Nein zum Zwang, ja zum Freiwilligen Engagement

Katholische Jugend Österreich für die Abschaffung der Allgemeinen Wehrpflicht und für Freiwilligendienste als Zukunftskonzept

Wien (OTS) - Die Katholische Jugend Österreich (KJÖ) fordert eine verantwortungsvolle und differenzierte Diskussion über das Thema "Abschaffung der allgemeinen Wehrplicht". "Diese Debatte darf nicht auf dem Rücken der Jugendlichen ausgetragen werden," so Matthias Zauner, ehrenamtlicher Vositzender der KJÖ, "Der Erhalt unseres Sozialsystems ist nicht alleine Aufgabe der jungen Menschen. Politisches Kleingeld in Wahlkampfzeiten mit einer Diskussion zu machen, die die Lebenssituation und Lebensplanung von tausenden Jugendlichen nachhaltig beeinflusst, ist unverantwortlich!"

Zukunftskonzept Freiwilligendienste

Mittelfristig setzt sich die KJÖ für die Abschaffung der allgemeinen Wehrpflicht ein. Ebenso lehnt die Katholische Jugend die Einrichtung eines verpflichtenden Sozialjahres ab, stattdessen tritt die Jugendorganisation, für die Förderung des aktiven Engagements in Freiwilligendiensten in den Bereichen Ökologie, Soziales und Frieden ein.

Solidarität als die Bereitschaft zur gerechteren Verteilung von Lebenschancen in unserer Gesellschaft ist über Pflichtdienstleistungen nicht herstellbar. "Solidarität und Engagement für die sozial Schwächeren lassen sich nur auf Basis der Freiwilligkeit lernen", meint Matthias Zauner.

Das "Freiwillige Soziale Jahr" oder das "Freiwillige Ökologische Jahr" sind Modellbeispiele, mit denen die KJÖ schon Erfahrung im Bereich der Freiwilligendienste sammeln konnte. "Jährlich leisten hunderte Jugendliche ein Freiwilligenjahr. Das ermutigt uns, dass sich auch nach der Abschaffung der Allgemeinen Wehrpflicht viele junge Menschen finden, die sich auf freiwilliger Basis in gesellschaftlich wichtigen und pädagogisch sinnvollen Diensten in den Bereichen Soziales, Umwelt und Frieden engagieren werden."
Was hier fehlt sind finanzielle und soziale Anreizsysteme sowie eine gesetzliche Verankerung der Freiwilligendienste. Durch die Aufwertung dieser soll es Jugendlichen erleichtert werden, einen für den Zusammenhalt unserer Gesellschaft wichtigen Dienst zu leisten. Daneben braucht es sicherlich weitere Maßnahmen, um das Sozialsystem, das momentan stark von der Leistung der Zivildiener profitiert, aufrecht erhalten zu können.

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