• 29.09.2010, 12:22:18
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Unabhängige GewerkschafterInnen rufen zu Teilnahme an "Krötenwanderung!" am 1. Oktober auf

BetriebsrätInnen, Initiativen, GewerkschafterInnen und Interessensvertretungen aus Sozial- und Bildungsbereich fordern mehr Geld für Bildung und Soziale Dienste

Wien (OTS) - "Die Beschäftigten im Sozialbereich arbeiten am
Limit, die Einkommen liegen 20 % unter den Durchschnittseinkommen.
Mit den geplanten Budgetkonsolidierungsmaßnahmen droht sich die
Einkommens- und Arbeitssituation noch weiter zu verschlimmern. Wir
sind nicht bereit weitere Kürzungen hinzunehmen. Wir fordern - ganz
im Gegenteil - umfassende Investitionen im Sozialbereich um Arbeits-
und Einkommensbedingungen zu verbessern und Versorgungslücken - etwa
im Pflege- und Kinderbetreuungsbereich zu schließen. Nach großzügigen
Banken- und Konjunkturpaketen müssen nun endlich Sozial- und
Bildungspakete folgen," rufen Markus Koza, Bundessekretär der
AUGE/UG - Alternative und Grüne GewerkschafterInnen/Unabhängige
GewerkschafterInnen und und Christine Rudolf, politische Sekretärin
der KIV/UG - Konsequente Interessensvertretung/Unabhängige
GewerkschafterInnen zur Kundgebung "Achtung! Krötenwanderung!" auf.

"Wer nicht in Soziale Dienste und Bildung investiert, raubt
Zukunft und Chancen. Mit Sparpaketen bei Bildung und Sozialen
Diensten leistet die Bundesregierung einer weiteren Prekarisierung
der Beschäftigungsverhältnisse und einer weiter wachsenden sozialen
Ungleichheit Vorschub. Gegen drohende Sparpakete für ein Sozial- und
eine Bildungsmilliarde gehen Betroffene, Initiativen, Belegschafts-
und InteressensvertreterInnen aus dem Sozial- und Bildungsbereich am
1. Oktober gemeinsam auf die Straße. Weil Bildungspolitik auch
Sozialpolitik ist!"

Zwt.: Investitionen in Soziale Dienste, Gesundheit und Bildung
rechnen sich!

Das Investitionen in Soziale Dienste, Gesundheit und Bildung sich
rechnen sollte sich inzwischen auch bis in Regierungskreise
herumgesprochen haben: "Wir erinnern gerne an die Studie der
britischen New Economics Foundation, die für Großbritannien errechnet
hat, dass etwa jedes Pfund an Einkommen für KinderbetreuerInnen den
gesellschaftlichen Wohlstand um mindestens 9,50 Pfund erhöht. Auch
die AK hat in einer jüngst veröffentlichen Studie errechnet, dass
Investitionen in soziale Dienste und Bildung sich bereits nach drei
Jahren rechnen und zu Budgetüberschüssen führen. Ohne soziale
Infrastruktur, ohne Carearbeit wäre die Erwerbsbeteiligung breiter
Bevölkerungsgruppen und damit die Generierung von eigenem Einkommen,
Chancen und gesellschaftlicher Teilhabe - vor allem für Frauen - erst
gar nicht möglich. Bildung und soziale Dienstleistungen wirken so
gegen Armut und soziale Ausgrenzung. Investitionen in Bildung und
soziale Dienste erzeugen eine hohen Mehrwert und Wohlstand für die
Allgemeinheit für die Gesellschaft!", so Koza.

Zwt.: Vermögen besteuern - in Soziales, Bildung und Gesundheit
investieren

Wie hoch der Bildungs-, Sozial- und Gesundheitsbereich budgetiert
seien, sage auch einiges über den gesellschaftlichen und politischen
Stellenwert aus, der ihnen eingeräumt wird: "Es ist bezeichnend, dass
ein milliardenschweres Bankenrettungspaket innerhalb weniger Stunden
geschnürt worden ist, bis heute allerdings noch keine
parlamentarische Enquete zur Sozialmilliarde stattgefunden hat. Es
ist bezeichnend das die notorische Unterfinanzierung von Schulen,
Universitäten und sozialen Diensten im Budget fortgeschrieben wird,
dafür allerdings - geht es nach dem Finanzminister - Vermögen und
Einkommen der Reichsten unangetastet bleiben sollen. Es sind genug
'Kröten' - in Form von Bankenrettungspaketen und Steuersenkungen -
zur Rettung von Vermögen, Unternehmen und Banken gewandert. Nun muss
die Krötenwanderung umgedreht werden - von Kapital, Banken und
Vermögen hin zu Sozialen Diensten und Bildung. Dorthin wo wirklich
Wohlstand geschaffen wird! Darum her mit den 'Kröten'! Her mit der
Sozialmilliarde! Her mit der Bildungsmilliarde!," schließt Christine
Rudolf.

Die Demonstration "Achtung! Krötenwanderung!" findet am 1. Oktober
2010 statt. Sie beginnt um 17.00 mit einer Kundgebung vor dem Haus
des Meeres und führt über die Mariahilferstrasse zur
Schlusskundgebung bei der Akademie der Bildenden Künste Wien am
Schillerplatz. Mehr Informationen, Aufrufende und UnterstützerInnen
unter www.sozialmilliarde.at .

Rückfragehinweis:
Markus Koza, AUGE/UG, Tel: 0676/951 27 82
Christine Rudolf, KIV/UG, Tel: 0676/ 340 05 42
Internet: www.sozialmilliarde.at

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