• 07.10.2010, 13:15:35
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  • OTS0214 OTW0214

Rückgang der Gesamtkriminalität um 9,5 Prozent

Einbrüche in Wohnungen und Wohnhäuser weiter rückläufig

Wien (OTS) - "Die Kriminalität geht in Österreich weiter zurück.
In den ersten drei Quartalen des heurigen Jahres gab es um 9,5
Prozent weniger Anzeigen als im Vergleichszeitraum des Vorjahres",
sagte Dr. Herbert Anderl, Generaldirektor für die öffentliche
Sicherheit, am 7. Oktober 2010 in Wien.

Von Jänner bis September 2010 wurden bundesweit 398.415 Fälle
angezeigt. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres waren es 440.187
Fälle.

"Bei all jenen Delikten, die im Vorjahr die Exekutive massiv
forderten, sind die Rückgänge besonders hoch", sagte Anderl. So ging
die Zahl der Einbruchsdiebstähle in Einfamilienhäuser und Wohnungen
weiter zurück: insgesamt gab es um 40,9 Prozent weniger Einbrüche in
Einfamilienhäuser (2009: 5.543, 2010: 3.276, Minus 2.267).

Die Zahl der Einbruchsdiebstähle in Wohnungen ging in den ersten neun
Monaten dieses Jahres um 19,01 Prozent zurück (2009: 9.167, 2010:
7.424, Minus 1.743).

In den ersten drei Quartalen 2010 wurden um 51,9 Prozent weniger
Kraftfahrzeuge gestohlen als im Vergleichszeitraum des Vorjahres.
Während im Vorjahr 3.982 Kfz gestohlen wurden, waren es in den
ersten drei Quartalen 2010 1915 Fahrzeuge.

Durch die verstärkten Kontrollmaßnahmen im Kampf gegen den
KFZ-Diebstahl (Soko Ost, Soko KFZ, Schwerpunktkontrollen, etc.) ging
unter anderem auch die Zahl der Diebstähle von Lastkraftwagen um
72,53 Prozent zurück (2009: 586; 2010: 161, Minus 425).

Einen merkbaren Rückgang gibt es auch bei den Raubüberfällen: Die
Zahl der Raubüberfälle auf Trafiken ging beispielsweise um 64,36
Prozent zurück (2009: 101, 2010: 36, Minus 65).

Kriminalitätsrückgänge in allen neun Bundesländern
In Salzburg ging die Kriminalität um 12,5 Prozent zurück, in
Niederösterreich um 12,4 Prozent und in Oberösterreich um 11,7
Prozent. In der Bundeshauptstadt Wien ist die Zahl der Anzeigen um
10,4 Prozent zurückgegangen. Gerade in der Bundeshauptstadt ist der
Rückgang besonders erfreulich, weil Wien als Großstadt besonderen
Herausforderungen unterliegt.

Die höchsten Aufklärungsquoten verzeichneten Vorarlberg mit 56,9
Prozent, das Burgenland mit 51,3 Prozent und Oberösterreich mit 49,7
Prozent.

Die Polizei hat in vielen zentralen Bereichen ihre Strategien völlig
neu ausgerichtet und neue Instrumente eingeführt: eines davon war der
vom Bundeskriminalamt erarbeitete Masterplan gegen die
Einbruchskriminalität. "Mit Hilfe dieses Masterplans haben wir es
geschafft, dass die Zahl der Einbrüche deutlich rückläufig ist, mehr
Straftäter auf frischer Tat festgenommen werden konnten und - was
ganz wichtig ist - entsprechende Struktur- und
Intensivtäterermittlungen durchgeführt werden konnten. Genau darin
liegt der Schlüssel zum Erfolg", sagte Generalmajor Gerhard Lang,
Leiter der Strategieabteilung im BK.

Weitere wichtige Maßnahmen zur Bekämpfung der Kriminalität waren die
von Innenministerin Fekter einberufene Sonderkommission Ost, die
Sonderkommission KFZ, regionale, bundesländer- und
staatenübergreifende Schwerpunktaktionen, die DNA-Offensive, ein
bedarfsorientierter bzw. flexibler Personaleinsatz, zusätzliche
Ausbildungsschwerpunkte und die Nachjustierung von internationalen
Verträgen.

POLIZEILICHE KRIMINALSTATISTIK ÖSTERREICHS
Gesamtsumme aller gerichtlich strafbarer Handlungen

Angezeigte Fälle   Jän-Sept 2009   Jän-Sept 2010   Veränderung
absolut   Veränderung in % 
 Burgenland                6.976                 6.587  -389  -5,60%
 Kärnten              23.514               22.776  -738  -3,10%
 Niederösterreich              61.104               53.538  -7.566 
-12,40%
 Oberösterreich              55.242               48.777  -6.465 
-11,70%
 Salzburg              24.942               21.835  -3.107  -12,50%
 Steiermark              43.679               40.730  -2.949  -6,80%
 Tirol              35.324               33.731  -1.593  -4,50%
 Vorarlberg              16.582               15.506  -1.076  -6,50%
 Wien            172.824             154.935  -17.889  -10,30%
 Österreich Gesamt            440.187             398.415  -41.772 
-9,50%
    
    
    
 Geklärte Fälle   Jän-Sept 2009   Jän-Sept 2010   Veränderung absolut
  Veränderung in % 
 Burgenland                3.550                 3.378  -172  -4,90%
 Kärnten              10.979               10.377  -602  -5,50%
 Niederösterreich              25.350               23.106  -2.244 
-8,90%
 Oberösterreich              27.977               24.241  -3.736 
-13,40%
 Salzburg              10.431                 9.287  -1.144  -11,00%
 Steiermark              18.936               18.904  -32  -0,20%
 Tirol              16.252               16.345  93  0,60%
 Vorarlberg                9.112                 8.824  -288  -3,20%
 Wien              51.025               46.995  -4.030  -7,90%
 Österreich Gesamt            173.612             161.457  -12.155 
-7,00%
    
    
    
 Aufklärungsquoten   Jän-Sept 2009   Jän-Sept 2010   Veränderung in
%-Punkten

Burgenland 50,89% 51,28% 0,40
Kärnten 46,69% 45,56% -1,10
Nieder-österreich 41,49% 43,16% 1,70
Ober-österreich 50,64% 49,70% -1,00
Salzburg 41,82% 42,53% 0,70
Steiermark 43,35% 46,41% 3,10
Tirol 46,01% 48,46% 2,40
Vorarlberg 54,95% 56,91% 2,00
Wien 29,52% 30,33% 0,80
Österreich Gesamt 39,44% 40,52% 1,10

Rückfragehinweis:

Mag. Alexander Marakovits
   Leiter der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
   Tel: 0043 664 813 21 00
   Mail: [email protected]
   
   Helmut Greiner, Oberst
   Pressesprecher des Bundeskriminalamts
   Tel.: 0043 664 813 21 28
   Mail: [email protected]

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | BUK

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