Österreichs kluge Köpfe beim EU-Contest for Young Scientists in Lissabon

Sechs Jugend Innovativ-Gewinner/innen starten beim größten europäischen Nachwuchsforscher/innen-Wettbewerb

Wien (OTS) - Die besten Jungforscher/innen aus über 30 europäischen Ländern sowie aus Brasilien, China, Kanada, Neuseeland, Südkorea und den USA versammeln sich vom 24. bis zum 29. September 2010 bei der 22. Ausgabe des EU-Contests for Young Scientists in Lissabon,
Portugal. Aus Österreich treten drei Jugend Innovativ-Teams die Reise zur internationalen Leistungsschau an.

Die sechs Schüler/innen aus Wien, Salzburg, Ober- und Niederösterreich qualifizierten sich beim Jugend Innovativ Bundes-Finale 2010 in den Kategorien Engineering, Science und Klimaschutz für die Teilnahme. Auf die Jugendlichen im Alter von 15 bis 20 Jahren wartet ein einzigartiger Wettbewerb samt vielfältigem Rahmenprogramm. Der EU-Contest wird im Auftrag der Europäischen Kommission jährlich in einer europäischen Metropole veranstaltet. Der Höhepunkt des Wettbewerbs ist die Präsentation der mehr als 100 Nachwuchs- Forscher/innen vor einer hochkarätigen Expert/innen-Jury. Insgesamt gehen 88 Projekte dieses Jahr an den Start. Natürlich sind die diesjährigen Jugend Innovativ-Gewinner/innen
voller Hoffnung, an die internationalen Erfolge der Vorjahre anknüpfen zu können. Seit 1989 standen beim EU-Contest österreichische Schüler/innen bereits zwölf Mal am Siegerpodest und heimsten 17 Special Awards ein.

Österreichische Teilnehmer/innen punkten mit innovativen Entwicklungen und tollen wissenschaftlichen Ergebnissen für den Umweltschutz

Mit einem neuartigen Neigungscontroller für technische Systeme namens "Inclination Control System" geht das Team der HTL Rennweg wortwörtlich ins Rennen, da dieser zunächst an einem kleinen Modellauto erprobt wurde. Ein Beschleunigungssensor übersetzt
die Lenkbewegungen in "Gas geben" und Lenken. Die Daten werden mittels Funk zwischen Controller und Empfänger auf die Reise geschickt. Ein Dreh des Handgelenks genügt und die Neigung wird sofort auf ein Spielzeugauto übertragen, das je nach Befehl bremst, beschleunigt oder lenkt. Diese einhändige Steuerung stellt nicht nur für den Modellbausektor eine Innovation dar, sondern erleichtert vielen Menschen mit eingeschränkten Bewegungsmöglichkeiten das Leben.

Im Rahmen des Experiments "Amylase 2.0" des Teams aus HLFS Ursprung im Bereich der synthetischen Biologie wurde eifrig an Amylasen "gebastelt", um etwa bei der Verarbeitung
von Ethanol, Energie zu sparen und den CO2-Ausstoss zu senken. Messungen haben ergeben, dass die mit Hilfe eines speziellen Bakteriums designten Amylasen ihre ureigensten Eigenschaften - wie das natürliche Pendant Stärke abzubauen - nicht verloren
haben und dennoch umweltschonend eingesetzt werden können. Wie das? Weil gelungen ist eine spezielle Aminosäure einzubauen und somit den Bauplan einer Amylase zu verändern.

Umweltfreundliche Aspekte bewegten auch das Team der HTL für Lebensmitteltechnologie in Wels. Gesucht war ein antibakteriell wirksamer Stoff, der biologisch abbaubar und im
Schullabor herzustellen ist. So kam das Team auf Chitosan, das u.a. in der Medizin und Lebensmittelindustrie Verwendung findet und aus Krabbenpanzern gewonnen wird. Mit der Idee Chitosan auch als Saatgutschutz einzusetzen war klar, dass dies größere Mengen des "Rohstoffs" erfordern würde. Ein alternativer Rohstoff, der mit geringem Aufwand viel Pilzbiomasse mit hohem Chitingehalt produziert musste her. Die zahlreichen Laborversuche mit Schimmelpilzarten resultierten in vielversprechenden Ergebnissen.

Wie die heimischen Jungforscher/innen beim 22. EU-Contest abschneiden werden und wer sich über die Preisgelder in Gesamthöhe von EUR 45.000,- oder einen der Reisepreise zu renommierten Forschungsinstituten Europas freuen darf, wird ab 28. September zu erfahren sein. Bis dahin bleibt es spannend.

Weitere Infos zu allen teilnehmenden Projekten sind auf http://www.lisboa.eucys2010.eu
abrufbar.

Auf
http://ec.europa.eu/research/youngscientists/index_en.cfm?contest=201
0&pg=press berichtet die Europäische Kommission ab 28. September über die Ergebnisse berichtet.

Jugend Innovativ bringt 2010/11 erneut Bewegung in den Schulalltag!

"Bring deine Idee ins Rollen!" Mit diesem Motto startet Jugend Innovativ, der Wettbewerb für kluge Köpfe, in Kürze in die 24. Runde. Der größte Schulwettbewerb Österreichs richtet sich
an Schüler/innen ab der 10. Schulstufe bzw. Lehrlinge ab dem 1. Lehrjahr. Die Schüler/innen können Projekte in den Kategorien Engineering, Science, Design, Business und für den TSystems
Young Innovation Award (IKT) sowie für den Raiffeisen Klimaschutz Award (Klimaschutz) einreichen. Das Thema des Projekts ist frei wählbar, sofern es eine innovative und kreative Idee und Lösung beinhaltet. Die Anmeldung erfolgt online und ist ab 1. Oktober
bis 23. Dezember 2010 auf www.jugendinnovativ.at möglich.
Der Wettbewerb wird im Auftrag des Bundesministeriums für Unterricht, Kunst und Kultur und des Bundesministeriums für Wirtschaft, Familie und Jugend von der austria wirtschaftsservice durchgeführt. Informationen zum Wettbewerb sowie Details zu den
Projekten sind auf der Website www.jugendinnovativ.at zu finden.

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Jana Zach
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vor Ort unter: +43664/8225987
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