• 08.10.2010, 11:24:36
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Nein zum Zwang, ja zum Freiwilligen Engagement

Katholische Jugend Österreich für die Abschaffung der Allgemeinen Wehrpflicht und für Freiwilligendienste als Zukunftskonzept

Wien (OTS) - Die Katholische Jugend Österreich (KJÖ) fordert eine
verantwortungsvolle und differenzierte Diskussion über das Thema
"Abschaffung der allgemeinen Wehrplicht". "Diese Debatte darf nicht
auf dem Rücken der Jugendlichen ausgetragen werden," so Matthias
Zauner, ehrenamtlicher Vositzender der KJÖ, "Der Erhalt unseres
Sozialsystems ist nicht alleine Aufgabe der jungen Menschen.
Politisches Kleingeld in Wahlkampfzeiten mit einer Diskussion zu
machen, die die Lebenssituation und Lebensplanung von tausenden
Jugendlichen nachhaltig beeinflusst, ist unverantwortlich!"

Zukunftskonzept Freiwilligendienste

Mittelfristig setzt sich die KJÖ für die Abschaffung der
allgemeinen Wehrpflicht ein. Ebenso lehnt die Katholische Jugend die
Einrichtung eines verpflichtenden Sozialjahres ab, stattdessen tritt
die Jugendorganisation, für die Förderung des aktiven Engagements in
Freiwilligendiensten in den Bereichen Ökologie, Soziales und Frieden
ein.

Solidarität als die Bereitschaft zur gerechteren Verteilung von
Lebenschancen in unserer Gesellschaft ist über
Pflichtdienstleistungen nicht herstellbar. "Solidarität und
Engagement für die sozial Schwächeren lassen sich nur auf Basis der
Freiwilligkeit lernen", meint Matthias Zauner.

Das "Freiwillige Soziale Jahr" oder das "Freiwillige Ökologische
Jahr" sind Modellbeispiele, mit denen die KJÖ schon Erfahrung im
Bereich der Freiwilligendienste sammeln konnte. "Jährlich leisten
hunderte Jugendliche ein Freiwilligenjahr. Das ermutigt uns, dass
sich auch nach der Abschaffung der Allgemeinen Wehrpflicht viele
junge Menschen finden, die sich auf freiwilliger Basis in
gesellschaftlich wichtigen und pädagogisch sinnvollen Diensten in den
Bereichen Soziales, Umwelt und Frieden engagieren werden."
Was hier fehlt sind finanzielle und soziale Anreizsysteme sowie eine
gesetzliche Verankerung der Freiwilligendienste. Durch die Aufwertung
dieser soll es Jugendlichen erleichtert werden, einen für den
Zusammenhalt unserer Gesellschaft wichtigen Dienst zu leisten.
Daneben braucht es sicherlich weitere Maßnahmen, um das Sozialsystem,
das momentan stark von der Leistung der Zivildiener profitiert,
aufrecht erhalten zu können.

Rückfragehinweis:
Maga. Mirjam Nekolar
Öffentlichkeitsarbeit
Katholische Jugend Österreich
Tel: (+43) 1 / 512 16 21 DW 31
mailto:[email protected]

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