• 09.10.2010, 12:18:49
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Bundesregierung aufgefordert: Katastrophenhilfe für Ungarn jetzt

WWF: Schweres Gerät und Einsatztruppen aus Österreich

Wien/Györ (OTS) - Der WWF fordert die österreichische
Bundesregierung auf angesichts der heute Morgen bekannt gewordenen
akuten Gefahr eines neuerlichen Dammbruchs bei Kolontar noch heute
Katastrophenhilfe nach Ungarn zu entsenden. Derzeit sind vor Ort 700
Polizisten und Soldaten sowie 127 Fahrzeuge im Einsatz. Um eine
weitere Katastrophe zu verhindern, braucht es zusätzliche
Mannschaften, Spezialeinheiten und schweres Gerät aus dem Nachbarland
Österreich. Nicht nur der gebrochene Damm muss abgesichert werden
sondern auch die benachbarten Becken. Sollten weitere Millionen
Tonnen Rotschlamm ins Freie gelangen, wäre bei Trocknung der
Schlammmassen auch eine Verfrachtung der Giftstoffe durch ungünstige
Windverhältnisse auf österreichisches Staatsgebiet nicht
auszuschließen", warnt der WWF.

Nach Schätzungen sind bisher weniger als eine Million Kubikmeter
Rotschlamm ausgeflossen. Das entspricht nach den Angaben der
Werksbetreiber weniger als fünf Prozent der Gesamtmenge an giftigem
Schlamm. "Es ist davon auszugehen, dass sich daher noch weitere ca.
20 Millionen Kubikmeter in den Becken befinden. Sollte diese Menge in
die Umwelt gelangen, könnte dies zu einem Super-Gau in Ungarn
werden", so Andreas Beckmann vom WWF-Donauprogramm.

Rückfragehinweis:

MMag. Franko Petri, Pressesprecher WWF, Tel. 0676-83488-231.
   Andreas Beckman, Direktor WWF-Donau-Karpatenprogramm, [email protected]
    +43 676842728216.

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | WWF

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