• 21.09.2010, 12:00:20
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ÖH sagt zu Umverteilung laut "Ja"

Mehr Mut zu vermögensbezogenen Steuern!

Wien (OTS) - Auf den Vorschlag von Bildungsökonom Dieter Dohmen,
einen bestimmten Prozentsatz der Gehälter von AkademikerInnen an die
Hochschulen abgeben zu müssen, reagiert die Österreichische
HochschülerInnenschaft mit Unverständnis. "Die ÖH sagt zu
Umverteilung laut "Ja" - jene die besser verdienen und vermögend
sind, sollen einen größeren Beitrag für den Staat leisten als jene,
die weniger haben", sagt Sigrid Maurer vom ÖH-Vorsitzteam. "Warum nun
aber wieder ein neues Modell erfunden wird, in dem die Umverteilung
über die Hochschulen und nicht über das Steuersystem fließen soll,
ist vollkommen unverständlich."

"Die ÖH setzt sich für vermögensbezogene Steuern und somit für
Umverteilung ein - Österreich ist an vorletzter Stelle der
OECD-Länder. Eine Anhebung auf den OECD-Durchschnitt würde mehrere
Milliarden bringen, die die kaputtgesparten Universitäten bitter
nötig haben - trotzdem fehlt der ÖVP der Mut zu vermögensbezogenen
Steuern", sagt Mirijam Müller, ÖH-Generalsekretärin.

Vollkommen außer Acht gelassen wird in dem Vorschlag, dass
AkademikerInnen nicht automatisch zu den Besserverdienenden, die
selbstverständlich höhere Abgaben leisten sollen, zählen.
"Einkommensschwächere AkademikerInnen, wie KünstlerInnen oder
SozialwissenschaftlerInnen, mit der gleichen Einkommensquote, wie
besserverdienende AbsolventInnen von technischen Hochschulen zu
belasten, ist absurd und widerspricht dem Prinzip der progressiven
Einkommenssteuer", sagt Thomas Wallerberger vom ÖH-Vorsitzteam.

Sünkels Beispiel der Med-Unis für Effizienzsteigerung an den
Universitäten ist zynisch. "Wir wissen, dass Frauen durch den
EMS-Aufnahmetest benachteiligt werden und darüber hinaus droht
Österreich aufgrund der Beschränkung der Studienplätze ein
ÄrztInnenmangel in der Zukunft - diese Selektion wird nachhaltig
negative Auswirkungen für unsere Gesellschaft haben", sagt Mirijam
Müller.

"Die ÖH wird weiterhin für freie Bildung für alle und eine
Umverteilung über eine progressive Einkommenssteuer und
vermögenbezogene Steuern kämpfen", sind sich Thomas Wallerberger und
Sigrid Maurer einig.

Rückfragehinweis:
Österreichische HochschülerInnenschaft (ÖH)
Pia Kranawetter, Pressesprecherin
Tel.: 0676 888 52 211
mailto:[email protected]
http://www.oeh.ac.at

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