Rasen statt rasen: Ring frei für mehr Lebensqualität!

Wien picknickt am Autofreien Tag auf dem "Rasen am Ring"

Wien (OTS) - Am morgigen europaweiten Autofreien Tag wird der Burgring einmal mehr zu einer Naherholungszone. Zahlreiche Organisationen verwandeln den Wiener Burgring am 22. September 2010 wieder in eine grüne Picknick-Wiese. Zwischen 14 und 18 Uhr werden auf einer der Hauptverkehrsadern in Wien rund 500 Quadratmeter Rasen ausgerollt und die sonst stark frequentierte Straße so auf kreative und klimafreundliche Weise belebt.

"Der Verkehr zählt zu den schlimmsten Verursachern des Klimawandels. Rund ein Viertel aller CO2-Emissionen stammen in Österreich aus dem Verkehr", erklärt Greenpeace-Sprecher Niklas Schinerl. "Der CO2-Ausstoß der Kraftfahrzeuge ist im städtischen Bereich am höchsten, obwohl viele Fahrten gerade in der Stadt eigentlich verzichtbar wären. Durch den intensiven Verkehr in den Innenstädten und dem damit verbundenen Feinstaub kommt es darüber hinaus zur Gesundheitsgefährdung der Stadtbewohner. Die Stadtregierung muss sich entscheiden, ob sie ihren öffentlichen Raum einer immer größer werdenden Blechlawine opfern oder doch den Mensch, den Fußgängern und Radfahrern zur Verfügung stellen will", fordert Schinerl.

Die VeranstalterInnen verknüpfen mit dem Rasenteppich am Ring gemeinsame Forderungen nach einer zukunftsweisenden Verkehrspolitik für Wien. "In der Innenstadt gibt es mit dem guten Angebot an Öffentlichen Verkehrsmitteln eine funktionierende Alternative zum eigenen Auto. Hier müssen Anreize geschaffen werden, die den Umstieg leichter machen. Gleichzeitig müssen die Bedingungen für Radfahrer verbessert werden", fordern die OrganisatorInnen von "Rasen am Ring". Wien liegt mit einem Anteil von rund fünf Prozent deutlich hinter vergleichbaren Städten wie München zurück. In der Stadtplanung spielt das Rad als Fahrzeug kaum eine Rolle. Die VeranstalterInnen fordern weiters einen Wien-weiten Investitionsplan für das Radnetz und ordnungspolitische Entscheidungen, die Autos aus der Innenstadt zurückzudrängen, wie etwa die Sperre von Teilen des Rings, Fahrteinschränkungen für die Innenstadt oder die Umwidmung von Straßen zu Flächen, auf denen alle Verkehrsteilnehmer gleichberechtigt sind.

Auch heuer wird es bunte Fest-Atmosphäre mit Musik, Spiel und Spaß geben, an der sich alle PassantInnen kreativ beteiligen können. "Der Autoverkehr in Wien muss auf ein sinnvolles Maß reduziert werden und die öffentlichen Flächen müssen auch wieder den Menschen dieser Stadt zur Verfügung stehen", betont Schinerl. "Alle reden nur davon, wir tun es und zeigen, wie gut es sich anfühlt, wenn Raum nicht von Autos sondern von den Menschen genutzt werden kann. Wir laden alle WienerInnen und besonders auch die AutofahrerInnen ein, bei uns vorbeizuschauen und sich selbst davon zu überzeugen", freut sich Schinerl auf regen Zuspruch.

Die Organisationsplattform "Rasen am Ring" besteht aus IG-Fahrrad, GLOBAL 2000, Greenpeace, der Fahrrad.Selbsthilfe im WUK, der Bürgerinitiative "Rettet die Lobau", VIRUS, der Arge Schöpfungsverant-wortung, der BikeKitchen und dem LastenRadKollektiv..

"Wir nutzen den Autofreien Tag, um mit bunter Festatmosphäre vor dem Burgtor ein Zeichen zu setzen. Die Autofahrer können dies tun, indem sie sich Ärger ersparen und großräumig ausweichen oder noch besser ihr Fahrzeug überhaupt stehenlassen und Öffis benutzen", so das "Rasen am Ring"-Team abschließend.

Rasen statt rasen: Ring frei für mehr Lebensqualität!
Wien picknickt am Autofreien Tag auf dem "Rasen am Ring"


Datum: 22.9.2010, 14:00 - 18:00 Uhr

Ort:
Ringstraße-Burgtor
1010 Wien

Rückfragen & Kontakt:

Niklas Schinerl, Klimasprecher Greenpeace, 0664 612 67 04
Melanie Beran, Pressesprecherin Greenpeace, 0664 612 67 18

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