Für Solidarität: Fritz-Freyschlag-Preis verliehen

Linz (OTS) - Heute überreichten WK-Vizepräsidentin Mag. Ulrike Rabmer-Koller und AK-Vizepräsident Helmut Feilmair den nach Fritz Freyschlag benannten Preis. Es handelt sich um die vierte Verleihung dieses Preises. Ausgezeichnet wurden wieder Menschen und Institutionen, die sich um den Gedanken der Solidarität und der sozialen Partnerschaft verdient gemacht haben: Direktor Kurt Weinhofer, Mag. Hans Gruber, Dr. Michael Schodermayr, Mag.a Jasmin Lindinger-Sternart, die Firma Xolar in Eberstalzell, die Firma Pecho Druck in Linz und die Firma August Aichinger in St. Marienkirchen an der Polsenz.

Im Herbst 2001, anlässlich des 70. Geburtstages von Fritz Freyschlag, dem langjährigen Präsidenten der Arbeiterkammer Oberösterreich, fand sich eine Gruppe von Oberösterreichern zusammen, um einen eigenen Preis für Solidarität und soziale Partnerschaft zu stiften. Als Basis für die Stiftung und die Verleihung des Preises wurde der "Verein zur Förderung von Solidarität und sozialer Partnerschaft" gegründet.

Mit dem Preis werden zwei Ziele verfolgt: Solidarisches Handeln und soziale Partnerschaft zu fördern und gleichzeitig das Lebenswerk von Fritz Freyschlag zu würdigen. An der ersten Preisverleihung im November 2003 konnte Freyschlag noch teilnehmen. Er verstarb im Oktober 2004.

Den Ehrenpreis erhielt dieses Mal Direktor Kurt Weinhofer, dessen Lebenswerk von tiefer sozialer Gesinnung geprägt ist. Er war 1960 Gründungsmitglied des BFI Oberösterreich, das er gezielt ausbaute. Durch seine Initiative entstanden hierzulande die ersten Geschützten Werkstätten, in denen behinderte Menschen produktive Arbeit finden. Mit dem Bau des BBRZ ab 1972 war er Pionier der beruflichen Rehabilitation für Unfallopfer. Direktor Weinhofer hat sich in der Sozial- und Bildungspolitik große Verdienste erworben.

Ein Fritz-Freyschlag-Preis ging an Mag. Hans Gruber, der in zahlreichen Funktionen Solidarität vorgelebt hat: etwa als Gefangenenseelsorger, als Betriebspfarrer, als Vorsitzender der Betriebsseelsorge Österreich, als Vereinsobmann des Bildungshauses Betriebsseminar, als Gründer des "Freundschafts-Comités Argentina-Österreich", als Mitinitiator der "Allianz für den freien Sonntag", als Bundesseelsorger der Katholischen Arbeitnehmerbewegung und als Mitbegründer der SOG - einer Art Priestergewerkschaft. Trotz seiner Emeritierung ist Mag. Gruber auch heute noch vielfältig engagiert.

Der Steyrer Dr. Michael Schodermayr bekam einen Fritz-Frey-schlag-Preis, weil er Mitbegründer und ärztlicher Leiter der ALLIANZ für KINDER ist. Diese Organisation leistet seit 20 Jahren medizinische Notfallhilfe für Kinder aus Kriegs- und Krisengebieten. Sie trägt das österreichische Spendengütesiegel. 1990 war Dr. Schodermayr noch als einziger Arzt der ALLIANZ unterwegs. Mittlerweile kann jährlich hunderten Kindern in ihren Herkunftsländern und bei Bedarf auch in Österreich geholfen werden. Dr. Schodermayr hat die erfolgreiche Entwicklung der ALLIANZ durch hohen persönlichen Einsatz ermöglicht.

Ebenfalls einen Fritz-Freyschlag-Preis empfing Mag.a Jasmin Lindinger-Sternart aus Ennsdorf gemeinsam mit ihrem Lebensgefährten Mag. Andreas Lang und ihrer Mutter Sylvia Lindinger, weil sie Flutopfer in Indien unterstützen. Im Winter 2009 unternahmen die drei eine Rucksackreise und wohnten einige Tage bei der Familie Amarachintha in Kurnool. Als sie später erfuhren, dass eine Flutkatastrophe die Familie schwer getroffen hatte, sammelten sie in Privatinitiative Spenden. Mit dem Ergebnis kann 25 indischen Familien weit mehr als die lebensnotwendige Grundversorgung finanziert werden.

Die Firma Xolar in Eberstalzell fällt durch ihren hohen Frauenanteil und ihre Familienfreundlichkeit auf. Nicht nur die Arbeitszeiten nehmen darauf Rücksicht. 30 Frauen haben ihren Arbeitsplatz überhaupt zu Hause und sind mit freier Zeiteinteilung tätig. Außerdem gibt es bei der Firma Xolar viele teilzeitbeschäftigte Mütter in Führungspositionen. Für dieses beispielhafte Modell wurde der Solaranlagenfirma ein Fritz-Frey-schlag-Preis verliehen.

Unter den Preisträgern ist auch die Firma Pecho Druck in Linz. Sie verwirklicht ein Höchstmaß an Integration von Menschen mit Beeinträchtigungen. Ein weiteres zentrales Anliegen sind bestmögliche Rahmenbedingungen - etwa flexible Arbeitszeiten - für ältere Beschäftigte. Bei Personalaufnahmen kommen immer wieder Menschen zum Zug, die es auf dem Arbeitsmarkt schwer haben. Hervorzuheben ist die Nachhaltigkeit, mit der die Firma diese Themen verfolgt.

Last but not least wurde die Firma August Aichinger in St. Marienkirchen an der Polsenz durch einen Fritz-Freyschlag-Preis gewürdigt. Die Tischlerei - sie hat elf Beschäftigte - fördert in besonderer Weise die Freiwilligenarbeit: Sie stellt dem Roten Kreuz die Werkstätte sowie die Maschinen kostenlos zur Verfügung. Damit kann das Rote Kreuz Tischlerarbeiten zum Materialpreis durchführen. Die eingesparten Mittel kommen humanitären Zwecken zugute. Ein wichtiger Beitrag eines kleinen Unternehmens zur Solidarität in unserer Gesellschaft!

Allfällige Fragen bitte unter der Telefonnummer des Vereins zur Förderung von Solidarität und sozialer Partnerschaft, Bürgerstraße 25, 4020 Linz, Tel. 0664/4020740 !

Von der Fritz-Freyschlag-Preisverleihung finden Sie Fotos in druckfähiger Qualität unter
http://www.arbeiterkammer.com/artikeldienst/fotos.htm

Rückfragen & Kontakt:

Arbeiterkammer Oberösterreich, Kommunikation
Dr. Robert Eiter
Tel.: (0732) 6906-2188
robert.eiter@akooe.at
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