- 07.10.2010, 12:48:02
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JUGENDVERTRETUNG: Jugendliche nicht für Erhaltung des Sozialsystems verantwortlich machen!
Die BJV kritisiert die aktuellen Vorstöße in Richtung eines verpflichtenden Sozialdienstes für junge Menschen und fordert stattdessen bessere Anreize für freiwilliges Engagement.
Wien (OTS) - Die Bundesjugendvertretung (BJV) ruft die Politik
angesichts der aktuellen Diskussionen um Abschaffung der Wehrpflicht
auf, Jugendliche nicht aus Wahlkampfgründen zu verunsichern: "Wenn es
der Bundespolitik tatsächlich ernst ist mit einer grundlegenden
Reform des jetzigen Systems, muss diese Angelegenheit in Ruhe und
ernsthaft diskutiert werden. Wichtig ist, dass Betroffene hier
einbezogen werden, schließlich geht es um einen wesentlichen
Einschnitt im Leben junger Menschen", betont BJV-Vorsitzende
Magdalena Schwarz.
Der Tatsache, dass die Abschaffung des Zivildienstes mit dem Wegfall
zahlreicher billiger Arbeitskräfte verbunden wäre, wird jetzt mit
Vorstößen hinsichtlich einer Einführung eines verpflichtenden
sozialen Jahres begegnet, wie die BJV kritisiert: "Ein abgesichertes
Sozialsystem muss dem Staat etwas wert sein. Wir wehren uns
entschieden dagegen, dass Jugendliche für die Aufrechterhaltung des
Sozialsystems missbraucht werden sollen", zeigt sich Schwarz empört.
Stattdessen fordert die BJV bessere Rahmenbedingungen für die
Freiwilligendienste: "Viele junge Menschen engagieren sich
ehrenamtlich. Freiwillig Engagierte haben aber immer wieder mit
Problemen wie schlechter Vereinbarkeit mit Beruf oder Ausbildung
sowie fehlender rechtlicher Absicherung zu kämpfen. Hier braucht es
bessere Anreize", so Schwarz.
Die BJV fordert eine bessere rechtliche Absicherung, die Anrechnung
nicht-formal erworbener Kompetenzen und eine Verlängerung von
Beihilfenfristen für junge Freiwillige. Außerdem braucht es
ausreichende Ressourcen für Organisationen, die freiwilliges
Engagement fördern, wie Kinder- und Jugendorganisationen.
Die genauen Forderungen sind im aktuellen Positionspapier
"Freiwilliges Engagement" nachzulesen, das zum Download auf
www.jugendvertretung.at zur Verfügung steht.
Rückfragehinweis:
Bundesjugendvertretung
Mag.a Nicole Pesendorfer
Öffentlichkeitsarbeit
Tel.: 0676/ 880 111 048
mailto: [email protected]
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