- 22.09.2010, 09:35:11
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VKI-Test zu Motorradservice in Tirol: durchwachsenes Ergebnis
Erhebliche Qualitätsunterschiede. Werkstätten freundlich, aber häufig nachlässig
Wien (OTS/VKI) - Das Ergebnis des aktuellen Tests des Vereins für
Konsumenteninformation (VKI) zeigt Verbesserungspotenzial: Lediglich
zwei der neun getesteten Tiroler Werkstätten fanden alle Mängel, vier
Betriebe konnten bei der Fehlerbehebung dagegen wenig bis kaum
punkten. Eine Werkstatt in Landeck übersah nahezu sämtliche Mängel
und staubte dafür ein "nicht zufriedenstellend" ab. Zwei weiteren
Werkstätten entgingen sicherheitsrelevante Mängel, wodurch sie auf
"weniger zufriedenstellend" abgewertet wurden. Ebenso groß wie die
Qualitätsunterschiede bei der Fehlerbehebung sind die verrechneten
Kosten: Diese bewegen sich zwischen rund 284 und 1.030 Euro. Diese
Unterschiede kommen jedoch auch daher, dass Reparaturvorschläge
akzeptiert wurden, die über die eigentliche Serviceleistung
hinausgingen. Hinsichtlich Kundenfreundlichkeit ist das Feld relativ
einheitlich. Die Mehrheit der Werkstätten kann hier punkten.
Folgende sieben Mängel sollten im Test gefunden werden: eine zu
lockere Antriebskette, ein zu großes Kupplungsspiel bzw. zu wenig
Kühlflüssigkeit, ein zu niedriger Reifendruck, ein verunreinigter
Luftfilter, ein defektes Standlicht, ein defektes Bremslicht sowie zu
wenig Bremsflüssigkeit. Eindeutiger Testsieger ist die Werkstätte
Jürgen Schnaller Motorräder & Zubehör in Kolsass, die die volle
Punktezahl erhält. Das Schlusslicht bildet dagegen MCW Motor-City
West, Sailer & Partner KEG mit einem "nicht zufriedenstellend".
Abseits der Fehlerbehebung fällt positiv auf, dass bei der
Abholung der Maschinen die meisten Betriebe über die getätigten
Arbeiten - teils sogar sehr umfassend - aufklären. Zu bemängeln sind
hingegen die zum Teil sehr langen Wartezeiten. Der Zeitraum zwischen
der telefonischen Anfrage um einen Servicetermin und dem
frühestmöglichen Datum dafür betrug im Test zwischen einem und zwölf
Arbeitstagen.
Service-Tipps des VKI-Experten Franz Wallner:
- Klarer Auftrag: Am besten lässt man sich bei der
Service-Übergabe eine möglichst detaillierte Auftragsbestätigung
geben, die konkrete Angaben über zu erbringende Leistungen und Kosten
enthält.
- Nachrechnen: Auf eine detaillierte Rechnung bestehen, die nicht
nur "Arbeitszeit" und "Material" enthält.
- Regelmäßige Kontrolle: Im eigenen Interesse sollte man sich
nicht allein auf einen Werkstättenbesuch verlassen, sondern
regelmäßig selbst den Zustand des Motorrades (Reifendruck,
Kettenspannung, etc.) prüfen.
Alle Details zum Test gibt es auf www.konsument.at sowie ab dem
23.09. in der Oktoberausgabe des Testmagazins Konsument.
Rückfragehinweis:
Verein für Konsumenteninformation/Testmagazin "Konsument"
Mag. Andrea Morawetz, Öffentlichkeitsarbeit
Tel.: 01/588 77 - 256
mailto:[email protected]
www.konsument.at
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