• 01.10.2010, 12:49:21
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Zukunftsforum Soziales I/Spindelegger: Zukunft neu denken

"Damit Wachstum, Wohlstand und soziale Sicherheit erhalten bleiben, müssen wir in Österreich vieles verändern", so Mandl.

Wien (OTS) - Der Arbeitnehmerinnen- und Arbeitnehmerbund ÖAAB in
der ÖVP veranstaltet heute, Freitag, den Kongress "Zukunftsforum
Soziales 2010". BM Dr. Michael Spindelegger hatte bei seinem
Amtsantritt als ÖAAB-Bundesobmann das "Zukunftsforum Soziales" als
Think Tank für die arbeitenden Menschen ins Leben gerufen.
Persönlichkeiten aus Arbeitswelt, Kultur, Medien, Politik,
Wissenschaft, Wirtschaft und Zivilgesellschaft kommen zusammen, um
arbeits- und sozialpolitische Konzepte zu erarbeiten. Zum
Kongress-Auftakt präsentierten BM Spindelegger, Minister Francois
Biltgen aus Luxemburg, LPO StS Christine Marek und
ÖAAB-Generalsekretär LAbg. Mag. Lukas Mandl bei einer Pressekonferenz
ihre Schwerpunkte unter dem Kongress-Motto "Arbeit der Zukunft -
Zukunft der Arbeit".

"Damit Wachstum, Wohlstand und soziale Sicherheit erhalten bleiben,
müssen wir in Österreich vieles verändern. Wenn das für heuer
prognostizierte Wirtschaftswachstum in China 9,5 Prozent beträgt und
in Österreich 1,5 Prozent, dann ist klar, dass wir Konzepte für die
Zukunft von Wirtschaft und Arbeitswelt in Österreich erarbeiten
müssen. Der ÖAAB tut das mit dem 'Zukunftsforum Soziales' - dem Think
Tank für die arbeitenden Menschen", erklärte Mandl. "Unsere Arbeit
für die Zukunft bildet einen starken Kontrast zur Tagespolitik in
Österreich. Wenn erst gestern die Kollektivvertragsverhandlungen für
die Metallindustrie abgebrochen werden mussten, weil sich die
Verhandlungspartner nicht auf die Sitzordnung einigen konnten, dann
kommt das für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in der
Metallindustrie einem unwürdigen Schauspiel gleich. Es ist
verantwortungslos, sich angesichts der zukünftigen Herausforderungen
so zu verhalten. Wir arbeiten jenseits der Tagespolitik für die
Zukunft", so der ÖAAB-Generalsekretär.

ÖAAB-Bundesobmann BM Dr. Michael Spindelegger betonte: "Wir müssen
uns klar den Herausforderungen der Zukunft stellen. Für mich ist
dabei ein wesentlicher Faktor, dass unser Bruttoinlandsprodukt
faktisch international nicht vergleichbar ist. Das klassische BIP als
Maßstab einer Gesellschaft bzw. einer Volkswirtschaft ist unfähig,
soziale oder ökologische Aspekte mit ein zu beziehen. Ich bin für den
Start einer breit angelegten Diskussion, die jetzige Praxis der
Messung des BIP um Faktoren qualitativen Wachstums und Wohlstands zu
erweitern". Der ÖAAB-Bundesobmann erwähnte auch, dass "die alternde
Bevölkerung eine der größten Herausforderung für die Zukunft ist. Wir
müssen die Pensionssicherungssysteme an die veränderten Gegebenheiten
anpassen. Wir müssen die Menschen möglichst lange in der Arbeitswelt
halten. Dafür brauchen wir neue Modelle. Die vom Wirtschaftsbund
geforderte Teilpension ist für mich eine gangbare Möglichkeit, um
diese Problematik zu bewältigen."

Biltgen, der beim Kongress am Nachmittag als Key Note Speaker
auftritt, betonte bei diesem Thema "die Wichtigkeit der
Wettbewerbsfähigkeit. Nicht Lohndumping sondern Mehrwertsteigerung
bei den Dienstleistungen muss aktiv gefördert werden. Forschung und
Bildung müssen im Mittelpunkt der Politik stehen. Darüber hinaus muss
es auch zu einem Umdenken am Arbeitsplatz kommen, dafür muss die
Weiterbildung gefördert und ermöglicht werden". Biltgen, dessen
breite Zuständigkeit in der Luxemburgischen Regierung von Justiz und
Verwaltungsreform über Hochschulen und Forschung bis hin zu
Kommunikation, Medien und Kultus reicht, erläuterte auch seine
Position zu Innovation im Bereich des Homeoffice: "Gerade der Ausbau
der Datenautobahnen wird in Luxemburg schon seit Jahren forciert.
Dass jetzt auch in Österreich dieser Bereich thematisiert wird, ist
sehr erfreulich."

Marek, ebenfalls Key Note Speaker beim "Zukunftsforum Soziales 2010",
erklärte: "Wenn wir heute an die Arbeit der Zukunft denken, Wenn wir
heute über die Zukunft der Arbeit sprechen, dann wird eines immer
klarer: Die Frage der Leistungsgerechtigkeit, und eine neue Form von
Solidarität werden die entscheidenden Tangenten sein, entlang derer
wir nicht nur die Zukunft der Arbeit, sondern vor allem auch unsere
sozialen Netze und die Politik der öffentlichen Hand insgesamt
ausrichten müssen.". Die Staatssekretärin und Parteiobfrau der ÖVP
Wien betonte auch, dass "jeder, der bereit ist, jeden Tag seine
Leistung zu bringen, am Wohlstand von uns allen mitzuarbeiten, der
muss diesen Wohlstand auch spüren. Es muss möglich sein, für seine
Kinder etwas zu schaffen."

Für den Kongress "Zukunftsforum Soziales 2010", der am Nachmittag am
15:00 Uhr im Raiffeisenforum (Friedrich Wilhelm Raiffeisen-Platz 1,
1020 Wien) beginnt, wird unter anderem auch die Teilnahme von
ÖVP-Bundesparteiobmann BM DI Josef Pröll und Staatssekretär Dr.
Reinhold Lopatka, ÖVP-Klubobmann Karlheinz Kopf, sowie der
Landesobleute des Burgenländischen, des Steirischen und des Wiener
ÖAAB, Abg.z.NR Oswald Klikovits, Klubobmann Mag. Christopher Drexler
und Klubobmann Dr. Matthias Tschirf, erwartet.

Rückfragehinweis:

ÖAAB-Generalsekretariat
   Mag. Nikola König
   PR & Kommunikation
   Tel.: Tel.: +43 (1) 40 141 216, Fax: +43 (1) 40 141 229
   mailto:[email protected]
   www.oeaab.com

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