Unabhängige GewerkschafterInnen rufen zu Teilnahme an "Krötenwanderung!" am 1. Oktober auf

BetriebsrätInnen, Initiativen, GewerkschafterInnen und Interessensvertretungen aus Sozial- und Bildungsbereich fordern mehr Geld für Bildung und Soziale Dienste

Wien (OTS) - "Die Beschäftigten im Sozialbereich arbeiten am
Limit, die Einkommen liegen 20 % unter den Durchschnittseinkommen. Mit den geplanten Budgetkonsolidierungsmaßnahmen droht sich die Einkommens- und Arbeitssituation noch weiter zu verschlimmern. Wir sind nicht bereit weitere Kürzungen hinzunehmen. Wir fordern - ganz im Gegenteil - umfassende Investitionen im Sozialbereich um Arbeits-und Einkommensbedingungen zu verbessern und Versorgungslücken - etwa im Pflege- und Kinderbetreuungsbereich zu schließen. Nach großzügigen Banken- und Konjunkturpaketen müssen nun endlich Sozial- und Bildungspakete folgen," rufen Markus Koza, Bundessekretär der AUGE/UG - Alternative und Grüne GewerkschafterInnen/Unabhängige GewerkschafterInnen und und Christine Rudolf, politische Sekretärin der KIV/UG - Konsequente Interessensvertretung/Unabhängige GewerkschafterInnen zur Kundgebung "Achtung! Krötenwanderung!" auf.

"Wer nicht in Soziale Dienste und Bildung investiert, raubt Zukunft und Chancen. Mit Sparpaketen bei Bildung und Sozialen Diensten leistet die Bundesregierung einer weiteren Prekarisierung der Beschäftigungsverhältnisse und einer weiter wachsenden sozialen Ungleichheit Vorschub. Gegen drohende Sparpakete für ein Sozial- und eine Bildungsmilliarde gehen Betroffene, Initiativen, Belegschafts-und InteressensvertreterInnen aus dem Sozial- und Bildungsbereich am 1. Oktober gemeinsam auf die Straße. Weil Bildungspolitik auch Sozialpolitik ist!"

Zwt.: Investitionen in Soziale Dienste, Gesundheit und Bildung rechnen sich!

Das Investitionen in Soziale Dienste, Gesundheit und Bildung sich rechnen sollte sich inzwischen auch bis in Regierungskreise herumgesprochen haben: "Wir erinnern gerne an die Studie der britischen New Economics Foundation, die für Großbritannien errechnet hat, dass etwa jedes Pfund an Einkommen für KinderbetreuerInnen den gesellschaftlichen Wohlstand um mindestens 9,50 Pfund erhöht. Auch die AK hat in einer jüngst veröffentlichen Studie errechnet, dass Investitionen in soziale Dienste und Bildung sich bereits nach drei Jahren rechnen und zu Budgetüberschüssen führen. Ohne soziale Infrastruktur, ohne Carearbeit wäre die Erwerbsbeteiligung breiter Bevölkerungsgruppen und damit die Generierung von eigenem Einkommen, Chancen und gesellschaftlicher Teilhabe - vor allem für Frauen - erst gar nicht möglich. Bildung und soziale Dienstleistungen wirken so gegen Armut und soziale Ausgrenzung. Investitionen in Bildung und soziale Dienste erzeugen eine hohen Mehrwert und Wohlstand für die Allgemeinheit für die Gesellschaft!", so Koza.

Zwt.: Vermögen besteuern - in Soziales, Bildung und Gesundheit investieren

Wie hoch der Bildungs-, Sozial- und Gesundheitsbereich budgetiert seien, sage auch einiges über den gesellschaftlichen und politischen Stellenwert aus, der ihnen eingeräumt wird: "Es ist bezeichnend, dass ein milliardenschweres Bankenrettungspaket innerhalb weniger Stunden geschnürt worden ist, bis heute allerdings noch keine parlamentarische Enquete zur Sozialmilliarde stattgefunden hat. Es ist bezeichnend das die notorische Unterfinanzierung von Schulen, Universitäten und sozialen Diensten im Budget fortgeschrieben wird, dafür allerdings - geht es nach dem Finanzminister - Vermögen und Einkommen der Reichsten unangetastet bleiben sollen. Es sind genug 'Kröten' - in Form von Bankenrettungspaketen und Steuersenkungen -zur Rettung von Vermögen, Unternehmen und Banken gewandert. Nun muss die Krötenwanderung umgedreht werden - von Kapital, Banken und Vermögen hin zu Sozialen Diensten und Bildung. Dorthin wo wirklich Wohlstand geschaffen wird! Darum her mit den 'Kröten'! Her mit der Sozialmilliarde! Her mit der Bildungsmilliarde!," schließt Christine Rudolf.

Die Demonstration "Achtung! Krötenwanderung!" findet am 1. Oktober 2010 statt. Sie beginnt um 17.00 mit einer Kundgebung vor dem Haus des Meeres und führt über die Mariahilferstrasse zur Schlusskundgebung bei der Akademie der Bildenden Künste Wien am Schillerplatz. Mehr Informationen, Aufrufende und UnterstützerInnen unter www.sozialmilliarde.at .

Rückfragen & Kontakt:

Markus Koza, AUGE/UG, Tel: 0676/951 27 82
Christine Rudolf, KIV/UG, Tel: 0676/ 340 05 42
Internet: www.sozialmilliarde.at

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