www.qualitaetsplattform.at) der
Gesundheit Österreich präsentiert. Qualitätsverantwortliche in
Gesundheitseinrichtungen sollen damit in Zukunft die Möglichkeit
haben, sich rasch und einfach einen Überblick über Strukturen,
Instrumente und Projekte im Bereich der Qualitätsarbeit zu
verschaffen. Krankenhausmanager/innen erhalten damit ein wichtiges
Führungsinstrument, Politiker/innen eine wertvolle Unterstützung für
die Steuerung und Planung. "Richtig spannend wird es dann, wenn Daten
aus ganz Österreich vorliegen", ist Eva-Maria Baumer, Leiterin des
Bundesinstituts für Qualität im Gesundheitswesen (BIQG), einem
Geschäftsbereich der Gesundheit Österreich GmbH, überzeugt. Dann
könne nämlich der erste österreichweite Bericht über das
Qualitätssystem im Gesundheitswesen erstellt und ein nächster Schritt
in Richtung Transparenz getan werden. "Was man nicht messen kann,
kann man nicht verbessern", betonte auch Dr. Alexander Ortel von der
niederösterreichischen Patienten- und Pflegeanwaltschaft bei der
Qualitätskonferenz. "Transparenz ist eine der wichtigsten
Voraussetzungen, damit Patientinnen und Patienten informierte
Entscheidungen treffen können. Dazu brauchen sie seriöse
Qualitätsberichte."
Rückfragehinweis:
Gesundheit Österreich GmbH Daniela Klinser Kommunikation H: +43 664 831 28 53 F: +43 1 513 84 72 [email protected] www.goeg.at
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