• 06.10.2010, 11:34:31
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ÖAAB-GS Lukas Mandl: "Jetzt wird für Jahrzehnte über die Qualität des Schulsystems entschieden"

Kräftige Reformimpulse gab es beim Start der Bildungsdialogtour von ÖAAB-Generalsekretär LAbg. Mag. Lukas Mandl

Wien (OTS) - Gestern, Dienstag, hat in der Niederösterreichischen
Landeshauptstadt St. Pölten die Startveranstaltung der
"Bildungsdialogtour" stattgefunden. Im Rahmen dieser
Veranstaltungsreihe tourt der Generalsekretär des Arbeitnehmerinnen-
und Arbeitnehmerbundes ÖAAB in der ÖVP, LAbg. Mag. Lukas Mandl, durch
alle Österreichischen Bundesländer. In jeder Landeshauptstadt
diskutiert Mandl mit Vertreterinnen und Vertretern der Schulpartner,
also der Schülerinnen und Schüler, der Lehrerinnen und Lehrer sowie
der Eltern, über das Bildungskonzept des ÖAAB und die zukünftige
Bildungspolitik in Österreich.****

Die Podiumsgäste waren für die Schülerseite der Landesobmann der NÖ
Schülerunion, Markus Lang; für die Lehrerseite der Vorsitzende der
Fachgruppe der Landeslehrer, Helmut Ertl, sowie der Vorsitzende des
AHS-Fachausschusses, Dr. Eckehard Quin; für die Elternseite vom
BMHS-Landesvorstand Ing. Fritz Bittmann sowie vom
Pflichtschulen-Landesvorstand Mag. Gerhard Dafert. Seitens der
Gesetzgebung nahmen an der Startveranstaltung der
"Bildungsdialogtour" auch LAbg. Dr. Martin Michalitsch und LAbg. Mag.
Karl Wilfing sowie die Landesobfrau der Jungen Volkspartei
Niederösterreich, BR Bettina Rausch, teil.

Franz Piribauer, Landesgeschäftsführer des NÖAAB, moderierte die
Diskussion, an der sich fast 100 Interessierte beteiligten, unter
ihnen auch der stv. Bundesschulsprecher Lukas Pirringer. Nach einem
Impulsstatement des ÖAAB-Generalsekretärs entfaltete sich eine etwa
eineinhalbstündige Diskussion. Diskutiert wurde sowohl über die
inhaltlichen Ziele und Maßnahmen, die im ÖAAB-Bildungskonzept
definiert werden, als auch über die Schulorganisation in Österreich,
die durch die Notwendigkeit einer Verwaltungsreform und aufgrund der
Gefährdung kleiner Schulstandorte ein aktuell besonders wichtiges
Thema sei.

"Für den ÖAAB ist es heute selbstverständlich, dass wir an
schulpolitischen Themen mit allen Betroffenen arbeiten: also mit
Schülerinnen und Schülern, Lehrerinnen und Lehrern sowie Müttern und
Vätern. Wir machen aus Betroffenen Beteiligte. So verstehen wir
Politik, auch und gerade im Schulbereich. So haben wir unser
Bildungskonzept erarbeitet. Und so versuchen wir jetzt, die
Schulreform schnell und umfassend in Umsetzung zu bringen - immer
gemeinsam mit den Schulpartnern! Schließlich geht es um kein
geringeres Ziel, als jenes, dass Kinder und Eltern volles Vertrauen
in das öffentliche Schulwesen in Österreich haben können", so Mandl.

Dieses Vertrauen werde durch die Unterrichtsministerin gefährdet.
Mandl erklärt: "Es ist ein Alarmsignal, wenn die
Unterrichtsministerin die Erhaltung kleiner Schulen ausdrücklich als
'Nicht-Ziel' definiert. Es ist entlarvend, dass sich im Denken und
Handeln der Unterrichtsministerin alles um Machtansprüche der SPÖ
dreht, was zuletzt bei der Bestellung von Schulleitungen deutlich
geworden ist. Es ist jetzt wichtig, wohnortnahe und damit
kindgerechte Schulen zu erhalten sowie schnelle und bürgernahe
Entscheidungen in der Schulorganisation treffen zu können." Das
Prinzip der Subsidiarität müsse sich im Interesse der Kinder und
Jugendlichen durchsetzen.

Neben einem modernen Management für die Schulen verlangt Mandl auch
zeitgemäße Lehrinhalte an den Schulen. So sei eine bessere
Sprachförderung ein wichtiger Punkt im ÖAAB-Bildungskonzept. Auch
eine Stärkung der sozialen Kompetenz ab dem Kindesalter ist Mandl ein
Anliegen. "Damit Lehrerinnen und Lehrer sich auf das Unterrichten
konzentrieren können, brauchen wir mehr Schul-Sozialarbeit und mehr
Schulpsychologie", so Mandl. Und: "Vor dem 14. Lebensjahr soll es
keine endgültige Entscheidung über die Bildungslaufbahn geben. Wir
verlangen im ÖAAB-Bildungskonzept Talentechecks zum Umsteigen und
Aufsteigen für die Teenager zumindest bis zum 14. Geburtstag."

An Nachmittagen solle es "nicht nur Betreuung" geben, sondern
"pädagogisch wertvolle Angebote". Schülerinnen, Schüler und Eltern
sollten sich frei entscheiden können, ob sie Schule mit oder ohne
Nachmittagsangeboten wollen. Damit es für diese Nachmittagsangebote
auch genug Platz gebe und damit Lehrerinnen und Lehrer vollwertige
Arbeitsplätze in den Schulen vorfinden würden, sei "mittelfristig ein
Schulausbauprogramm notwendig", betont Mandl, der unter dem Motto
"Die Besten sollen Lehrer werden!" die Lehrerausbildung sowie die
Zusammenarbeit der Eltern mit den Pädagoginnen und Pädagogen für ihre
Kinder verbessern will.

"In fünf oder zehn Jahren wird man über unsere Jetzt-Zeit sagen, dass
das jene Zeit war, in der sich auf Jahrzehnte entschieden hat, ob das
heimische Schulsystem kindgerecht, bürgernah und international
konkurrenzfähig ist. Die Jetzt-Zeit ist jene Zeit, in der sich
entscheidet, wie gut junge Menschen gebildet und ausgebildet, als auf
das Leben und auf die Arbeitswelt vorbereitet werden. Und davon
hängen auf Jahrzehnte die Lebensqualität, das Wachstum, der Wohlstand
und auch das Sozialsystem in Österreich ab", ist ÖAAB-Generalsekretär
LAbg. Mag. Lukas Mandl überzeugt. Deshalb sei die Bildungspolitik
sein so "enorm wichtiger" Politikbereich.

Der Arbeitnehmerinnen- und Arbeitnehmerbund ÖAAB in der ÖVP unter der
Führung von Bundesminister Dr. Michael Spindelegger hatte im Frühjahr
ein Bildungskonzept für Österreich vorgelegt und "die Republik damit
aus dem schulpolitischen Tiefschlaf geholt", wie Mandl betont. Der
ÖAAB habe den "Tiefgang der schulpolitischen Debatte verbessert und
Tempo in die dringend notwendige heimische Schulreform gebracht", so
der ÖAAB-Generalsekretär, der nun durch die Bunesländer tourt, um die
Schulreform mit den Schulpartnern zu diskutieren. Der nächste
Tour-Stopp findet am 3. November 2010 in Klagenfurt statt.

Rückfragehinweis:

ÖAAB-Generalsekretariat
   Mag. Nikola König
   PR & Kommunikation
   Tel.: Tel.: +43 (1) 40 141 216, Fax: +43 (1) 40 141 229
   mailto:[email protected]
   www.oeaab.com

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