WKÖ: ASFINAG-Wunsch nach zusätzlicher Maut benachteiligt heimische Wirtschaft und gefährdet Wirtschaftsstandort Österreich

WKO lehnt zusätzliche Mehrkosten ab

Wien (OTS/PWK765) - Die von der staatlichen
Autobahnengesellschaft ASFINAG angedachte Einführung einer neuen Maut für Sonder- und Schwertransporte wird von der Wirtschaft vehement abgelehnt. "Endlich zeichnet sich nach einer langen Durststrecke für die österreichischen Unternehmen wieder der Anfang eines wirtschaftlichen Aufschwungs ab. Just zu diesem Zeitpunkt eine derartige Maut einzuführen, wäre ein völlig falsches Signal", ist Michael Grubmann, Leiter der Abteilung für Verkehrs- und Infrastrukturpolitik in der WKÖ, überzeugt.

Die ASFINAG kann sich nach dem Einbruch des letzten Jahres bei den LKW-Maut-Einnahmen über einen Zuwachs von sieben Prozent im ersten Halbjahr 2010 freuen. Deshalb sei das nun angedachte Konzept umso verwunderlicher, so Grubmann. Viele der angesprochenen Sondertransporte hätten Ladegüter, die "überbreit" oder "überlang" sind. Dadurch würden jedoch die normalen Gewichtslimits nicht überschritten. So komme es auch nicht zu einer Überbeanspruchung des Straßenbelages.

Fraglich sei auch die Vereinbarkeit mit den nach EU-Recht geltenden Kriterien für nationale Mauten, die in der sogenannten Wegekosten-Richtlinie festgehalten sind. "Das Hauptproblem bei der Durchführung von Sondertransporten ist nicht die Straßenabnützung, sondern einerseits ein Kompetenz-Wirrwarr aufgrund unklarer Regelungen, sowie das Fehlen von geeigneten Abstellflächen aufgrund unkoordinierten Baustellenmanagements und des dem Verkehrsaufkommen nicht gerecht werdenden Parkplatzkonzepts", betont Grubmann. (PM)

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Dr. Michael Grubmann
Abteilung für Verkehrs- und Infrastrukturpolitik
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