• 27.09.2010, 18:29:38
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Neues Volksblatt: "Eiertanz" (Von Werner Rohrhofer)

Ausgabe vom 28. September 2010

Linz (OTS) - Franz Voves hatte bei seinem Wahlsieg Glück und Pech
zugleich. Sein Glück war, dass er durch die hauchdünne Mehrheit nicht
in die Verlegenheit kam, seine Ankündigung wahr zu machen und der
Politik Adieu zu sagen, wenn er Zweiter würde. Voves' Pech hingegen
ist, dass sich eine Koalition mit der FPÖ ausgeht und die Blauen ihn
wieder zum Landeshauptmann machen können. Damit ist Voves hin und her
gerissen zwischen Machterhalt einerseits und andererseits
nachvollziehbaren Berührungsängsten mit einer FPÖ, die im Wahlkampf
vor allem beim Ausländerthema keinen Genierer kannte. Wobei dieses
Dilemma nicht auf Voves beschränkt ist, vielmehr ist der daraus
resultierende Eiertanz eine Spezialität der gesamten SPÖ geworden.
Das zeigen die Zurufe, die Voves aus Wien erreichen. Ein Michael
Häupl zum Beispiel eiert herum, Voves könne mit der FPÖ "eine
bestimmte Form der Kooperation" eingehen, aber keine Koalition.
Barbara Prammer wiederum fährt einen veritablen Zick-Zack-Kurs:
Zusammenarbeit mit der FPÖ in der Steiermark möglich, auf Bundesebene
unmöglich. Und Voves selbst könnte, so hört man, die Sache in
klassischer Vogel-Strauß-Manier lösen: Mit der FPÖ zwar zusammen
arbeiten, aber dabei die Ausländerpolitik "ausklammern".

Rückfragehinweis:
Neues Volksblatt, Chefredaktion
Tel.: 0732/7606 DW 782
mailto:[email protected]
http://www.volksblatt.at

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