- 15.10.2010, 13:27:13
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Für Solidarität: Fritz-Freyschlag-Preis verliehen
Linz (OTS) - Heute überreichten WK-Vizepräsidentin Mag. Ulrike
Rabmer-Koller und AK-Vizepräsident Helmut Feilmair den nach Fritz
Freyschlag benannten Preis. Es handelt sich um die vierte Verleihung
dieses Preises. Ausgezeichnet wurden wieder Menschen und
Institutionen, die sich um den Gedanken der Solidarität und der
sozialen Partnerschaft verdient gemacht haben: Direktor Kurt
Weinhofer, Mag. Hans Gruber, Dr. Michael Schodermayr, Mag.a Jasmin
Lindinger-Sternart, die Firma Xolar in Eberstalzell, die Firma Pecho
Druck in Linz und die Firma August Aichinger in St. Marienkirchen an
der Polsenz.
Im Herbst 2001, anlässlich des 70. Geburtstages von Fritz
Freyschlag, dem langjährigen Präsidenten der Arbeiterkammer
Oberösterreich, fand sich eine Gruppe von Oberösterreichern zusammen,
um einen eigenen Preis für Solidarität und soziale Partnerschaft zu
stiften. Als Basis für die Stiftung und die Verleihung des Preises
wurde der "Verein zur Förderung von Solidarität und sozialer
Partnerschaft" gegründet.
Mit dem Preis werden zwei Ziele verfolgt: Solidarisches Handeln
und soziale Partnerschaft zu fördern und gleichzeitig das Lebenswerk
von Fritz Freyschlag zu würdigen. An der ersten Preisverleihung im
November 2003 konnte Freyschlag noch teilnehmen. Er verstarb im
Oktober 2004.
Den Ehrenpreis erhielt dieses Mal Direktor Kurt Weinhofer, dessen
Lebenswerk von tiefer sozialer Gesinnung geprägt ist. Er war 1960
Gründungsmitglied des BFI Oberösterreich, das er gezielt ausbaute.
Durch seine Initiative entstanden hierzulande die ersten Geschützten
Werkstätten, in denen behinderte Menschen produktive Arbeit finden.
Mit dem Bau des BBRZ ab 1972 war er Pionier der beruflichen
Rehabilitation für Unfallopfer. Direktor Weinhofer hat sich in der
Sozial- und Bildungspolitik große Verdienste erworben.
Ein Fritz-Freyschlag-Preis ging an Mag. Hans Gruber, der in
zahlreichen Funktionen Solidarität vorgelebt hat: etwa als
Gefangenenseelsorger, als Betriebspfarrer, als Vorsitzender der
Betriebsseelsorge Österreich, als Vereinsobmann des Bildungshauses
Betriebsseminar, als Gründer des "Freundschafts-Comités
Argentina-Österreich", als Mitinitiator der "Allianz für den freien
Sonntag", als Bundesseelsorger der Katholischen Arbeitnehmerbewegung
und als Mitbegründer der SOG - einer Art Priestergewerkschaft. Trotz
seiner Emeritierung ist Mag. Gruber auch heute noch vielfältig
engagiert.
Der Steyrer Dr. Michael Schodermayr bekam einen
Fritz-Frey-schlag-Preis, weil er Mitbegründer und ärztlicher Leiter
der ALLIANZ für KINDER ist. Diese Organisation leistet seit 20 Jahren
medizinische Notfallhilfe für Kinder aus Kriegs- und Krisengebieten.
Sie trägt das österreichische Spendengütesiegel. 1990 war Dr.
Schodermayr noch als einziger Arzt der ALLIANZ unterwegs.
Mittlerweile kann jährlich hunderten Kindern in ihren
Herkunftsländern und bei Bedarf auch in Österreich geholfen werden.
Dr. Schodermayr hat die erfolgreiche Entwicklung der ALLIANZ durch
hohen persönlichen Einsatz ermöglicht.
Ebenfalls einen Fritz-Freyschlag-Preis empfing Mag.a Jasmin
Lindinger-Sternart aus Ennsdorf gemeinsam mit ihrem Lebensgefährten
Mag. Andreas Lang und ihrer Mutter Sylvia Lindinger, weil sie
Flutopfer in Indien unterstützen. Im Winter 2009 unternahmen die drei
eine Rucksackreise und wohnten einige Tage bei der Familie
Amarachintha in Kurnool. Als sie später erfuhren, dass eine
Flutkatastrophe die Familie schwer getroffen hatte, sammelten sie in
Privatinitiative Spenden. Mit dem Ergebnis kann 25 indischen Familien
weit mehr als die lebensnotwendige Grundversorgung finanziert werden.
Die Firma Xolar in Eberstalzell fällt durch ihren hohen
Frauenanteil und ihre Familienfreundlichkeit auf. Nicht nur die
Arbeitszeiten nehmen darauf Rücksicht. 30 Frauen haben ihren
Arbeitsplatz überhaupt zu Hause und sind mit freier Zeiteinteilung
tätig. Außerdem gibt es bei der Firma Xolar viele
teilzeitbeschäftigte Mütter in Führungspositionen. Für dieses
beispielhafte Modell wurde der Solaranlagenfirma ein
Fritz-Frey-schlag-Preis verliehen.
Unter den Preisträgern ist auch die Firma Pecho Druck in Linz. Sie
verwirklicht ein Höchstmaß an Integration von Menschen mit
Beeinträchtigungen. Ein weiteres zentrales Anliegen sind bestmögliche
Rahmenbedingungen - etwa flexible Arbeitszeiten - für ältere
Beschäftigte. Bei Personalaufnahmen kommen immer wieder Menschen zum
Zug, die es auf dem Arbeitsmarkt schwer haben. Hervorzuheben ist die
Nachhaltigkeit, mit der die Firma diese Themen verfolgt.
Last but not least wurde die Firma August Aichinger in St.
Marienkirchen an der Polsenz durch einen Fritz-Freyschlag-Preis
gewürdigt. Die Tischlerei - sie hat elf Beschäftigte - fördert in
besonderer Weise die Freiwilligenarbeit: Sie stellt dem Roten Kreuz
die Werkstätte sowie die Maschinen kostenlos zur Verfügung. Damit
kann das Rote Kreuz Tischlerarbeiten zum Materialpreis durchführen.
Die eingesparten Mittel kommen humanitären Zwecken zugute. Ein
wichtiger Beitrag eines kleinen Unternehmens zur Solidarität in
unserer Gesellschaft!
Allfällige Fragen bitte unter der Telefonnummer des Vereins zur
Förderung von Solidarität und sozialer Partnerschaft, Bürgerstraße
25, 4020 Linz, Tel. 0664/4020740 !
Von der Fritz-Freyschlag-Preisverleihung finden Sie Fotos in
druckfähiger Qualität unter
http://www.arbeiterkammer.com/artikeldienst/fotos.htm
Rückfragehinweis:
Arbeiterkammer Oberösterreich, Kommunikation
Dr. Robert Eiter
Tel.: (0732) 6906-2188
mailto:[email protected]
http://www.arbeiterkammer.com
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