VKI-Test zu Motorradservice in Tirol: durchwachsenes Ergebnis

Erhebliche Qualitätsunterschiede. Werkstätten freundlich, aber häufig nachlässig

Wien (OTS/VKI) - Das Ergebnis des aktuellen Tests des Vereins für Konsumenteninformation (VKI) zeigt Verbesserungspotenzial: Lediglich zwei der neun getesteten Tiroler Werkstätten fanden alle Mängel, vier Betriebe konnten bei der Fehlerbehebung dagegen wenig bis kaum punkten. Eine Werkstatt in Landeck übersah nahezu sämtliche Mängel und staubte dafür ein "nicht zufriedenstellend" ab. Zwei weiteren Werkstätten entgingen sicherheitsrelevante Mängel, wodurch sie auf "weniger zufriedenstellend" abgewertet wurden. Ebenso groß wie die Qualitätsunterschiede bei der Fehlerbehebung sind die verrechneten Kosten: Diese bewegen sich zwischen rund 284 und 1.030 Euro. Diese Unterschiede kommen jedoch auch daher, dass Reparaturvorschläge akzeptiert wurden, die über die eigentliche Serviceleistung hinausgingen. Hinsichtlich Kundenfreundlichkeit ist das Feld relativ einheitlich. Die Mehrheit der Werkstätten kann hier punkten.

Folgende sieben Mängel sollten im Test gefunden werden: eine zu lockere Antriebskette, ein zu großes Kupplungsspiel bzw. zu wenig Kühlflüssigkeit, ein zu niedriger Reifendruck, ein verunreinigter Luftfilter, ein defektes Standlicht, ein defektes Bremslicht sowie zu wenig Bremsflüssigkeit. Eindeutiger Testsieger ist die Werkstätte Jürgen Schnaller Motorräder & Zubehör in Kolsass, die die volle Punktezahl erhält. Das Schlusslicht bildet dagegen MCW Motor-City West, Sailer & Partner KEG mit einem "nicht zufriedenstellend".

Abseits der Fehlerbehebung fällt positiv auf, dass bei der Abholung der Maschinen die meisten Betriebe über die getätigten Arbeiten - teils sogar sehr umfassend - aufklären. Zu bemängeln sind hingegen die zum Teil sehr langen Wartezeiten. Der Zeitraum zwischen der telefonischen Anfrage um einen Servicetermin und dem frühestmöglichen Datum dafür betrug im Test zwischen einem und zwölf Arbeitstagen.

Service-Tipps des VKI-Experten Franz Wallner:

- Klarer Auftrag: Am besten lässt man sich bei der Service-Übergabe eine möglichst detaillierte Auftragsbestätigung geben, die konkrete Angaben über zu erbringende Leistungen und Kosten enthält.

- Nachrechnen: Auf eine detaillierte Rechnung bestehen, die nicht nur "Arbeitszeit" und "Material" enthält.

- Regelmäßige Kontrolle: Im eigenen Interesse sollte man sich nicht allein auf einen Werkstättenbesuch verlassen, sondern regelmäßig selbst den Zustand des Motorrades (Reifendruck, Kettenspannung, etc.) prüfen.

Alle Details zum Test gibt es auf www.konsument.at sowie ab dem 23.09. in der Oktoberausgabe des Testmagazins Konsument.

Rückfragen & Kontakt:

Verein für Konsumenteninformation/Testmagazin "Konsument"
Mag. Andrea Morawetz, Öffentlichkeitsarbeit
Tel.: 01/588 77 - 256
amorawetz@vki.at
www.konsument.at

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