• 05.10.2010, 11:07:16
  • /
  • OTS0117 OTW0117

KMU-Gipfel mit Bürgermeister Michael Häupl: "Von rauchenden Schloten hin zur wissensbasierten Ökonomie!"

SWV-Schinner: KMU-Gipfel mit Bürgermeister Michael Häupl war voller Erfolg!

Wien (OTS) - Gestern Abend fand am Gerstenboden der Ottakringer
Brauerei der 25. KMU-Gipfel mit Bürgermeister Michael Häupl statt.
Rund 500 Unternehmerinnen und Unternehmer folgten der Einladung des
Jungen Wirtschaftsverbandes. LAbg. Katharina Schinner: "Wir wollten
den Selbstständigen kurz vor der Wahl nochmals die Möglichkeit
bieten, über Wirtschaft, Zusammenleben, Bildung und vieles mehr zu
diskutieren und sich ein persönliches Bild von Bürgermeister Häupl zu
machen. Ich freue mich sehr, dass so viele das Angebot angenommen
haben und unsere Gäste waren!"

Geht's den Menschen gut, geht's der Wirtschaft gut

"Autos kaufen keine Autos" mit den Worten von Henry Ford brachte
der Wiener Bürgermeister auf den Punkt, worum es der
sozialdemokratischen Wirtschaftspolitik geht. "Nur wenn es den
Menschen in unserer Stadt gut geht, dann geht es auch der Wiener
Wirtschaft gut. Daher spreche ich mich ganz klar gegen Nulllohnrungen
und das Einfrieren von Pensionen aus. Selbstverständlich müssen
Erhöhungen in Krisenzeiten moderat sein, aber die Menschen müssen
genug Geld im 'Börserl' haben, damit sie es auch wieder ausgeben
können. Nur so können wir die Wirtschaft unterstützen und die
Arbeitplätze erhalten", erklärt Michael Häupl.

Wien habe die Krise im Großen und Ganzen gut bewältigt. "Auch wenn
wir nach wie vor viel tun müssen, so hat die Stadt durch
Konjunkturpakete, Förderungen, Investitionen, Infrastrukturprojekte
uvm. die Wiener Wirtschaft bestmöglich unterstützt. Und 8.000
Neugründungen pro Jahr zeigen, wie man als Selbstständige mit
Hoffnung, Mut und Kraft in Wien etwas machen kann", betonte der
Wiener Bürgermeister.

Bildung, Wissenschaft und Forschung

Besonders am Herzen liegt Häupl der Bereich Bildung, Wissenschaft
und Forschung: "Wir gehen den Weg weck von den rauchenden Schloten
des 19 Jahrhunderts hin zur wissensbasierten Ökonomie des 21.
Jahrhunderts!" Dafür brauche es Frühförderung durch den Kindergarten
und eine gemeinsame Schule der 10 bis 14-Jährigen. "Diese unsinnige
Trennung der Kinder ab dem zehnten Lebensjahr gibt es nur mehr in
Deutschland und Österreich. Dementsprechend weit hinten liegen diese
beiden Länder bei allen Rankings", ärgert sich Häupl und weiter
"Österreich war einmal das Land mit der größten Dichte an
NobelpreisträgerInnen. Wenn wir in Bildung investieren, dann werden
wir das auch wieder sein!"

Betrachtet man die Arbeitslosenstatistik, so haben 60 Prozent der
von Arbeitslosigkeit betroffenen Menschen keinen Schulabschluss. Der
Wiener Bürgermeister: "Der Zusammenhang zwischen schlechter
Qualifikation und Arbeitslosigkeit ist evident. Wer die
Bildungsdefizite bekämpft, der bekämpft auch die Arbeitslosigkeit!"
Eine große Aufgabe komme daher, so Häupl, dem Kindergarten als erste
Bildungseinrichtung zu. "In Wien ist er gratis. Damit tragen wir
nicht nur wesentlich zur Frühförderung der Kinder bei, sondern
entlasten damit auch das Einkommen der Familien. Der ersparte
Kindergartenbeitrag kommt fast 1:1 der Wiener Wirtschaft zugute!"

Die Stadt Wien investiert zudem massiv in Forschung und
Entwicklung. "Das unterstützt nicht nur Großbetriebe, sondern vor
allem auch KMU (Klein- und Mittelbetrieben) und
Einpersonenunternehmen. In den letzten Jahren wurden so in den
Creative Industries über 100.000 Arbeitsplätze geschaffen", berichtet
Häupl.

respektvolles und friedliches Zusammenleben

Rund ein Drittel der Wiener Betriebe werden von Selbstständigen
mit Migrationshintergrund geleitet. Obwohl sie für Wertschöpfung
sorgen, ArbeitnehmerInnen beschäftigen, Lehrlinge ausbilden, Steuern
zahlen etc. kommt ihnen von manchen Teilen der Politik nicht die
Wertschatzung entgegen, die sie verdienen. "Ich bedaure das sehr.
Zugewanderte Selbstständige arbeiten hart, leisten sehr viel und
können keine Krakeeler gebrauchen", so Häupl und weiter "wir alle
wollen respektvoll und friedlich zusammenleben. Wien wäre um vieles
ärmer, wenn es keine ZuwanderInnen hätte. Als Ottakringer würde ich
es besonders bedauern, dass es dann meinen geliebten Brunnenmarkt
nicht mehr gäbe. Ich lasse es nicht zu, dass ZuwanderInnen von
bestimmen Leuten in unserer Stadt als Schmarotzer dargestellt
werden!"

Wiener Mut

Die Wiener Wirtschaft hat sich in den letzten Jahren enorm
entwickelt. "Wenn wir den Wohlstand und die Arbeitsplätze erhalten
wollen, dann müssen wir die Strukturveränderungen der letzten Jahre
und Jahrzehnte weiter vorantreiben. Als PolitikerInnen müssen wir den
Mut haben, neue Wege zu gehen und die richtigen Schritte zu setzen.
Das bedeutet Investitionen in die Kinder und Jugendlichen,
Investitionen in Aus- und Weiterbildung, Investitionen in die Wiener
Wirtschaft, Investitionen in ein friedliches und respektvolles
Miteinander uvm. Wir haben die Pflicht diesen Weg zu gehen! Nur so
wird sich der Wohlstand für unsere Kinder erhalten lassen", schloss
Häupl.

Rückfragehinweis:

Mag. Marion Enzi
   Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
   Sozialdemokratischer Wirtschaftsverband
   Mariahilfer Straße 32/1, 1070 Wien
   Tel.:+43(1)5224766-12, Fax:+43(1)5224766-80
   Mobil:+43(0)664-830 43 37
   [email protected]

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | WVW

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel